Materialien mit ihren spezifischen Eigenschaften tragen Möglichkeiten und Grenzen bereits in sich. Sie lassen sich formen, kombinieren, manipulieren und in neue Zusammenhänge bringen. In der prozesshaften, explorativen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Materialqualitäten können strukturelle, formale und funktionale Potenziale ausgelotet werden.
Ausgangspunkt der Kompaktwoche sind Restabschnitte aus der Produktion von Baumwollgewirken. Die spezifischen Eigenschaften des Naturprodukts als Maschenware - weich, elastisch, flexibel, formbeständig und schmiegsam - sollen auf ihre Potentiale untersucht werden, indem sie mit anderen, konstruktiv wirksamen Materialien und Halbzeugen kombiniert werden. Dabei können Anschlüsse, Verbindungen und Übergänge ebenso wie analoge und digitale Bearbeitungstechniken erprobt werden. Wie kann das Material gespannt, verpresst, verbunden oder verformt, verstärkt, manipuliert werden?
Der große Spielraum zwischen Verfahren sowie Materialkombinationen soll genutzt werden, um ausführlich zu explorieren und um formale sowie funktionale Qualitäten zu untersuchen. Die Kompaktwoche bietet Raum, individuelle Wege im Prozess zu verfolgen. Ziel ist es, in der Gruppe ein geteiltes Wissen zu generieren, aus dem ein vielfältiges Repertoire an Materialverbindungen, Strukturen und konstruktiven Prinzipien gebildet werden kann.
Über das prozesshafte Erproben hinaus geht es um das Spekulieren über textile Strukturen: Welche Anwendungen können aus den Experimenten entstehen? Wie lassen sich die entwickelten Prinzipien in Formen, Objekten und Produkten oder räumliche und architektonische Elementen übertragen?
Voraussetzung für die Teilnahme an der Kompaktwoche ist eine gültige Werkstattbelehrung / Auffrischung Quizz der Zentralen Werkstätten
Maximalzahl Teilnehmende: 24












