Algaefold

Folding structures from Algae

Unser Projekt beschäftigt sich mit Algen aus dem umliegenden See und zeigt deren Potential als regionaler, nachwachsender Rohstoff. Durch seine Weiterverarbeitung entsteht ein neues Material, das bestehende Produkte um eine nachhaltige und natürliche Dimension erweitert. Die entstehenden Strukturen verleihen dem Material Flexibilität, Räumlichkeit und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Gleichzeitig steht das Projekt für einen Perspektivwechsel: Es lädt dazu ein, unsere Beziehung zur Natur neu zu denken und zu hinterfragen, wie unsere Umwelt aussehen könnte, wenn wir uns stärker an natürlichen Kreisläufen orientierten. Statt Ressourcen ausschließlich zu entnehmen, werden vorhandene Algen sinnvoll genutzt und in den Alltag integriert. 

Für die Materialentwicklung wurden die gesammelten Algen in mehreren Schichten übereinandergelegt und unter Hitze zu einem zusammenhängenden Material gepresst. Bereits dieser Schritt war überraschend, ohne zusätzliche Trägermaterialien verbanden sich die Algen zu einer Fläche. Direkt nach dem Pressen war das Material flexibel. In diesem Zustand ließ es sich besonders gut in unterschiedliche Faltungen bringen. Eine Herausforderung bestand darin, dass das feuchte Material die Faltungen nicht so gut hielt. Es neigte dazu, sich wieder zu öffnen, wodurch die Knicklinien während des Faltprozesses immer wieder nachgearbeitet werden mussten. Sobald das Material in der gefalteten Form leicht antrocknete, stabilisierten sich die Faltstrukturen. Nachdem das Material trocken war, wurde es steif und gleichzeitig spröde und rissanfällig. Um die Flexibilität länger zu erhalten, behandelten wir die gefalteten Strukturen mit einer Glycerinmischung. Dadurch blieb das Material beweglicher.

Keine Zustimmung für Vimeo gegeben. Das eingebettete Video wird deshalb nicht angezeigt.

Video bei Vimeo ansehen