Masterthesis (MA)

How (not) to stumble

Stolpern im Design

Was passiert, wenn wir das Stolpern im Design nicht als Fehler verbergen, sondern als Chance begreifen? Unter Stolpern werden unbewusstes und bewusstes Gestalten, Abzweigungen, Kontrollverlust oder Momente des Stockens verstanden. Die Publikation How (not) to stumble – Stolpern im Design erforscht dieses Phänomen im Kommunikationsdesign. Durch Gespräche mit Gestalter:innen, Tagebücher, Workshopkonzepte und Begriffssammlungen wird der Umgang mit dem Stolpern neu verhandelt.

Was passiert, wenn wir das Stolpern im Design nicht als Fehler verbergen, sondern als Chance begreifen? Die Publikation How (not) to stumble – Stolpern im Design widmet sich genau dieser zentralen Frage im Bereich des Kommunikationsdesigns. Der Begriff des Stolperns steht hierbei für ein vielschichtiges Phänomen. Es umfasst sowohl bewusstes als auch unbewusstes Gestalten, unerwartete Abzweigungen, Momente des Stockens sowie den bewussten Zulass von Kontrollverlust. Im harten Begriff des „Fehlers“ schwingt oft das Stigma des Scheiterns mit. Das Stolpern hingegen öffnet Räume für Irritation, das Aushebeln etablierter Regeln und das Entdecken neuer, ungeahnter Gestaltungsmöglichkeiten im gesamten Arbeitsprozess. Ausgehend von der eigenen Praxis an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle untersucht das Projekt, wie solche Momente sichtbar, besprechbar und nutzbar gemacht werden können. Das Ziel ist es keineswegs, nur glatte und perfekte Ergebnisse zu präsentieren. Im Vordergrund steht die intensive Auseinandersetzung mit den individuellen Erfahrungen, Haltungen und Erkenntnissen, die sich während des eigentlichen Gestaltens herausbilden. Die Publikation vereint eine Vielfalt an Formaten und Perspektiven. In aufschlussreichen Gesprächen mit Gestalter:innen aus der Praxis werden unterschiedliche Arbeitsweisen und persönliche Einstellungen zu Unsicherheiten beleuchtet. Persönliche Tagebucheinträge und Erinnerungsprotokolle halten den eigenen Designprozess ehrlich und nahbar fest. Zudem schafft ein speziell entwickeltes Workshopkonzept Lernräume für Studierende, um frei von gesellschaftlichem Druck und Erwartungen zu experimentieren. How (not) to stumble – Stolpern im Design versteht sich zugleich als Werkzeug zur Reflexion, als vielschichtige Dokumentation und als Einladung zum gemeinsamen Austausch.