Ausstellung

Engramme – Ausstellung von Sebastian Harwardt

Unter dem Titel "Engramme" zeigt der Absolvent der Studienrichtung Grafik vom 6. Februar bis zum 31. Mai Farbholzschnitte und Siebdrucke zum Thema Stadt im Stadtmuseum Halle.

Mit der Ausstellung Engramme setzt das Stadtmuseum Halle seine langjährige Praxis fort, zeitgenössische Positionen hallescher Künstler*innen vorzustellen.

Sebastian Harwardt beschäftigt sich in seiner Kunst vor allem mit Stadtlandschaften. Seine Bilder zeigen Architektur auf besondere Weise: Gebäude werden isoliert, neu zusammengesetzt oder verfremdet. Dabei interessieren ihn sowohl bekannte Sehenswürdigkeiten als auch unscheinbare Orte wie Industriegebiete, geschlossene Werkstore, Kioske oder Straßenmarkierungen. Schöne und weniger schöne Seiten der Stadt stehen gleichberechtigt nebeneinander.

Die dargestellten Stadtansichten wirken oft sehr genau und detailreich, zugleich aber auch ungewöhnlich oder traumhaft. Durch starke Kontraste, Überlagerungen und überraschende Perspektiven entstehen Bildräume, die real und unwirklich zugleich erscheinen. Der Ausstellungstitel Engramme bezieht sich auf Spuren von Erinnerung – die Werke lassen sich als gespeicherte Eindrücke urbanen Lebens verstehen.

Harwardt arbeitet mit großer handwerklicher Präzision und nutzt verschiedene Techniken. Neben Farbholzschnitten und Siebdrucken setzt er auch Collagen, Malerei und digitale Verfahren ein. In der Serie Beat (2022) entstehen aus architektonischen Motiven vielschichtige Kompositionen aus Linien, Formen und transparenten Farben, die durch Klarheit und Rhythmus überzeugen.

Die Ausstellung Engramme lädt dazu ein, Stadt neu zu entdecken – als Ort von Erinnerung, Struktur und überraschender Schönheit.

Über den Künstler

Sebastian Harwardt (*1982 in Stendal) studierte nach einem geisteswissenschaftlichen Studium in Berlin Grafik bei Prof. Thomas Rug an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit seinem Abschluss im Jahr 2015 ist er mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Seine Arbeit wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, unter anderem von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und den Kloster Bergesche Stiftungen.