cloning objects (2016)
How can an object control its own reproduction?
Cloning Objects presents an alternative scenario in which a collection of products are each embedded with all of the information needed for their own reproduction. Scanning the object with a software interface allows a user to “inspect” the components of an object, revealing files for reproduction with digital fabrication, schematics for electronic components, and the source-code for any software used to control the object. The autonomous objects and their components are made accessible on an individual level, and can be freely shared, modified, and redistributed.
Cloning objects is a collaboration between Jesse Howard, Leonardo Amico, Tilen Sepič, and Thibault Brevet. It is an extension of the Hacking Households project originally presented at BIO 50 in 2014.
baubüro in situ – Die Schönheit des Gebrauchten (2023)
Serie Nachhaltige Architektur | arte
Ein Film von Ralf Breier und Claudia Kuhland
Bauteile wiederverwenden, bestehende Gebäude umbauen, CO2 sparen, dafür steht das Baubüro in Situ. Mit dem K118 liefern sie ein neues, einzigartiges Gebäude in zirkulärer Bauweise. Die Schweizer Pioniere für klimafreundliches Bauen setzen kreative Impulse gegen die Verschwendung in der Bauwirtschaft, die immer noch für 40% des weltweiten CO2 Ausstoßes verantwortlich ist.
Das Baseler Baubüro in Situ hat sich auf Umnutzungen, Renovierungen und Bauten aus Gebrauchtem spezialisiert. Dabei arbeiten die Mitarbeiter vor Ort und legen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Wertschätzung von bereits geleisteter Arbeit. Mit großer Meisterschaft setzen sie gebrauchte Bauteile ein und entwickeln daraus modernes Design.
Lacaton & Vassal – Niemals abreißen (2023)
Serie Nachhaltige Architektur | arte
Ein Film von Ralf Breier und Claudia Kuhland
Gebäude, Umwelt und Menschen mit Rücksicht zu behandeln – das ist das Herz der Baukunst von Lacaton und Vassal. Sie gestalten eine neue Ästhetik, mit mehr Raum für weniger Geld. Die mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Pioniere nachhaltiger Architektur zeigen, dass Umbau innovativer als Neubau sein kann. Ein Vorbild gerade in Zeiten der Klimakrise.
Lacaton und Vassal setzen auf minimale Eingriffe in den Bestand und möglichst geringe Nutzung von Material um mehr Raum zu schaffen. Bestehendes wird transformiert, ihre Devise lautet: niemals etwas abzureißen. So verwandelten sie den Pariser Palais de Tokio in das größte Ausstellungsgebäude Europas, erweiterten für den Abriss vorgesehene Sozialbauten in Bordeaux zu lichtdurchfluteten Wohlfühloasen, oder schufen für eine Kathedrale der Werftarbeit in Dunquerque einen Zwillingsbau, in dem jetzt das FRAC Pas de Calais Kunst ausstellt. Beeinflusst vom sparsamen Umgang mit Material, Licht und Natur in Afrika, wo sie einige Jahren verbracht haben, setzten sie bioklimatisches Bauen, auf Wintergärten und Schiebefenster, um Raum und Licht zu schaffen. Lacaton und Vassal sind überzeugt, dass urbane Qualität durch das Schaffen von Freiräumen und Vielfalt gelingen kann, ihre Architektur erlaubt individuelle Improvisation und macht die Nutzer zum Mittelpunkt ihrer Wohnungen. Mit ihrem radikalen Ansatz, der auf Klarheit, Einfachheit und Wirtschaftlichkeit abzielt, schärfen Lacaton und Vassal die Wahrnehmung für das Vorhandene, stellen das menschliche Leben in den Mittelpunkt und setzen neue Maßstäbe in der nachhaltigen Architektur.
Brandlhuber – Bestand und Beton (2021)
Serie Nachhaltige Architektur | arte
Ein Film von Ralf Breier und Claudia Kuhland
Ob aus Abbruchstein oder Stroh, ob Öko-Hightech oder Materialminimalismus – die spannendsten Entwicklungen in der Architektur spielen sich heute jenseits von schillernden Protzbauten ab: Nachhaltiges Bauen ist ökologisch, zukunftsweisend und schön. Die Reihe zeigt ganz unterschiedliche Arbeiten international renommierter Architekten, denen allen es bei ihren Bauten um Anmut und Menschlichkeit geht. Nachhaltigkeit radikal begreifen, fantasievoll umsetzen und mit einem Bestand arbeiten, den andere für unbrauchbar halten, dafür steht der Architekt Arno Brandlhuber. Bei all seinen Arbeiten bedenkt er die gesamte Energiebilanz, vom ersten investierten Euro bis zur letzten eingesparten Dämmplatte.
Stroh – Natur und Hightech (2018)
Serie Nachhaltige Architektur | arte
Ein Film von Ralf Breier und Claudia Kuhland
Architektur aus Strohballen erlebt einen Boom und im Osten Frankreichs finden sich besonders ambitionierte Architekten und Bauherren dafür. Dort steht das erste öffentliche Strohgebäude Frankreichs, dort überrascht das höchste Strohhaus der Welt, ein achtstöckiger Sozialbau und dort wurde jüngst die erste Kirche aus Stroh eingeweiht. Dabei überzeugen Gebäude aus Stroh nicht nur durch unschlagbare Umweltwerte, hohen Wohnkomfort und Energiesparen. Sie entwickeln auch zunehmend ihre eigene oft originelle Architektursprache, in der Natur und Hightech zusammenkommen.
Wo landet unser Elektroschrott (arte, 2022)
Wissen Sie, wo ihr altes Telefon und ihr Tablet gelandet sind, nachdem sie es entsorgt haben? Wo sind all die kaputten Computer und Fernseher? Lernen Sie Menschen und Unternehmen kennen, die sich Gedanken über den Technologiekonsum der Zukunft machen.
Re_ Second Hand als erste Wahl
Zweites Leben für alte Sachen (arte, 2022)
Second-Hand-Kleidung ist in Mode, Repaircafés liegen im Trend. Viele Menschen denken um. Dinge wiederzuverwenden statt wegzuwerfen spart Ressourcen und schont die Umwelt. Allein in deutschen Haushalten liegen ungenutzte Sachen im Wert von 53 Milliarden Euro herum. Zeit, sich von Überflüssigem zu trennen und ihnen neues Leben zu schenken.
Schatzsuche im Schrott
Elektromüll vermeiden und recyceln (arte, 2023)
Handy kaputt oder Laptop veraltet: Weniger als ein Fünftel unseres Elektroschrotts wird ordentlich recycelt. Große Mengen an wertvollen Rohstoffen gehen dadurch verloren.
Plastik – Die Recycling-Lüge (NDR, 2023)
In den letzten Jahren hat sich die Plastikkrise verschärft. Bilder von verendeten Tieren und verschmutzten Ozeanen gehen um die Welt. Die Verpackungsindustrie meint, eine Lösung für das Problem zu haben: Recycling. Auf immer mehr Flaschen, Schachteln und Tüten findet sich der Aufdruck „100 Prozent recycelbar“. Aber wenn Recycling wirklich die Lösung ist, warum wird dann heute mehr Neuplastik produziert als je zuvor? Könnte Recycling in Wahrheit nichts weiter als „Greenwashing“ sein?
arch+ 250: The Great Repair – Politiken der Reparaturgesellschaft (2023)
ARCH+ 250: Das kapitalistische Wirtschaftssystem mit seiner Betonung von Innovation, Wachstum und Fortschritt, seinem auf Verbrauch, Vernutzung und Verschwendung basierenden Logik hat zu einer rücksichtslosen Ausbeutung von Mensch und Natur geführt. Die Architektur hat daran keinen geringen Anteil, wie die Statistiken zu Treibhausgasemissionen und Bau- und Abbruchabfällen beweisen. Das Projekt The Great Repair setzt als Gegenstrategie zur kreativen Zerstörung des Kapitalismus auf einen reparativen Ansatz, in dem Pflege, Wartung und Reparatur die zentralen Handlungsstrategien werden.
Mehr unter archplus.net/ausgabe/250
arch+ 252: Open for Maintenance – Wegen Umbau geöffnet
Open for Maintenance ist keine Ausstellung. Es ist ein Handlungsansatz für eine Baukultur jenseits der vorherrschenden Ausbeutung von Ressourcen und Menschen. Im Fokus stehen gebrauchte Materialien von über 40 verschiedenen Länderpavillons der Kunstbiennale 2022 sowie ein breites Netzwerk venezianischer und deutscher Initiativen. Durch den behutsamen Umgang mit dem, was bereits materiell, sozial und urban vorhanden ist, macht der Deutsche Pavillon Prozesse der räumlichen und sozialen Sorgearbeit sichtbar, die normalerweise dem Blick der Öffentlichkeit entzogen sind.
Open for Maintenance ist eine Instandbesetzung des Deutschen Pavillons „as found“, das heißt samt der Arbeit Relocating a Structure der Künstlerin Maria Eichhorn für die Kunstbiennale 2022. Kunst- und Architekturbiennale werden auf diese Weise erstmals räumlich und programmatisch miteinander verwoben. Die neuen baulichen Eingriffe orientieren sich an lokalen Bedarfen und umfassen eine inklusive Rampe, einen ökologischen und diskriminierungsfreien Sanitärraum, einen Versammlungsraum, eine Tee küche, ein Materialdepot und eine Werkstatt. Die Interventionen bestehen aus dem gesammelten Material der Kunstbiennale 2022 und greifen neben der Ressourcenfrage auch Themen der gesellschaftlichen und räumlichen Inklusion auf.
Mehr unter archplus.net/ausgabe/252
arch+ 253: The Great Repair – Praktiken der Reparatur
The Great Repair ist ein Oxymoron. Im Titel treffen zwei scheinbar gegensätzliche Prinzipien aufeinander: Die revolutionäre Ambition des radikalen Systemwechsels, ein Wesensmerkmal großer Lösungen, kollidiert mit dem evolutionären Akt der Reparatur. Denn trotz aller berechtigter (postmoderner) Skepsis gegenüber der Revolution als Denkfigur des Bruches dürfen wir den Anspruch auf tiefgreifende Veränderungen nicht aufgeben.
Mehr unter archplus.net/ausgabe/253