Masterthesis (MA)

Isa Schreiber // Master Thesis SoSe 2022

Prozesshafte Ästhetiken – Produktionsbedingte Ästhetiken in der Porzellanherstellung

Prozesshafte Ästhetiken von Isa Schreiber // Master Thesis SoSe 2022

Prozesshafte Ästhetiken
Produktionsbedingte Ästhetiken in der Porzellanherstellung
von Isa Schreiber 
Master Thesis SoSe 2022

In der Masterarbeit prozesshafte Ästhetiken wurden traditionelle Herstellungsverfahren für Porzellan in Frage gestellt und experimentell modifiziert. Daraus inspiriert entstand ein Verfahren, welches einen Glasur- oder Porzellanschlickerauftrag in die Gießform nutzt, um mit dem anschließenden Vollgussverfahren die Schicht in der Gipsform auf das Porzellanobjekt zu übertragen. Die Gestaltung des Arbeitsablaufes und der Arbeitsumgebung des selbst entworfenen Beschichteten Vollgussverfahrens stand in der Masterarbeit im Mittelpunkt. Seine Vorteile und Bedingungen wurden definiert, um das Verfahren im manufakturellen Kontext zu verorten. 

Mit dem Beschichtete Vollgussverfahren können drei neuartige Oberflächenästhetiken während der Formgebung auf Porzellanobjekte übertragen werden: die Schichtungen, der Fingerprint und die Intarsie. Das Zusammenbringen von Glasur und Porzellanschlicker als prozessualer Eingriff erfordert eine ganz neue Betrachtung des Gewohnten, erlaubt aber das direkte Glattbrennen des Porzellans bei 1280°C. 

Die Arbeit befasste sich mit den Potentialen innerhalb der Porzellanherstellung und der Entdeckung dieser. Sie entstand aus der Überzeugung heraus, dass experimentelle Ansätze und das Hinterfragen von Prozessen zu neuen, spannenden Erscheinungsbildern im Porzellan führen können. 
 

Processual Aesthetics
process-related phenomena in porcelain production methods 

In the master's thesis, traditional processes for porcelain were questioned and modified experimentally. Inspired by this, a process was developed that uses a glaze or slip application into the casting mold. With this designed process, three novel surface aesthetics can be applied to porcelain during the molding process. The bringing together of glaze and porcelain slip as a procedural intervention requires a completely new approach to the familiar, but allows the high firing of the porcelain at 1280°C.