Vom 24. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027 widmet sich die Ausstellung „Reflections in Jewellery: Memory and Identity“ im National Museum of Modern Art Kyoto in Japan dem zeitgenössischen Schmuck.

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Vom 24. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027 widmet sich die Ausstellung „Reflections in Jewellery: Memory and Identity“ im National Museum of Modern Art Kyoto in Japan dem zeitgenössischen Schmuck.
Im Jahr 1964, zu einer Zeit, als Schmuck in Japan noch nicht zum Mainstream gehörte, gründeten Hiramatsu Yasuki (1926–2012), Hishida Yasuhiko
(1927–1981) und andere den Verband japanischer Schmuckdesigner (JJDA). Die „International Jewellery Arts Exhibition“ (die von 1970 bis 1986 im Seibu-Kaufhaus in Shibuya stattfand) wurde in erster Linie von der JJDA organisiert und führte westliche Trends in Japan ein; sie trug dazu bei, das Konzept des Designs als einen Wert zu verbreiten, der sich vom reinen Materialwert unterscheidet.
Ende der 1970er Jahre hielt in Japan eine Form des Schmucks Einzug, die sich konzeptionell mit den besonderen Eigenschaften des Mediums auseinandersetzte und Anklänge an die zeitgenössische Kunst aufwies. Diese als „zeitgenössischer Schmuck“ bezeichnete Arbeit bot Ausdrucksformen, die die traditionellen Rollen von Reichtum und symbolischem Status sowie die Beziehung zwischen Träger*in und Betrachter*in auf den Kopf stellten. Der Austausch mit konzeptuell orientierten internationalen Künstlern setzte sich während dieser Zeit fort; so wurde beispielsweise 1993 eine gemeinsame Ausstellung unter dem Titel „Three School Project“ zwischen Tokio, München und Amsterdam eröffnet, in deren Mittelpunkt Itoh Kazuhiro (1948–1997) und Otto Kunzli (geb. 1948) standen.
Heute spielen japanische Künstler*innen im Bereich des Schmucks als Form des künstlerischen Ausdrucks eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig nutzen sie den konzeptuellen Schmuck als Rahmen, um ihre eigene Identität neu zu hinterfragen.
Die aktuelle Ausstellung, die eine groß angelegte öffentliche Präsentation der Sammlung des HIKO MIZUNO COLLEGE OF JEWELRY sowie Meisterwerke umfasst, die nach 50-jähriger Abwesenheit aus Deutschland nach Japan zurückgebracht wurden, zeigt insgesamt rund 350 Werke von Schmuckkünstler*innen der Nachkriegszeit.
Die Ausstellung beleuchtet aus einer spezifisch japanischen Perspektive das Potenzial von Schmuck als einer Form des künstlerischen Ausdrucks, die den Bereich der Kleidung durchdrungen hat.
Samstag, 24. Oktober, 14:00 – 15:30 Uhr
„Schmuck als soziale Praxis“ von Yuka Oyama
Sprache: Japanisch
Weitere Informationen: https://www.momak.go.jp/Japanese/exhibitionarchive/2026/468.html#scEventInfo02
Sigurd Persson, Mario Pinton, Reinhold Reiling, Bruno Martinazzi, Hiramatsu Yasuki, Hishida Yasuhiko, Herman Jünger, Yamada Reiko, Peter Skubic, Wendy Ramshaw, David Watkins, Gijis Bakker, Nakayama Aya, Bernhard Schobinger, Nagai Erico, Itoh Kazuhiro, Otto Künzli, Therese Hilbert, Caroline Broadhead, Daniel Kruger, Warwick Freeman, Sonobe Etsuko, Ted Noten, Karl Fritsch, Ishikawa Mari, Minewaki Mikiko, Felieke van der Least, Oyama Yuka, Taguchi Fumiki, Kamata Jiro, Juzu Kaori, Shinzato Akiko sowie mehr als 70 weitere Künstler*innen.































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The National Museum of Modern Art, Kyoto
Okazaki Enshoji-cho, Sakyo-ku, Kyoto, 606-8344
Tel. 075-761-4111
https://www.momak.go.jp/