Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre

Qualitätssteigerung durch Synergien in Lehre und Studium

Das Programm: Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre

Unter dem Titel „Burg gestaltet! Qualitätssteigerung durch Synergien in Lehre und Studium“ hat sich die Burg im September 2011 mit einem Antrag an der Ausschreibung des Qualitätspakts Lehre beteiligt, einem gemeinsamen Programm von Bund und Ländern für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre. Es war dies die zweite und letzte Bewilligungsrunde für die Förderperiode 2011/12 bis 2016. Bundesweit wurden 135 Anträge gestellt, von denen 72 als förderungswürdig eingestuft wurden, darunter auch der Antrag der Burg. Anfang 2012 erfolgte die Bewilligung der Fördermittel. Bis 2016 können nun Maßnahmen umgesetzt werden, die die Qualität der Lehre in vielen Bereichen verbessern können.

Der Antrag analysierte die Lehr- und Studiensituation an der Burg und entwickelte Vorschläge zur Optimierung in verschiedenen Bereichen. Er setzte dabei zwei Schwerpunkte: Zum einen die Qualifizierung von Methoden und Handlungsmitteln in der Lehre, zum anderen die Optimierung der Studienbedingungen durch kompetente Integration.

MAKE. und Bild-/Objektdatenbank

Kernstück des ersten Schwerpunkts bildet das neue Querschnittslehrgebiet Material- und Technologievermittlung, vertreten durch eine Professur und zwei Mitarbeiterstellen, die bereits seit April 2012 mit dem Projekt „MAKE.“ aktiv sind. Fachbereichsübergreifend entstehen hier Synergieeffekte. Vor dem Hintergrund des sich rasant vollziehenden Fortschritts und der permanenten Weiterentwicklung von Materialien und Technologien sollen so Perspektiven für die zukünftige künstlerisch-gestalterische Ausbildung ausgelotet und eröffnet werden. Neben der fachbereichsübergreifenden Verknüpfung der spezifischen praktischen Anforderungen von Kunst und Design an Materialien und Technologien dient der neue Querschnittsbereich auch der Vermittlung von Methodenkompetenzen zur Wissensaneignung, sowie dem Erlernen von Strategien und Kompetenzen zur Organisation von material- und technikrelevanten Inputs in die Projektarbeit der Studierenden aller Bereiche: Wie findet man Zugang zu den neuesten Entwicklungen und Technologien? Welche Möglichkeiten haben DesignerInnen und KünstlerInnen? Welche Netzwerke gibt es bereits? Wo kann angeknüpft und verstärkt werden?

Ein wesentliches Instrument für die Verbesserung studiengangsübergreifender Angebote ist der Aufbau einer digitalen Plattform, einer Bild-/Objekt- und Materialdatenbank als Recherchebasis und fundierte Unterstützung der interdisziplinären Vernetzung fachspezifischer Lehr- und Forschungsinhalte.

Ort: Halbe Treppe

Der zweite Schwerpunkt umfasst eine Fülle von Maßnahmen, die die Studienbedingungen durch verstärkte Betreuungs-, Beratungs- und Bildungsangebote einerseits generell verbessern, sich andererseits aber auch verstärkt auf die Übergangsbereiche zwischen Schule und Studium, Studium und Beruf konzentrieren. Hierfür wurde eine Arbeitsstelle Studienkoordination geschaffen, ausgestattet mit mehreren Mitarbeiterstellen, die in enger Zusammenarbeit und in direkter Anbindung an die Fachbereiche Kunst und Design Angebote organisiert und koordiniert.

Bei Maßnahmen während des Studiums liegt der Fokus auf einem erweiterten Tutoren- und Mentorenprogramm mit dem Ziel der Vermittlung von fachgebietsbezogenem Know-How durch Studierende höherer Semester an die Kommilitonen. Bereits erworbenes Wissen wird an jüngere Studierende weitergegeben, sowohl in Werkstattkursen, als auch in kleinen Lern- und Arbeitsgruppen.

Für die Übergangsphase Studium – Beruf wird das bisherige Lehrangebot der praxis- und berufsbezogenen Wissensbereiche im Bereich der interdisziplinären, gesellschafts- und marktbezogenen Kompetenzen erweitert. Die Arbeitsstelle Studienkoordination erarbeitet, auf Grundlage einer vorhergegangenen Bedarfsermittlung der Studiengänge ein Programm, das die für den Berufsalltag notwendigen Fähigkeiten behandelt.

Die mit dem Programm geschaffenen zusätzlichen Lehrkapazitäten werden fachbereichsübergreifend wirksam, so z.B. in der Außendarstellung unserer Hochschule auf Messen und Ausstellungen, den Praktiken der Vermittlung und Selbstpräsentation, der Positionierung der Hochschulgalerie, aber auch bei der Unterstützung beim Start ins Studium und beim Übergang in die Profession. Letzteres geht von Talentworkshops, Schnupperkursen, Orientierungskursen bis hin zu Sommerakademien für AbsolventInnen, bei denen vor  allem der standort- und hochschulübergreifende Austausch aktiviert werden soll.

Dieses umfangreiche Programm, das mit der Bewilligung des Antrags: Burg gestaltet! umgesetzt werden kann, stellt die konsequente Fortführung der gleichermaßen traditionsbewussten wie zukunftsorientierten Werte und Maßstäbe dar, für die der Name der Burg steht.

„Burg gestaltet!“ – ein Projekt des gemeinsamen Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL12066  gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Kontakt

Projektleitung
Prof. Karin Schmidt-Ruhland
Raum 229, Lehrklassengebäude
Campus Design, Neuwerk 7
ruhland(at)burg-halle.de

Die Studienkoordination / Büro „Halbe Treppe“
Raum 311, Villa
Campus Design, Neuwerk 7
halbetreppe(at)burg-halle.de

MAKE.
Vertr.-Prof. Aart Bezooyen
Lehrklassengebäude
Campus Design, Neuwerk 7
aart(at)burg-halle.de