Auszeichnung

Johanna Rogalla erhält Förderung des Fraunhofer-Netzwerks

Die Studentin Johanna Rogalla des Master- Studienganges Conceptual Textile Design erhält mit ihrem Projekt „Soft Textiles Architectures“ die Förderung des Programmes „Artist/Designer in Lab“ vom Fraunhofer-Netzwerk.

Johanna Rogalla, Studentin des Conceputal Textile Design an der BURG, erhält für ihr Projekt „Soft Textiles Architectures“ eine Förderung des Programms „Artist/Designer in Lab“ vom Fraunhofer-Netzwerk. Ihre Arbeit kann so mit dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI / Abteilung Zirkuläre Verbundkunststoffe und Textilien realisiert werden.

In Soft Textiles Architectures erforscht Johanna Rogalla die Möglichkeiten industrieller Jacquardweberei als künstlerisches und materialbezogenes Forschungsinstrument. Ausgangspunkt ist die Arbeit an der Doppelgreifer-Webmaschine mit Jacquardaufsatz, an der mehrlagige textile Strukturen entstehen, die sich von der Fläche in den Raum entwickeln.
Im Zentrum stehen komplexe Bindungen, die transparente, weiche Gewebeschichten mit stabilen Lagen verbinden und textile Flächigkeit durch gezielte Verkreuzungen und Einschnitte in dreidimensionale Körper überführen. Die entstehenden Arbeiten bewegen sich zwischen Textil, Skulptur und Architektur und machen textile Konstruktion als räumliches System erfahrbar.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Material Flachs, das als historisch gewachsener Werkstoff eng mit handwerklichen Traditionen, der Industrialisierung und globalen Handelsbeziehungen verbunden ist. Diese kulturhistorischen Dimensionen werden im Projekt mit zeitgenössischer industrieller Webtechnologie verknüpft und in neue textile Strukturen übersetzt.
Das Projekt versteht sich als künstlerisch-forschende Arbeit an der Schnittstelle von Industrie und Handwerk. Die entstehenden experimentellen Objekte untersuchen Materialität, Stabilität und Transparenz und eröffnen neue Perspektiven auf industrielle Textilproduktion als ästhetisches und kulturelles Experimentierfeld.

Das Fraunhofer-Netzwerk „Wissenschaft, Kunst und Design“ widmet sich der interdisziplinären Zusammenarbeit von unterschiedlichen Wissensgebieten innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Programm „Artist/Designer in Lab 2026“ eröffnet externen Kunst- und Designschaffenden die Chance, ihre Ideen und Visionen in Kooperation mit Forschenden der unterschiedlichen Netzwerk-Institute umzusetzen.

Über das Fraunhofer WKI

Das Fraunhofer WKI gilt als Pionier der modernen Holzwerkstoffindustrie. Heute nutzt es die ganze Bandbreite nachwachsender Rohstoffe, um daraus nachhaltige Werkstoffe, Bauteile und Chemieerzeugnisse zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Nutzung von pflanzlichen Rest- und Abfallstoffen.