2D Zeichnen und bildnerisches Gestalten

Teil der Grundlagen

Setze einen Punkt. Folge einer Linie. Eine Linie ist die Spur einer Bewegung – oder der Horizont, der in die Weite verweist. Zwei Linien erzeugen einen Raum. Es entsteht Fläche. Ein Format ist eine Entscheidung, eine grafische Struktur lässt eine Oberfläche erspüren, ein Klecks kann ein Versehen sein und gleichzeitig der Attraktionspunkt für das Auge des Betrachters.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Erforschen, Experimentieren, der Wahrnehmungsschulung und der Beobachtung deiner Umgebung. Der Fokus wechselt von der Anmutung einer Situation bis hin zu kleinsten Details und zurück, wobei der Dialog zwischen sehendem Auge und zeichnender Hand spürbar wird – und trainiert. Zeitgenössische Positionen und Werke aus der Kunstgeschichte inspirieren und veranschaulichen grundlegende gestalterische Gesetzmäßigkeiten. Die Stadt Halle, der botanische Garten und das Landesmuseum für Vorgeschichte bieten komplexe Situationen, auf die vielfältigst reagiert werden kann. Exkursionen in europäische Metropolen machen das handschriftliche Sammeln in Skizzenbüchern selbstverständlich.

Geschult wird der Austausch, das Sprechen über eigene und andere Werke und die Arbeit in der Gruppe bildet die Grundlage für Anregung und Auseinandersetzung mit der eigenen Motivation. Thematische Konfrontationen führen zu unterschiedlichsten Bildlösungen und persönlichen Bildsprachen. Aus seriellen Prozessen können bis hin zu filmische Arbeiten entstehen, die die erzählerische und zeitbasierte Wahrnehmung von Bildern reflektieren.