Die Kurzvorstellung bietet Einblicke in das Reallabor ZEKIWA Zeitz, allen voran in zwei Teilprojekte:
Die Materialdatenbank der Hochschule Anhalt
Die analog-digitale Materialdatenbank der Hochschule Anhalt ist ein Teilprojekt des Reallabor ZEKIWA Zeitz. Der Fokus liegt hierbei auf der Zirkularität, sowohl hinsichtlich konkreter Ressourcen als auch hinsichtlich zirkulierenden Wissens.
Die Vision: Die geplante Web-App fokussiert lokale Ressourcenströme und schafft eine gemeinsame Grundlage für Akteur*innen: Sie erfasst Materialien, Kompetenzen und Projekte in der Region, vernetzt Akteur*innen, macht Materialströme sichtbar und unterstützt Unternehmen sowie Bürger*innen bei der Entwicklung zirkulärer, zukunftsfähiger Bauweisen.
Um diese Transformation langfristig tragfähig zu machen, benötigen verschiedene Akteur*innen in Zeitz spezifische Angebote und digitale Tools.
Ein Szanario: Neu-Zeitzer Häuslebauer:innen erhalten eine Übersicht lokal verfügbarer, nachhaltiger Materialien zur Weiterverwendung bestehender Bausubstanz. Lokale Initiativen nutzen die Plattform für Sichtbarkeit, Materialzugänge sowie Austausch- und Leihstrukturen. Forschungs- und Bildungsakteure greifen auf Datengrundlagen, Veröffentlichungsmöglichkeiten und Austauschformate zur Begleitung zirkulärer Bauprojekte zu. Unternehmen und Handwerksbetriebe finden Unterstützung zur Erfüllung der Anforderungen aus EU-Ökodesign-Verordnung und Digital Product Passport. Artists & Designers in Residence sowie Summercamps nutzen regionale Stoffströme und Schnittstellen zur Dokumentation ihrer Materialexperimente. Bauhaus-Agentinnen und Schüler:innen erforschen darüber reale Materialien, ökologische Kennwerte und lokale Projekte.
Ziele der Materialdatenbank: Kurzfristig stehen die Sensibilisierung für nachhaltigen Ressourceneinsatz, die Sichtbarmachung geschlossener Materialkreisläufe sowie das systematische Erfassen, Teilen und Wiederverwenden von Materialien im Vordergrund. Durch die gezielte Verwertung von Reststoffen soll der Lebenszyklus von Materialien verlängert werden.
Mittelfristig zielt die Strategie auf die Förderung und Implementierung umweltverträglicher, sicherer, biobasierter und biologisch abbaubarer Materialien sowie auf den Aufbau wirksamer Netzwerke.
Langfristig sollen regionale Kreislaufwirtschaft und Materialflüsse mit europäischen und globalen Datenflüssen verknüpft werden. Gleichzeitig wird eine Verhaltensänderung von Konsument:innen hin zu Prosument:innen angestrebt, um die Kreislaufwirtschaft – etwa im Bausektor – zu skalieren.
Das BURG-Nachhaltigkeitsstipendium für Studierende & Absolvent*innen in Zeitz
Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vergibt im Rahmen des Projekts Reallabor ZEKIWA Zeitz pro Jahr zwei Nachhaltigkeitsstipendien an Studierende und Absolvent*innen der Fachbereiche Kunst und Design.
Das dreimonatige Arbeitsstipendium in Zeitz bietet Raum, die eigene künstlerische, gestalterische oder wissenschaftliche Praxis im lokalen und sozialen Kontext zu erproben und weiterzuentwickeln.
Das Stipendium ist vergütet; eine Unterkunft vor Ort wird kostenfrei gestellt.
Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2026
Alle zentralen Informationen sind in der Ausschreibung zu finden.