Hauptstudienabschluss "Hyper(t)raum"
von Sophie Heinisch, 2026

Hauptstudienabschluss "Hyper(t)raum"
von Sophie Heinisch, 2026











Hyper(t)raum
Sophie Heinisch
Hauptstudienabschluss 2026
Rauminstallation: Archivprints hinter Folie, Glas, medizinisches Verbrauchsmaterial, Fundstücke, Folienmembran und Lichtinstallation
Was geschieht mit der Wahrnehmung, wenn der Raum zu einer Art Vakuum wird? Basierend auf dem Begriff der französischen Schriftstellerin Hélène Cixous werden im „Hypertraum“ jene Zwischenzustände erkundet, in denen die Grenzen zwischen Erinnern, Traum und Realität verschwimmen.
Ausgangspunkt ist die Erfahrung der totalen Isolation: ein Krankenzimmer hinter doppeltem Glas und schützenden Folien. Fast alles, was hineingelangt, darf nicht wieder raus. Durch Folien hindurch fotografiert wird das Unfassbare des (Über-)Lebens umkreist – ein Zustand geschärfter Wachsamkeit, in dem das Gefühlte realer erscheint als die Wirklichkeit selbst.
Der Ausstellungsraum wird zum Hyperraum – gleichzeitig Krankenhaus, Atelier und Archiv. Es formen sich Bilder und bewusst austarierte Anordnungen, die sich zwischen präziser Schärfe und verschwommener Realität bewegen.
In diesem Hypertraum wird der begrenzte Handlungsspielraum zum Labor: Beobachten, Warten und das immer neue Ordnen der Dinge werden zu existenziellen Akten. Es entsteht ein „lebendiges und zugleich sterbendes Gewebe“ aus Objekten und Erfahrungen.