Exit through the Flagship
Das Komplexe Gestalten Projekt im Sommersemester 26 baut auf dem Projekt xx auf - die kollektive Praxis erweitert sich, wird reflektiert und materialisiert. Ein Neueinstieg zum Sommersemester ist für alle möglich. Die neue Projektgruppe wird zu einem Label, das nach der Entwicklung einer experimentellen Show-Kollektion in die kommerzielle Abwandlung geht - Anliegen in kritische Produkte überträgt, die für andere tragbar und nutzbar werden. Dabei werden Strategien aus popkulturellen Kontexten betrachtet, z.B. Merch von Bands,
die kritische Anliegen ohne Verlust von Authentizität in geprinteten Shirts transportieren.
Gibt es eine Zukunft in der kollektiven Kraft im Modedesign-Studium? Die Projektgruppe reflektiert Prozesse und blickt in die Zukunft mit der Ausdruckskraft einer Publikation / Zine. Kleidungsstücke und Zine werden zur Werkschau Mode 26 verkauft. Der Projektgruppe wird ein Budget zur Verfügung gestellt, mit dem sie Materialkosten finanzieren. Die Gruppe definiert die Verkaufsziele und Preisspannen. Die Rückfinanzierung findet zur Werkschau Mode 26 statt. Falls ein Gewinn erzielt wird, kann ein Workshop oder Teilfinanzierung einer Studienreise ausgewählt werden.
Ablauf:
In einem ersten Workshop in der Einführungswoche überprüft Dana Elmi Sarabi die Anliegen der Projektgruppe, Texte werden formuliert. Weitere Kleidungsstücke können in den ersten beiden Normalwochen entwickelt werden. In der ersten Kompaktwoche wird Gast Verena Michels in einem einwöchigen Workshop in die kommerzielle Welt von Produktgruppen, Produktionsmechanismen sowie Budget-Kalkulationen einführen. Sie war langjährig als Produktionsleiterin für das Label BLESS in Berlin und Paris zuständig, und hat für ihr Label Weather Underground mit Produktionsstätten aus der Agrarkultur in Deutschland nachhaltige Produktionsketten aufgebaut.
Die experimentellen Entwürfe werden abgewandelt zu mehreren in Kleinserien produzierbaren Styles in Kleidungsstücken und Accessoires, mit Farb- und Materialvarianten. Die Studierenden-Gruppe präsentiert mehrere Entwürfe einer Fachjury aus Einkäufer*innen und Designer*innen in Berlin, gemeinsam werden Produkte für die Produktion ausgewählt. Danach teilt sich die Gruppe in drei weitere Departments auf, mit Ansprechpartnerinnen aus der Lehre:
Produktion & Sales (geleitet von Verena Michels)
Publication (geleitet von Prof. Evelyn Sitter)
Shop & Visual Merchandising (geleitet von Dana Elmi Sarabi)
Das Projekt findet kollaborativ zwischen Studierenden im Bachelor sowie im Master statt. Die Bewertungskriterien und der Umfang des Outputs unterscheiden sich wie folgt:
BA Modedesign
Im Entwurfsmodul werden die verschiedenen in den ersten beiden Jahren erlangten Kompetenzen zusammengeführt und an einer komplexen Aufgabenstellung angewendet. Ziel ist es, Entwurfsstrategien zu entwickeln, die auf fundierten Konzepten basieren und einen experimentellen, konstruktiven und gestalterisch durchdachten Beitrag im Modedesign leisten.
MA Conceptual Fashion Design
Im Master-Entwurfsmodul findet im Rahmen einer projektorientierten Auseinandersetzung eine individuelle Vertiefung statt. Hierfür werden künstlerisch-gestalterische Vorhaben mit forschungsbasierter Recherche weiterentwickelt. Der Output im Master ist deutlich umfangreicher, komplexer, stärker durchdrungen in der Recherche und präzise in Kritik und Relevanz eines zeitgemäßen Beitrags zum Modedesign.












