Masterthesis (MA)

my (no)thing — my everything

Erinnern Sie sich noch an den Januar des Jahres 2007? Es war wie der Einbruch einer anderen Realität. Ein glattes, nahezu tastenloses Objekt mit abgerundeten Ecken betrat die Weltbühne und verkündete eine verheißungsvolle Zukunft. 
Tatsächlich beeinflusst dieses Objekt fast 20 Jahre später alle Facetten unseres Lebens. Es ist uns so nah wie kaum etwas anderes und bekommt mehr Aufmerksamkeit als all unsere Liebsten. Es beeinflusst, wie wir denken, sprechen und uns durch die Welt bewegen. Dieses glatte, nahezu tastenlose Objekt ist ein Gebrauchsgegenstand. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen gebraucht. „my (no)thing — my everything“ ist als Studie zu verstehen. Ich drehe die Dynamik um und werde von der Beobachteten zur Beobachterin. Anstatt vom Inhalt abgelenkt zu werden, wird die Oberfläche ganz genau betrachtet. Das tastenlose Objekt wird zum Leuchttisch, Screenshots werden zu Stillleben. Einzelne Symbole werden analysiert und aus dem Digitalen wieder zurück in den physischen Raum geholt. Durch die Verknüpfung mit Alltagsobjekten öffnen sich weitere Bedeutungsebenen. „my (no)thing — my everything“ ist eine persönliche Arbeit über eine Medienkultur, der wir uns kaum entziehen können.

Erinnern Sie sich noch an den Januar des Jahres 2007? Es war wie der Einbruch einer anderen Realität. Ein glattes, nahezu tastenloses Objekt mit abgerundeten Ecken betrat die Weltbühne und verkündete eine verheißungsvolle Zukunft. 
Tatsächlich beeinflusst dieses Objekt fast 20 Jahre später alle Facetten unseres Lebens. Es ist uns so nah wie kaum etwas anderes und bekommt mehr Aufmerksamkeit als all unsere Liebsten. Es beeinflusst, wie wir denken, sprechen und uns durch die Welt bewegen. Es steuert, was wir begehren und was wir hassen. Es hütet unsere innersten Wünsche wie ein Geheimnis. Wenn jemand anderes als wir selbst es in der Hand hält, werden wir wachsam und nervös. Dieses glatte, nahezu tastenlose Objekt ist ein Gebrauchsgegenstand. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen gebraucht. 


„my (no)thing — my everything“ ist als Studie zu verstehen. Ich drehe die Dynamik um und werde von der Beobachteten zur Beobachterin. Anstatt vom Inhalt abgelenkt zu werden, wird die Oberfläche ganz genau betrachtet. Das tastenlose Objekt wird zum Leuchttisch, Screenshots werden zu Stillleben. Einzelne Symbole werden analysiert und aus dem Digitalen wieder zurück in den physischen Raum geholt. Durch die Verknüpfung mit Alltagsobjekten öffnen sich weitere Bedeutungsebenen.

„my (no)thing — my everything“ ist eine persönliche Arbeit über eine Medienkultur, der wir uns kaum entziehen können. Nehmen Sie die Einladung an, verharren Sie beim nächsten Scrolling einen Moment und beobachten Sie die feinen Linien, den Bildaufbau und die Farben auf Ihrem Display. Mir hat diese Distanz geholfen, mich ein wenig von dem ganzen Wahnsinn zu entkoppeln, der mein Nervensystem jeden Tag aufs Neue strapaziert. We are all in this together.