Look closer, look again.
Experimental Riso & Visual Narrative
When a risograph print is looked at closely, it reveals the core of what it is made of: tiny particles, dots, and grains. An image that was once sharp dissolves into atmospheres, sensations, and abstractions. Building on this shift in scale, the seminar takes the microscopic and the macroscopic as points of departure for visual narrative. Through experimental exercises and working with a risograph, we will explore how images change as proximity and distance become fluid. Students will develop visual sequences that move between recognition and abstraction, detail and whole. What becomes visible when we look closer? What disappears when we move away? How does our position as viewers shift with it? And how can fragmenting, excluding, and reframing allow new meanings to emerge? The course approaches risography and printmaking as technologies of imagination: to explore, challenge, rearrange, fail, embrace error, and reconsider both new and familiar pathways. Through the limitations and possibilities of the medium, we will experiment with how images can be transformed, translated, and reimagined through print. No prior knowledge of risograph is required. The course is open to anyone with curiosity and a desire to experiment, explore, and develop with their own visual language.
Juliana Toro is a Colombian-born visual artist and printmaker based in Berlin. Her work is centered on the idea of risography as an imagination technology. She runs Las Delicias, a small practice for experimentation around print. In her work she inquires into everyday observations and existential questions, including change, impermanence, and the fragility of the human experience. She has been teaching risograph courses at the FH Potsdam, UDK Berlin, and FACREA in Bogotá.
DE
Wenn man einen Risografiedruck aus nächster Nähe betrachtet, offenbart sich das, woraus er im Kern besteht: winzige Partikel, Punkte und Körner. Ein Bild, das zunächst scharf und klar erscheint, löst sich in Atmosphären, Empfindungen und Abstraktionen auf. Ausgehend von diesem Wechsel der Maßstäbe nimmt das Seminar das Mikroskopische und das Makroskopische als Ausgangspunkte
für visuelles Erzählen. Durch experimentelle Übungen und die Arbeit mit dem Risografen erkunden wir, wie sich Bilder verändern, wenn Nähe und Distanz fließend werden. Die Studierenden entwickeln visuelle Sequenzen, die sich zwischen Wiedererkennen und Abstraktion, Detail und Ganzem bewegen. Was wird sichtbar, wenn wir genauer hinsehen? Was verschwindet, wenn wir uns entfernen? Wie verändert sich dabei unsere Position als Betrachtende? Und wie können Fragmentieren, Auslassen und Neurahmen neue Bedeutungen entstehen lassen? Das Kurs versteht Risografie und Druck als Technologien der Imagination: als Möglichkeiten, zu erkunden, zu hinterfragen, neu anzuordnen, zu scheitern, Fehler anzunehmen und sowohl neue als auch vertraute Wege neu zu denken. Durch die Grenzen und Möglichkeiten des Mediums experimentieren wir damit, wie Bilder durch den Druck transformiert, übersetzt und neu gedacht werden
können. Keine Vorkenntnisse in der Arbeit mit dem Risografen sind erforderlich. Der Kurs richtet sich an alle, die neugierig sind, experimentieren und erkunden möchten und Lust haben, ihre eigene visuelle Sprache weiterzuentwickeln.
Juliana Toro ist eine in Kolumbien geborene bildende Künstlerin und Druckgrafikerin mit Sitz in Berlin. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die
Idee der Risografie als Technologie der Imagination. Sie betreibt Las Delicias, eine kleine Praxis für experimentelle Arbeit rund um das
Medium Druck. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit alltäglichen Beobachtungen und existenziellen Fragen, darunter Veränderung,
Vergänglichkeit und die Fragilität menschlicher Erfahrung. Sie hat Risografie-Kurse an der FH Potsdam, der UdK Berlin und bei
FACREA in Bogotá unterrichtet.













