Designgeschichte als Alltagskulturgeschichte
Die Geschichte des Designs und der Architektur ist nicht nur eine Geschichte des Gestaltwandels, sondern - damit untrennbar verbunden - eine Geschichte des Produzierens und des Gebrauchens der gestalteten Dinge, Räume und Medien.
Außerdem ist eine Geschichtsdarstellung ohne Verweise darauf, unter welchen ökonomischen, sozialen und kulturellen Umständen, in was für gesellschaftlichen Kontexten die historischen Veränderungen jeweils geschehen sind, kaum denkbar.
In dieser Vorlesungsreihe wird die Geschichte des Designs und des Gebauten als die Geschichte von Alltagskultur dargestellt. Als Designgeschichte, also spezifizierte Kulturgeschichte, qualifiziert sich diese Sicht, weil sie den Aspekt der Gestaltung der gegenständlichen, räumlichen und medialen Ausstattung der menschlichen Lebenswelten in den Fokus nimmt. Natürlich müssen dabei ebenso die je historischen Voraussetzungen, Bedingungen und Ziele konkreter Gestaltungsarbeit angeschaut werden. Das sind die Prozesse und Zusammenhänge des Machens und des Gebrauchens der Gegenstände von Gestaltung. Es geht also nicht nur um eine Beschreibung der Dinge, Räume und Medien, sondern vor allem um die Geschichte ihres Produzierens und Konsumierens.
Veranschaulicht werden soll dies an ausgewählten Themen der Alltagskultur.
Jeder Lehrveranstaltungstermin wird im Verhältnis von etwa 70 zu 20 Minuten aus einem Vorlesungs- und einem Gesprächs- und Frageteil bestehen. Das Fragenausdenken und -formulieren ist dabei als Teil der Lehrveranstaltung gedacht und ist eine Vorübung für die Klausur, in der vor Ort auf einen (kleinen) Komplex von Fragen schriftlich einzugehen ist.









