Waffeln, Sekt und eine offene Hochschule

Am Samstag, dem 9. April 2011 öffnete im Rahmen des zweitägigen Programms „OpenUniverCity – Offene Stadt für offene Menschen" auch die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ihre Türen und Tore und stellte ihr Studienangebot Interessierten aus dem ganzen Bundesgebiet vor.

 

„Wer ist heute aus Halle da?“, fragt Karin Schmidt-Ruhland, Professorin für Spiel und Lerndesign, zu Beginn der zentralen Informationsveranstaltung in den gut gefüllten Hörsaal. Fast kein Arm geht nach oben. „Sehr schön“, freut sich die Prorektorin für Lehre, denn genau das wollte der Campus Day erreichen. Studieninteressierte von außerhalb anlocken und ihnen die Stadt und die eigene Hochschule vorstellen, damit sie später für ein Studium nach Halle kommen. Der Einladung zum Campus Day folgte eine beachtliche Zahl und die Burg Giebichenstein konnte vor allem die Gäste begrüßen, die sie sich erhofft hatte: Kunst- und Design-Interessierte.

Nachdem die Studierenden in spe und ihre Freunde und Eltern bei den zentralen Informationsveranstaltungen die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und ihre Studiengänge kennen gelernt hatten, teilten sie sich in kleine Gruppen auf und eroberten die offene Hochschule. Für alle Bereiche waren Ansprechpartner vor Ort, die die Werkstätten zeigten und vor allem viele Fragen beantworteten. Neben den Gesprächen über das Studium an der Burg Giebichenstein sammelten einige Gäste auch praktische Erfahrungen. In einem Workshop konnte man einen Holzstuhl selber bauen und in einem anderen sein eigenes Skizzenbuch binden. Die Modeklasse veranstaltete zudem ein professionelles Fotoshooting und die Medienkunst-Klasse zeigte Videoinstallationen.

Unter dem Titel „Über die Kunst in Halle zu studieren“ sprach der emeritierte Professor Peter Reimspieß mit Absolventen über deren Studienzeit an der Burg Giebichenstein und das Transferzentrum der Kunsthochschule Halle zeigte einen möglichen Karriereweg nach dem Abschluss auf. Dazu waren zwei Mitglieder von Klub 7 eingeladen, die zusammen mit vier weiteren ehemaligen Burg-Studierenden mit Wandgestaltung, Produktdesign und Illustration erfolgreich sind. Sie berichteten über ihren Start nach der Hochschulzeit und dem Spagat zwischen Kunst und Kommerz.

Neben diesem reichhaltigen Programm sorgten die Studierenden für die kulinarische Versorgung der Gäste. Der Studentenrat servierte Kaffee und Kuchen im Neuwerk und in der Unterburg gab es zudem noch Waffeln und Sekt, die den Proviant für den Spaziergang durch Rosengarten und Werkstätten bildeten. Den Abschluss des Tages bildete eine Party im Volkspark. Hier konnten die Besucher auch die Ausstellung „Simple Fake Papers“ mit Zeichnungen von Thomas Rug, die dort noch bis zum 1. Mai zu sehen sein wird, besuchen.

Julius Lukas, 11. April 2011