Masterthesis (MA)

Unsere Stimmen gegen die Krise

Mobile Aktionsstaion und Kampagne als dialogische Designpraxis

Wie entstehen sichere Orte für FLINTA* in Sachsen-Anhalt? Mein Masterprojekt „Unsere Stimmen gegen die Krise“ entwickelt gemeinsam mit ROSA e. V. eine mobile Aktionsstation und Kampagne. Das Projekt richtet sich vor allem an FLINTA*-Personen und reagiert auf Erfahrungen von Vereinzelung, Unsicherheit und politischer Ohnmacht. Durch Aktionen wie „Singen, Schreien, Sitzen, Zusammenkommen gegen die Krise“ entstehen temporäre Orte des Empowerments, an denen Gemeinschaft, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit erfahrbar werden. Ohne einander kriegen wir noch mehr Krisen.

Gibt es sichere Orte für Frauen, Lesben, Inter-, Nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen in Sachsen-Anhalt? Existieren sie auch jenseits der Großstädte? Wie sehen sie aus – und wie kommt FLINTA* dorthin? Mein Masterprojekt „Unsere Stimmen gegen die Krise – mobile Aktionsstaion und Kampagne als dialogische Designpraxis“ greift diese Fragen auf und verbindet sie mit dem Anspruch intersektionale, queerfeministische Perspektiven in konkrete Praxis zu übersetzen. Eine Gesellschaft, die strukturell von patriarchaler Gewalt geprägt ist, zeigt diese nicht nur in alltäglichen Ausschlüssen, sondern auch in konkreten Bedrohungslagen für FLINTA*. Wahlerfolge der gesichert rechtsextremen AfD verschärfen diese v.a. im Hinblick der Landtagswahl 2026. Das Projekt setzt diesen Zustand Sichtbarkeit, Vernetzung und kollektive Handlungsfähigkeit entgegen. Gemeinsam mit ROSA e.V. entwickle ich eine mobile Aktionsstation dafür. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sichere Räume für FLINTA*-Personen entstehen und erhalten bleiben können. Sie soll dort auftauchen, wo sichere Räume fehlen, marginalisierte Perspektiven im öffentlichen Raum sichtbar machen und temporäre Orte für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Handeln schaffen — niedrigschwellig, beweglich und auf Augenhöhe. Eine für alle offene Radtour im Sommer 2026    ist durch kleinere Städte Sachsen-Anhalts geplant. Dabei sollen queerfeministische Projekte und Initiativen vor Ort besucht, zu gemeinsamen Aktionen eingeladen und miteinander vernetzt werden. In Zusammenarbeit mit ROSA e. V. wird das VerRAD als nachhaltige mobile Infrastruktur entwickelt, die auch nach dem Masterprojekt für Aktionen, Kampagnen und politische Bildungsarbeit in Sachsen-Anhalt genutzt werden kann. Die Konzeption entsteht bedarfsorientiert in enger Zusammenarbeit mit der    Projektkoordination des Vereins. Das Projekt erprobt, wie Gestaltung, politische Vermittlung und queerfeministische Vernetzung zusammenwirken können. Das Projekt richtet sich vor allem an FLINTA*-Personen und reagiert auf Erfahrungen von Vereinzelung, Unsicherheit und politischer Ohnmacht. Durch Aktionen wie „Singen, Schreien, Sitzen, Zusammenkommen gegen die Krise“entstehen temporäre Orte des Empowerments, an denen Gemeinschaft, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit erfahrbar werden.

Ohne euch kriegen wir noch mehr Krisen.