Aus Luft und Wind
Drachen und Flugkörper
Drachen sind eines der ältesten Flugobjekte der Menschheit – über 2.000 Jahre alt, gleichzeitig Spielzeug, Werkzeug, Skulptur und kulturelles Symbol. In dieser Fachaufgabe nähern wir uns dem Drachen als künstlerisches Medium: ein Objekt, das nur dann ganz es selbst ist, wenn es vom Boden abhebt.
In zwei Wochen entwerfen, bauen und fliegen die Teilnehmenden ihren eigenen Flugkörper. Wir beschäftigen uns mit historischen und zeitgenössischen Künstler*innen, die den Drachen als Form gewählt haben – von Anke Sauer und Tomás Saraceno über die japanischen Magoji-Drachen aus Bambus und Washi-Papier von Tsutomu Hiroi bis zu Anna Rubins raumgreifenden Kunstinstallationen am Himmel. Es geht um Material, Konstruktion, Aerodynamik – aber auch um die poetische, politische und wissenschaftliche Frage, warum Menschen seit Jahrtausenden etwas in den Himmel bringen wollen.
Die Fachaufgabe richtet sich an alle, die Lust haben, ein dreidimensionales Objekt zu entwerfen, das mit Wind, Schwerkraft und Bewegung arbeitet. Denn beim Bau eines Drachens wird nicht nur ein Objekt entworfen, sondern ein System, das mit der nutzenden Person und ihrer Umgebung in Dialog tritt. Eine Form des Spiels mit Luft, Material und Bewegung. Diese Perspektive begleitet uns durch die zwei Wochen.
- Auseinandersetzung mit dem Drachen als kulturelles und künstlerisches Objekt
- Grundlagen von Aerodynamik, Konstruktion und Materialkunde
- Entwurfsprozess: von der Skizze zum funktionierenden Objekt
- Umsetzung eines eigenen, flugfähigen dreidimensionalen Objekts
- Präsentation und Dokumentation im öffentlichen Raum






















