Die Tischleuchte Algshell ist unter dem Eindruck eines Materials entstanden, das keine Berührungsängste hat: Schraubenalgen, die gefischt, gezogen, gewebt, gedrückt, verpresst werden. Es wuchs die Frage, was diese Verfügbarkeit und Intimität eines Materials mit unserer Beziehung zu Gegenständen machen könnte. Exemplarisch für diesen Gedanken steht Algshell, eine Tischleuchte, die durch gewählte Haptik und ihre weiche, runde Formsprache zur Berührung einlädt und als Objekt gedacht ist, das mit uns durch den Alltag wandert. Dabei ist auch der Fertigungsprozess bewusst niedrigschwellig gehalten, sodass auch dieser von Berührung und Interaktion mit der Alge geprägt ist.
Es gelang, spannende Material-Samples für die zwei Hälften der Leuchten zu erstellen, in denen die Algen zum einen durch Zugabe von Haushaltsbleiche und zum anderen durch Glycerin und Alginat in ihrer Haptik Eierschale und Latex ähnelten. Diese Materialeigenschaften konnten in der Hochskalierung bisher in Teilen reproduziert werden. In mehreren Durchgängen konnten der Form- und Entformprozess sowie die Formstabilität der Teile verbessert werden. Über einen Falz wurde eine einfache und wirksame Steckverbindung erzeugt.














































