Lehrangebot

Studio Work / Carolina Perez Pallares

Seminar / Die Worte dazwischen

Für dieses Semester ist das Vorhaben „Die Worte dazwischen“, konzentrierte Sessions zu realisieren, in denen jeweils ein bis zwei Teilnehmende ihre Arbeiten zeigen. Die Arbeiten können sich dabei noch im Prozess befinden es muss nichts Fertiges präsentiert werden. Es kann sich um eine Reihe, eine Serie oder auch nur um ein kleines einzelnes Werk handeln.

Die Gruppe betrachtet die Arbeiten und schreibt anschließend, ohne zuvor etwas über die Arbeit oder den Entstehungsprozess zu erfahren, auf, was sie sieht. Das können einfache Beschreibungen sein, aber auch freie Texte, lyrische Fragmente oder einzelne Worte. Es gibt kein bestimmtes Format. Es geht darum, über das Schreiben in die Arbeit der anderen einzutauchen und durch die fremde Perspektive auch die eigenen künstlerischen Gedanken zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Anschließend lesen wir die entstandenen Texte gemeinsam und besprechen sie: Was wurde gesehen, welche Assoziationen sind entstanden und was passiert, wenn eine Arbeit durch die Worte und Perspektiven der anderen betrachtet wird?

In den Wochen, in denen kein Plenum stattfindet, werden wir einige Exkursionen in Leipzig und innerhalb Halle unternehmen. Im Hinblick auf die kommende Klassen-Ausstellung geht es darum, Ausstellungen zu besuchen und über kuratorische Ideen und Entscheidungen zu reflektieren: über die inhaltlichen Zusammenhänge zwischen den ausgewählten Werken und ihrer Kuration; bei Soloausstellungen darüber, welche Inhalte eine künstlerische Position ausmachen, warum bestimmte Arbeiten gezeigt werden und weshalb sie auf diese Weise präsentiert werden.

So können wir gemeinsam zunächst versuchen, tiefer zu verstehen, was einzelne künstlerische Positionen bewegt und warum sie sich mit unterschiedlichen Inhalten beschäftigen. Wir schauen, wie diese Inhalte in andere Zusammenhänge gebracht werden, ob und wie das funktioniert oder vielleicht auch scheitert. Und vielleicht entwickelt sich daraus ein Gefühl dafür, warum verschiedene Aspekte zu einem System gehören oder vielleicht auch nicht.

 

Künstlerische Praxis

Nachfolgend möchte ich Ihnen meine künstlerische Praxis im erweiterten Feld von Malerei und Grafik vorstellen. Meine künstlerische Arbeit umfasst Wandmalereien, zweidimensionale und raumbezogene Malereien, malerische Arbeiten im öffentlichen Raum, Arbeiten auf Papier, Performances sowie Videoarbeiten. Vor dem Hintergrund eines erweiterten Malereiverständnisses beschäftige ich mich mit dem Verhältnis von Farbe, Prozess und Raum sowie mit Intermedialität, Materialität und der Rolle der Betrachter*innen-Positionen. Mich beschäftigt dabei insbesondere der performative Kontext des Alltäglichen, des Öffentlichen und Privaten sowie interkulturelle Aspekte.

Name der Lehrenden – Name of Teacher
Carolina Perez Pallares

Veranstaltungsart und –methodik – Teaching and working methods
Übung/ Für malerische und graphische Praxis

Verwendbarkeit
Kunst (Lehramt): Künstlerische Praxis/Modul Atelier 2 - 3
Kunstpädagogik (Diplom): Künstlerische Praxis

Zugangsvoraussetzung - Prerequisites
Keine

Umfang in SWS
3 SWS

Anmeldung
Anmeldung über klasseninterne Online-Liste

Häufigkeit, Dauer und Termin / Ort des Angebots
Mittwoch, 12:30-14:30 Uhr
Hermes, 4. Etage, 2. Etage oder nach Absprache

Beginn: 14. Oktober. 2026