Josua Roters

Künstlerischer Mitarbeiter Industriedesign

Josua Roters war von März 2025 bis September 2026 Künstlerischer Mitarbeiter im Studiengang Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. In dieser Zeit betreute er gemeinsam mit Prof. Dieter Hofmann verschiedene Lehrangebote im Bereich Produkt- und Systemdesign, darunter die Semesterprojekte Stilles Örtchen, Alles in Ordnung und Oberflächlichkeiten – Die Haut der Dinge sowie die Grundlagen-Fachaufgaben Listen to Me und Teamwork_Workspace.

Roters hat an der Burg Giebichenstein Industrial Design studiert, mit einem Erasmus-Austauschjahr in Brüssel, und schloss sein Studium mit dem Master ab. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Massbandleuchte, ausgezeichnet 2022 mit dem Grassi Nachwuchspreis, der Lichtschalter on – off, sowie seine Masterarbeit Cable Mania, gezeigt und ausgezeichnet bei den German Design Graduates.

Neben seiner Lehrtätigkeit ist Josua Roters Mitbegründer des Hallenser Designstudios pond.

SoSe 2025

Stilles Örtchen 

Das Projekt widmete sich der Kultur des sich Erleichterns – einem Thema, das im Alltag oft ausgeklammert wird, obwohl es alle betrifft. Untersucht wurden gestalterische, funktionale und kulturelle Aspekte von Orten und Objekten rund um Hygiene, Verdauung und Privatheit, mit besonderem Fokus auf den mobilen und temporären Kontext – etwa auf Baustellen, bei Veranstaltungen oder in Krisensituationen.

Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Unternehmen Toi Toi Dixi, Weltmarktführer im Bereich mobiler Toiletten. Ziel war die Entwicklung von Designobjekten, die die Qualität solcher Orte verbessern – von freien konzeptionellen Entwürfen bis hin zu konkret anwendbaren Lösungen.

Fachaufgabe // Listen to Me

WiSe 2025/26

Alles In Ordnung 

Fachaufgabe // Teamwork_Workspace

SoSe 2026

Oberflächlichkeiten – Die Haut der Dinge
Oberflächlichkeit wird meist als negative Eigenschaft betrachtet, Oberflächen gelten oft als rein dekorativ und werden in der Gestaltung entsprechend vernachlässigt. 
Ziel des Projekts war die Gestaltung neuartiger Objekte und Systeme, die ihre Funktionen und Anwendungen aus der Oberfläche heraus entwickeln – im Spannungsfeld zwischen Mikro- und Makrokosmos sowie zwischen materiellen und immateriellen Oberflächen. In der Recherchephase wurden die Möglichkeiten und Fähigkeiten von Häuten, Membranen, Schutzschichten, Hüllen und Fassaden untersucht, unter anderem im Rahmen einer Exkursion nach Brüssel sowie durch Vorträge und Besuche bei Forschungsinstituten, Unternehmen und Gestaltern. 

Inputvorträge hielten Emelina Michels (CMF Designerin, Salomon Sportstyle), Martin Grunwald (Haptiklabor Leipzig) sowie Lutz Engich (HTWK, iP³, Leipzig). Im Rahmen der Exkursion nach Brüssel gaben Clara Reviu, Louisa Carmona und Izabela Pietrzak (Materiatek), Margot Saulnier, Michael Ghyoot und Raphael Wagnon (RotorDC) sowie Dieter Van Den Storm (Mad Brussels) Einblicke in ihre Arbeit. Die Gastkritik übernahmen Marianne Sellmaier und Henrike Schmitz, die fotografische Dokumentation lag bei Sabine Boger mit Unterstützung von Alex Lohmann und Moritz Geyer.

Workshop // PingPong

CAD Kurs: Rhino & Grashopper