Spiel- und Lerndesign / Studienarbeit 1.J.

Aus Luft und Wind Drachen und Flugkörper

Drachen sind eines der ältesten Flugobjekte der Menschheit – über 2.000 Jahre alt, gleichzeitig Spielzeug, Werkzeug, Skulptur und kulturelles Symbol. In dieser Fachaufgabe nähern wir uns dem Drachen als künstlerisches Medium: ein Objekt, das nur dann ganz es selbst ist, wenn es vom Boden abhebt.

In zwei Wochen haben die Teilnehmenden ihren eigenen Flugkörper entworfen, gebaut und geflogen. Wir haben uns mit historischen und zeitgenössischen Künstler*innen beschäftigt, die den Drachen als Form gewählt haben – von Tsutomu Hiroi und Tomás Saraceno über die japanischen Magoji-Drachen aus Bambus und Washi-Papier bis zu Anna Rubins raumgreifenden Kunstinstallationen am Himmel. Es ging um Material, Konstruktion und Aerodynamik – aber auch um die poetische, politische und wissenschaftliche Frage, warum Menschen seit Jahrtausenden etwas in den Himmel bringen wollen.

Ein besonderer Moment war der Artist Talk mit Kirsten Sauer und der Besuch von Heinrich Hohmann, dieser führte seine eigenen Drachen vor und gab den Studierenden Tipps mit konkretem Feedback zu Aerodynamik und Konstruktion der einzelnen Modelle. Er brachte zudem seine Sammlung historischer Drachen aus aller Welt mit und zeigte daran die Unterschiede in Bauweisen und Materialien.

Die Fachaufgabe richtete sich an alle, die Lust hatten, ein dreidimensionales Objekt zu entwerfen, das mit Wind, Schwerkraft und Bewegung arbeitet. Denn beim Bau eines Drachens wird nicht nur ein Objekt entworfen, sondern ein System, das mit der nutzenden Person und ihrer Umgebung in Dialog tritt – eine Form des Spiels mit Luft, Material und Bewegung. Diese Perspektive hat uns durch die zwei Wochen begleitet.

Zum Abschluss haben wir unsere Flugtests auf der Peißnitz gemacht – und dabei wirklich gespürt, wie schön es ist, wenn ein Objekt abhebt.

Ein Tag mit dem Drachenbauer Heinrich Hohmann

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Erster Flugtest auf der Peißnitzinsel

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