Gruppenarbeit

PROZESS: Guest Lectures

12 October 2021 
Gestaltung forscht: Symposium zum Potenzial von Designforschung für Gestalter*innen

Fragen zur Bedeutung von Forschung im Design, zu ihrem Selbstverständnis und ihren Methoden wurden aus verschiedenen Perspektiven diskutiert. In drei Vorträgen stellten Experten ihre Sichtweise zu diesem Thema im Rahmen des digitalen Diskurses vor, der von Rita Rentzsch, Professorin für Innenarchitektur an der BURG, initiiert wurde. Stephan Ott und Jessica Kreijci vom Institut für Designforschung und -anwendung (IfDRA) sprachen mit Expert*innen aus Unternehmen, Hochschulen und Designagenturen und befragten sie zu ihrem Verständnis von Designforschung, um verschiedene Definitionen, Methoden und Perspektiven zum allgemeinen Potenzial von Designstudien zu finden. Anschließend reflektierten Anita Kaspar und Fynn-Morten Heyer von der Kooperative für Darstellungspolitik anhand einer Auswahl ihrer Projekte über ihre Forschungsmethoden. Anschließend befasste sich Dr. Bianca Herold vom Design Research Lab der UdK in Berlin mit den transdisziplinären Prozessen, in denen Akteure aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam neue Formen der Wissensproduktion generieren. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Fragen der sozialen und digitalen Partizipation und die Rolle der Designstudien im Kontext der digitalen Transformation.

 

13 October 2021
Sunanda Sharma, PhD candidate in the Mediated Matter Group at the MIT Media Lab

Sunanda Sharma war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Mediated Matter-Gruppe, nachdem sie 2016 ihr Biologiestudium mit Schwerpunkt Psychologie und einen Master-Abschluss in Medienkunst und -wissenschaften am MIT abgeschlossen hatte. Ihre Forschung konzentriert sich auf funktionelle Pigmente, die aus Bakterien, Pilzen und sogar Federn gewonnen werden können. Sie untersuchte melaninproduzierende Bakterien, die mit chemischen Signalen interagieren, und druckte sie in 3D zu einem Hydrogel. Darüber hinaus arbeitete sie mit der NASA zusammen und schickte kürzlich Petrischalen mit strahlenresistenten und Melanin produzierenden Pilzen ins All, um mehr über deren Potenziale zu erfahren. Außerdem erstellte sie ihre eigene Datenbank namens color.bio, in der pigmentproduzierende Lebewesen anhand der gewünschten Farbe ausgewählt werden können. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Frage, wie wir Menschen Empathie für Mikroorganismen entwickeln können. Kann Farbe vielleicht einen Weg zur Empathie weisen?