Exkursion

Exkursion der Studiengruppe „Spielraum Festival" Sommersemester 2026

Vom 30. März bis 1. April 2026 besuchte die Studiengruppe „Spielraum Festival" verschiedene Akteur*innen in Leipzig und Halle, um Impulse für die eigene Projektarbeit zu sammeln – zwischen zirkulärem Design, Festivalkultur und Gestaltung im öffentlichen Raum.

Tag 1 – Leipzig

Erste Station war das Materialbuffet in Leipzig – ein gemeinnütziger Secondhand-Baumarkt, der ausrangierte Baumaterialien von Unternehmen, Kultureinrichtungen und Privatpersonen vor der Entsorgung rettet und zu fairen Preisen zurück in den Kreislauf bringt. Mitbegründer und Geschäftsführer Timon gab der Gruppe einen Vortrag über zirkuläres Design und teilte die Vision des Materialbuffets sowie die Pläne für die Zukunft. Das Sortiment hat die gesamte Gruppe begeistert und ist eine klare Empfehlung für alle Studierenden, die günstig und nachhaltig an vielfältige Materialien kommen möchten.

Zum Mittagessen ging es in die fabelhafte Kantine des Tapetenwerks, zu Rocky Maria. Das Tapetenwerk ist ein Kreativareal auf dem Gelände einer ehemaligen Tapetenfabrik in Leipzig-Lindenau, in dem rund 60 Firmen aus Kunst, Design, Architektur und Handwerk arbeiten. Nach der Stärkung erhielt die Gruppe eine kurze Führung über das Areal.

Anschließend besuchten wir das Büro unserer Mitarbeiterin Delphine Bishop im Tapetenwerk. Delphine stellte ihre Arbeit „Pylon – Tools for Therapy" vor und gab damit den Einstieg in das gemeinsame Projekt.

Tag 2 – Halle

Am zweiten Tag ging es direkt weiter in die Station Endlos in Halle, wo Lydia Bökelmann uns das ehemalige Kultur und Festivalareal zeigte. Im anschließenden Workshop wurden aus Restmaterialien der angegliederten Werkstatt und des Materiallagers kleine erste Ideen im Modell erarbeitet.

Tag 3 – Leipzig

Am letzten Exkursionstag besuchten wir die Glasfabrik in Leipzig – ein ehemaliges Industriegebäude, das heute als Werkstatt- und Atelierstandort für kreative Projekte genutzt wird. Dort führte uns Marvin Schwark vom Kollektiv +X über das Gelände und zeigte die Werkstatt sowie aktuelle Arbeiten. Kollektiv +X ist ein interdisziplinärer Verein an der Schnittstelle von Kunst, Raumplanung, Design und sozialer Arbeit, der mit urbanen Interventionen den öffentlichen Raum als Bühne für eine lebendige Stadtkultur begreift.

Nach einer erneuten Kräftigung bei Rocky Maria besuchten wir das Designbüro Ungestalt im Tapetenwerk. Geschäftsführer Ivo Zibulla nahm sich sehr viel Zeit für die Studierenden und zeigte Beispiele von Spiel- und Lernstationen im öffentlichen Raum – ein wertvoller Einblick in die Praxis der Ausstellungsgestaltung und Wissensvermittlung.

Zum Abschluss der Exkursion konnte noch die Installation „Labyrinth" von Olaf Nicolai im Garten der GfZK (Galerie für Zeitgenössische Kunst) besucht werden – eine ikonische Skulptur aus grünen Plastikbesen der Pariser Stadtreinigung, die seit 1998 dort steht und 2025 in einer nachhaltig überarbeiteten Version wiedereröffnet wurde.