Gruppenarbeit

Strickstücke

Strickstücke

 

Jeder hat seinen Lieblingspullover, trägt stylische Mützen und dicke Wollsocken machen viele wieder selber. Gestrick ist weich, elastisch, anschmiegsam und wärmend, manchmal auch kratzig oder ausgeleiert. Aber Stricken kann noch so viel mehr sein: Mit nur einem einzigen Faden kann man ganze Dinge modellieren, vom Fingerhandschuh bis zum Flugzeugflügel. Die Produkt entsteht durch das ausgeklügelte Zusammenspiel von Masche, Material, Form und Farbe, wesentlich sind Haptik, Funktion und Ästhetik. Die mögliche Dreidimensionalität steht im Mittelpunkt der entstehenden Strickobjekte. Aus der Fläche in die Form, aus dem programmierten Code ins Material, aus der Kombination von allem in die Funktion. 

Der Start ins Projekt war zunächst technologisch. Alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu Stricken wurden explorativ ausprobiert: Grob-, Mittel-, Feinstricker mit allem erdenklichen Zubehör unserer Werkstatt wie Intarsienschlitten oder Lochkarten oder Jacquardstrick mit DesignAKnit. Im EscheLab in Limbach-Oberfrohna konnten wir im Rahmen von Chemnitz 2025 das EscheLab mit interessanten Maschinen und der neuen Kniterate nutzen, im Stfi in Chemnitz wurden Versuche an einer Stollmaschine realisiert. Der Fokus der Versuche lag auf der Dreidimensionalität des Gestricks, 

Für die individuellen Projekte ist der menschliche Körper formgebend, wobei es nicht um ein ganzes Kleidungsstück ging, sondern um Abformungen von Körperteilen oder Accessoires, die auf den Körper Bezug nehmen. Allerdings musste der Körper nicht unbedingt der menschliche sein, auch Tiere, Puppen, Skulpturen, etc. konnten bestrickt werden. Vorversuche fanden und Halle statt, größere Teile wurden in Limbach-Oberfrohna und Chemnitz realisiert. Hierbei ging es neben dem Stricken der Entwürfe auch um das Arbeiten im Netzwerk – vieles lässt sich nur durch Zusammenarbeit mit Professionals für die Programmierung und Umsetzung realisieren.