Lehrangebot

3D — Pl(a)ywood, 12. SW Sommersemester 26

Hacken, Sampeln, Experimentieren mit Formholz

In dieser Woche werden die Möglichkeiten und Potenziale der Herstellung dreidimensionaler Formen und Strukturen aus Formholz im improvisierten Schalungsbau untersucht.
Ausgangspunkt ist 1 mm starkes Buchenschälfurnier – Restmaterial aus der Möbelindustrie, das einen freien und offenen Zugang zum Experiment ermöglicht. Über das prozesshafte, explorative Arbeiten werden die flächigen Holzbögen in dreidimensionale Objekten und Strukturen überführt. Dabei darf gehackt, gesampelt und experimentiert werden. Üblicherweise werden Formteile aus Furnierschichten zum Beispiel zur Herstellung von Schalen, Sitzen, Stuhllehnen gepresst. Um die geometrischen Möglichkeiten, aber auch die verfahrensbedingten Grenzen dieser Technik besser zu verstehen, wird zunächst mit Handproben aus Pappe,
Papier und Furnier gearbeitet. Diese dienen dazu, grundlegende Prinzipien der Formgebung und Verformung anschaulich zu erproben.
Der Fokus der Woche liegt auf dem improvisierten und experimentellen Arbeiten mit den vorhandenen Mitteln und der formalen Auseinandersetzung der daraus resultierenden Möglichkeiten.
Ziel ist es, 3D-Verformungen mithilfe verschiedener, uns zur Verfügung stehenden Form- und Presstechniken, etwa mit der Vakuumheißpresse, Vakuumsäcken oder durch Formverleimungen mit Anlagen und Klemmen – zu erproben und ästhetisch über Formen, Varianten, Strukturen und Anordnungen zu untersuchen.
Dabei können auch bereits vorhandene Schalungsteile aus der Werkstatt genutzt werden, in Ausschnitten verwendet oder für Formreihungen und Anordnungen im Sinne eines Samplings einge-
setzt werden.


Voraussetzung für die Teilnahme an der Kompaktwoche ist eine aktuelle Werkstattauffrischung - Quiz

Teilnehmendenzahl: max. 24.