Bildhauerei Metall / Projekt 13.07.2017

Workshop Missverständnisse/Malentendidos an der Universidad de las Artes ISA en la Habana vom 27.3. bis 13.4. 2017

Workshop Missverständnisse/ Malentendidos an der Universidad de las Artes ISA en la Habana vom 27.3. bis 13.4. 2017 mit Studierenden aus Halle und Havanna unter Leitung von Prof. Ruslán Torres (ISA) und Prof. Andrea Zaumseil Nach den Workshops „PlanB“ 2013 und „Leerstellen/ espacios vacios“ 2015 in Havanna und den Workshops „Das Blaue vom Himmel“ 2014 und „empty spaces“ 2016 in Halle war dies der fünfte Workshop mit Studierenden der Burg und unserer Partnerhochschule ISA in Havanna. Der Workshop begann mit Vorstellungsrunden, die ersten Tage haben wir vor allem diskutiert, über die bisherigen Arbeiten der Studierenden, über ihre unterschiedlichen Arbeitsansätze und über mögliche gemeinsame oder auch individuelle Projekte. Es folgten zwei intensive Arbeitswochen mit Recherchen in der Stadt, Umsetzungen in den Werkstätten, Herausforderungen durch fehlendes Material und mit zum Teil heftigen Diskussionen über die einzelnen Projekte, vor allem über die Fragen von Vielschichtigkeit, Eindeutigkeit, Verschlüsselung und die kontextbezogenen unterschiedlichen Lesarten der jeweiligen Arbeiten. Es kam zu ausgesprochen konstruktiven Zusammenarbeiten, zum Beispiel über die Frage „was ist Amerika?“ unter dem Gesichtspunkt des Missverständnisses, dass es sich dabei im allgemeinen Verständnis ausschließlich um Nordamerika, bzw die USA handelt. Es gab gemeinsame Zeichenprojekte unter der Vorgabe der Sabotage, eine Wandinstallation aus Satz- und Landkartenfragmenten, es gab eine babylonisch anmutende Soundkollage, Gedichte als Gebrauchsanweisung für das jeweils andere Land mit all den darin implizierten Vorurteilen, Projektionen, Missverständnissen und Wünschen.

Bildhauerei Metall / Projekt 13.07.2017

POETISCHER VORSCHLAG EINER ORGANISATION

In meiner Arbeit stelle mich immer wieder die Frage nach dem Zusammenhang von Innen und Außen und von Form und Inhalt. Ich sehe eine Korrelation zwischen der Art, wie ich Skulptur mache und wie ich einen Ansatz zum Zeichnung entwickelt habe. Ich finde die graphische Qualität dieser Zeichnung interessant neben skulpturalen Formen. Die Verwendung von Schichtung, Fragmentierung, ist einen Fokus auf die Beziehung von einer Form zur anderen. Ich interessiere mich für die Herstellung von Gruppen von Formen und die Platzierung von Formen, wie Sie zusammen reagieren. Die Einfachheit der Kombinationen von geometrischen und abstrakten Formen kann vielleicht unsere innere Fähigkeit auslösen, das, was wir sehen, anthropomorphisieren. Formen, die auf menschliche Körperteile oder Funktionen des Körpers hindeuten, scheinen in der Lage, etwas Zweideutig und Sensibles über die Intimität zwischen Objekten und Wesen zu kommunizieren.

Bildhauerei Metall / Projekt 13.07.2017

ZWISCHENDING

------ Ein paradoxes Objekt. Ein Geschenk? Vom Geber und Nehmer durch seine Verhüllung abgegrenzt, dem Profanen enthoben, wird das Objekt, bis zu seiner Enthüllung, in ein sakrales Moment getaucht. Bei der Übergabe liegt es auf der Handinnenfläche. Es bleibt paradox, in dem was es verspricht zu sein und dem was ist. Für immer verhüllt, lässt es sich nicht öffnen, das Geheimnis des Inhalts sich nicht lüften. Gespräche mit den mir unbekannten Empfängern bieten Aufschluss darüber, was dieses Objekt, dieses Zwischen-Ding ist oder werden kann. --------------------