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Erster Spatenstich für den Neubau Kunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Mit einem feierlichen Spatenstich ist am Montag, 3. August 2026, der Baubeginn für den Neubau Kunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle offiziell eingeläutet worden. Fünf Jahre nach dem internationalen Architekturwettbewerb beginnt damit ein neues Kapitel in der Entwicklung der Hochschule.

Realisiert wird das Gebäude nach dem Entwurf des Münchner Architekturbüros Burger Rudacs Architekten in Zusammenarbeit mit toponauten freiraumarchitekten, Gesellschaft für Landschaftsarchitektur und Stadtplanung mbH, Regensburg (damals: Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, Regensburg). Mit ihrem Entwurf gewannen die beiden Büros im Jahr 2021 den europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb und setzten sich gegen zahlreiche hochkarätige Beiträge durch.

Auf mehr als 3.000 Quadratmetern entsteht gegenüber dem historischen Campus Kunst in der Seebener Straße 195 ein zeitgemäßes Atelier- und Werkstattgebäude für den Fachbereich Kunst. Der Neubau wird moderne Ateliers und Werkstätten für das künstlerische Studium, die Hochschulgalerie sowie Lehr- und Arbeitsräume für Wissenschaft und Forschung beherbergen. Zugleich werden bislang auf mehrere Standorte verteilte Bereiche der Hochschule an einem Ort zusammengeführt und so die räumlichen Voraussetzungen für Lehre, Forschung und künstlerisches Arbeiten nachhaltig verbessert. Die bauliche Fertigstellung des Gebäudes wird derzeit nicht vor dem Jahr 2030 erwartet.

„Wir freuen uns sehr, dass die Umsetzung unseres Neubaus nun beginnen kann", sagt Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. „Mit dem heutigen Spatenstich beginnt ein bedeutender neuer Abschnitt für die BURG. Der Neubau schafft die räumlichen Voraussetzungen, um künstlerische Praxis, Lehre, Forschung und Ausstellung künftig noch enger miteinander zu verbinden. Er eröffnet neue Möglichkeiten für den fachbereichsübergreifenden Austausch und stärkt unsere Hochschule nachhaltig."

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann bekräftigt: „Mit dem Neubau Kunst an der BURG investieren wir in die Zukunft eines bedeutenden wie renommierten Kunst- und Designstandorts in Deutschland. Exzellente Lehre und Forschung lebt von engagierten Menschen, aber auch von einer modernen Infrastruktur. Der Neubau stärkt daher die Wettbewerbsfähigkeit der Kunsthochschule Halle und setzt zugleich ein deutliches Zeichen für den Wissenschafts-, Kultur- und Kreativstandort Sachsen-Anhalt. Ich freue mich, dass die Beharrlichkeit vieler Akteure nach einem langen Verfahren mit dem ersten Spatenstich nun endlich sichtbare Früchte trägt.“

Michael Richter, Minister der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt, bestätigt: „Mit diesem Bauvorhaben investieren wir gezielt in eine moderne und nachhaltige Hochschulinfrastruktur. Der Neubau schafft langfristig gute Arbeits- und Studienbedingungen und verbindet hohe architektonische Qualität mit einer wirtschaftlich verantwortungsvollen Umsetzung. Davon profitieren die Hochschule ebenso wie kommende Generationen von Studierenden." 

Auch Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), hebt hervor: „Die BURG prägt das kulturelle Profil unserer Stadt weit über Halle hinaus. Der Neubau stärkt den Hochschulstandort, setzt einen architektonischen Akzent im Stadtbild und unterstreicht die enge Verbindung von Stadt, Wissenschaft und Kultur. Davon profitieren die Studierenden ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.“

Der prämierte Entwurf verbindet eine eigenständige, zeitgemäße Architektur mit einer sensiblen Einbindung in das städtebauliche Umfeld. Die Kubatur des Gebäudes reagiert auf die Seebener Straße und die Blickbeziehungen zur Bartholomäuskirche, während die Fassade aus rötlichem Sichtmauerwerk Bezug auf die Materialien der benachbarten Bebauung nimmt. Eine klar gegliederte Grundrissorganisation sowie flexible, lichtdurchflutete Atelierräume schaffen optimale Bedingungen für künstlerisches Arbeiten und vielfältige Nutzungen.

Nachdem der Finanzausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt im April 2026 die aktualisierte Kostenvoranmeldung bestätigt hat, ist der Weg für die Umsetzung des Bauvorhabens frei. Das Gesamtinvestitionsvolumen einschließlich der Ersteinrichtung beträgt rund 42 Millionen Euro. Bereits seit diesem Sommer laufen vorbereitende Maßnahmen auf dem Gelände. Mit dem symbolischen Spatenstich beginnt nun offiziell die Realisierung des Projekts.

Den symbolischen Spatenstich vollzogen: 

  • Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Michael Richter, Minister der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
  • Sabine Spansel, Leiterin des Amtes für Immobilien- und Baumanagement Halle (Saale)
  • Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale)