Lehrangebot

Perspekiven im Narrativen und Sensuellen Design / Burgerinnerungen

Burgerinnerungen

In diesem Workshop gilt es einen Schlüsselanhänger der besonderen Art zu entwerfen. Denn dieses kleine aber feine „Anhängsel“ soll nicht etwa nur an Ihrem Schlüsselbund eine gute Figur machen, sondern Sie künftig auch an einige bereichernde Momente in Ihrer Burg-Studienzeit erinnern.

Und so gilt es, sich zunächst einmal intensiv Gedanken über die vergangenen Jahre und guten Erlebnisse an der Burg zu machen und diese schriftlich festzuhalten. 

Wie nehmen Sie Ihr Studium an der Burg bisher wahr? 

Sind Ihnen etwa bestimmte menschliche Begegnungen, spannende Semesterprojekte, Erfahrungen, skurrile Situationen, Gegenstände, Stimmungen, Farben, Gerüche, Geschmäcker, Geräusche/Klänge etc. in besonderer Erinnerung geblieben und sind es diese womöglich einmal wert, festgehalten und verdinglicht zu werden? 

Im Anschluss an diese Überlegungen soll eine entsprechende Form dafür gefunden werden, die Ihre Eindrücke durch Ihre Gestalt(ung) prägnant auszudrücken vermag und ein einprägsames Burg-Andenken für Sie persönlich darstellt.

Am Ende kommen alle Ihre kleinen „Souvenirs“ an Ihre Schlüsselbunde und werden an einem speziellen Burg-Schlüsselbrett, das von der ganzen Gruppe extra entworfen wird, präsentiert und vorgestellt.

 

 

Memorabilia

„Memorabilia (lat. memorabilis = denkwürdig; pl. Memorabilia) sind Gegenstände, die der Mensch aufbewahrt da sie einen sentimentalen Wert in sich tragen. Sie erfüllen eine mentale Funktion, die eng mit nostalgischen Emotionen verbunden ist und dienen Personen, sich Lebensereignisse ins Gedächtnis zu rufen und zu erhalten. Da Memorabilia Menschen helfen, sich an positive Ereignisse aus der Vergangenheit zu erinnern, können sie einen hohen emotionalen Stellenwert für sie einnehmen.

Beziehungen und Lebensereignisse

Auf diese Art aufgerufene Erinnerungen konzentrieren sich nicht nur auf enge Beziehungen (z. B. Familie, Partnerschaften, Freunde), sondern auch auf bedeutsame oder atypische Lebensereignisse wie z. B. Ferien, Hochzeiten, Treffen und kulturelle „Life-Script-Veranstaltungen“, die andere Personen mit einschließen (wie z. B. Thanksgiving, Sonntagsessen, Abitur).[9] Materielle Dinge können eine narrativ-autobiografische Rolle spielen, um Erfahrungen und Erinnerungen zu speichern und zu strukturieren.[10] Hierdurch werden sie zu Andenken, bzw. Instrumenten, mit welchen sich an Vergangenes erinnert werden kann und eine Identität formen lassen kann.[11] Die Erinnerungen stehen oft mit positiven Erlebnissen in Verbindung, die eine Person in der Vergangenheit erfuhr. Demzufolge können durch die Verwendung von Memorabilia negative Emotionen wie Einsamkeit durch diese positiven Erfahrungen verringert werden.[12]

Ausgelöst werden solche Erinnerungen durch eine Reihe von Variablen, welche an ein Objekt geknüpft sein können, oder durch dieses verstärkt werden:[13]“

de.wikipedia.org

 

Literaturliste:

- Der Souvenir: Erinnerung in Dingen von der Reliquie zum Andenken, Birgitt Glabowski

- Souvenir, Christoph Nieman

- Von Mini-Händeln, heiligen Nasen und anderen Kuriositäten: eine Reise in die Welt der Andenken, Caroline Gärtner

- Souvenirs und Devotionalien: Zeugnisse des geschäftlichen, religiösen und kulturellen Tourismus im antiken Römerreich, Ernst Künzl

- Weimar Design Souvenir 1999: ein Projekt der Bauhaus-Universität Weimar mit der Weimar 1999-Kulturstadt Europas GmbH, Hrsg. Axel Kufus

- Wa(h)re Kunst, Der Museumsshop als Wunderkammer, theoretische Objekte, Fakes und Souvenirs, Hrsg. Gottfried Fliedl, Ulrich Giersch, Martin Sturm, Rainer Zendron

- Souvenir - Artikel, die weh tun, Arte Beitrag: https://www.arte.tv/de/videos/110955-022-A/flick-flack/