Fiasco – ma non troppo
21. Designtheoretisches Symposium

Der Doppelband erscheint als nachträgliche Publikation zum 21. Designtheoretischen Symposion der Burg Giebichenstein, das im November 2012 unter dem Titel „Fiasco – ma non troppo. Vom Designfehler zum Fehlerdesign“ an der Kunsthochschule Halle stattgefunden hat.

Der Doppelband erscheint als nachträgliche Publikation zum 21. Designtheoretischen Symposion der Burg Giebichenstein, das im November 2012 unter dem Titel „Fiasco – ma non troppo. Vom Designfehler zum Fehlerdesign“ an der Kunsthochschule Halle stattgefunden hat. Es enthält die meisten der dort gehaltenen Vorträge sowie einige danach verfassten Aufsätze zum Thema „Fehler“.

Matthias Götz, Maike Fraas (Hg.)
Fiasco – ma non troppo
Doppelband

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Fiasco – ma non troppo. Vom Designfehler zum Fehlerdesign
Mit Beiträgen von Anna Berkenbusch, Aart van Bezooyen, Tim Brauns, Thomas Fankhänel, Matthias Götz, René Harder, Hans Hemmert, Dieter Hofmann, Caspar Huckfeldt, Andreas Koll, Markus Krajewski, Siegfried Maser, Frithjof Meinel, Axel Müller-Schöll, Matthias Noell, Hans Rotman, Carin M. Schirmacher, Rainer Schönhammer, Frank Steinheimer, Ulrich Stock, Wilfried Stroh, Hermann Sturm, Superschool, Imke Volkers, Florian Walzel, Vincenz Warnke

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Matthias Götz
Vom Fehler. Formen, Funktionen und Folgen: Fiasco – ma non troppo
In 259 Abschnitten

Fehler sind nie nur Fehler. Fehler können desaströs sein, sie können aber auch konstruktiv und innovationsfördernd sein, sie können verzeihlich sein, charmant, ja sogar schön. Und sie können eine konstruktive Funktion fürs jeweilige Projekt übernehmen. Auf jeden Fall sind Fehler weder aus unserer Welt wegzudenken, noch aus unserem Denken und Handeln. Fehler sind wie Petersilie: immer dabei. Insofern wäre es ein Fehler, den Fehler nicht stets auch als generelles Phänomen zu diskutieren.

Insbesondere aber betreffen Fehler tatsächlich das Planen ganz besonders – einen Begriff, den wir fast schon als Synonym für Fehlplanung zu verstehen gelernt haben –, und damit genauso das Entwerfen und das Design. Andererseits wurde das Design ja gerade dazu erfunden, alle möglichen Defizite unseres Daseins mit allen erdenklichen Mitteln zu kompensieren, um wenigstens die Dinge, die wir selbst gestalten können, zu optimieren. Schon von daher ergibt sich eine besondere Nähe zwischen Design und Fehler.

Innerhalb dieser weiten thematischen Spanne wurde der Fokus auf jene im Ergebnis positiven Funktionen gerichtet, die sich Fehlern verdanken können – vorausgesetzt, solche Fehler, Fehlleistungen, Pannen oder Unglücke sind nicht von vornherein so katastrophal, dass sie ohne Umweg direkt in den Untergang führen. Ab einer gewissen Grössenordnung sind Fehler im Hinblick auf ihre eventuell längerfristig positiven Folgen nicht mehr diskutabel.

Design lässt sich, alles in allem, ohne weiteres definieren als: fehlerimprägniertes Handeln im Dienst der Fehlervermeidung. Der Volksmund würde dies als ‚Verschlimmbessern’ bezeichnen. Doch das sagt nicht alles. Die Affinitäten des Design zum Fehler sind zwar unbedingt ambivalent. Aber sie enthalten doch überproportional viele Chancen zur Verbesserung im Umgang mit den Fehlerfolgen, trotz all der Zusatzfehler, wie sie jeder Korrekturvorgang erneut mit sich bringt. All dies signalisiert der titelgebende Slogan vom ‚Fiasco – ma non troppo’. Nur unterhalb der Schwelle zum Unerträglichen also ist der Fehler als Innovationsmotor für die gestalterischen Disziplinen sinnvoll zu debattieren. Was nicht ausschliesst, dass nicht auch das Katastrophale oberhalb der genannten Grenze bisweilen angesprochen werden muss; aus definitorischen Gründen.

Mit dem – derart eingeschränkten – Fiasko im allgemeinen, mit seinen Ursachen und seinen Folgen, auch fürs Design, hat sich das Symposion befasst, und damit befasst sich auch das Buch dazu – in über dreihundert Aspekten, die das Thema keineswegs erschöpfen.

Abgesehen von diesem Teaser: Zum angelegentlicheren, näheren und hoffentlich besseren Verständnis von Thema, Gründen und Hintergründen, die insbesondere das Design im Kontext des Fehlermachens erhellen, sei die Lektüre des Buchs anempfohlen. Es wäre nur ein weiterer Fehler, das Buch nicht zu lesen.

ISBN: 978-3-7965-3419-5
Nr. 25 der Schriftenreihe Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Basel/Halle 2014

Format:
828 Seiten, Mit Abbildungen in schwarzweiss. Zwillingsbroschur.
Schwabe Verlag Basel

Preis:
38 Euro, ermäßigt 25 Euro

Herausgeber:
Matthias Götz, Maike Fraas

Erscheinungsjahr:
2015

Bezugsadressen:
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E-Mail: frauendo(at)burg-halle.de

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