Auflade

Horizontale Faltlade mit bestückten Solarlamellen

Die horizontale Faltlade ermöglicht auch Mieter*innen ohne Balkon die aktive Teilhabe an der Energiewende. Sie wird an bestehenden oder nachgerüsteten Rollladenführungen in der Fensterlaibung montiert. Farbig beschichtete Solarzellen auf den Lamellen erlauben eine flexible Anpassung an die Fassadengestaltung. Die Solarzellen sind so angeordnet, dass ein Zuschnitt für unterschiedliche Fensterbreiten möglich ist. Jede Solarlamelle ist einzeln verschaltet und bei Defekten separat austauschbar, was Reparaturen vereinfacht und die Lebensdauer erhöht. Im ausgezogenen Zustand verschattet die Auflade das Fenster vollständig; beim Öffnen klappt es nach oben weg und erzeugt ein lebendiges Schattenspiel. Dabei sammelt sie auf ihrer Oberseite weiterhin Sonnenenergie, ohne die Sicht zu beeinträchtigen.

Keine Zustimmung für Vimeo gegeben. Das eingebettete Video wird deshalb nicht angezeigt.

Video bei Vimeo ansehen
Keine Zustimmung für Vimeo gegeben. Das eingebettete Video wird deshalb nicht angezeigt.

Video bei Vimeo ansehen

Im Mittelpunkt des Konzepts steht die modulare Solarlamelle als zentrales konstruktives und gestalterisches Element. Jede Lamelle ist als eigenständiges Bauteil konzipiert und lässt sich unabhängig von den übrigen Elementen aus- und einklicken. Dieses System ermöglicht den gezielten Austausch einzelner Elemente bei Defekten oder Alterung, ohne das gesamte Produkt ersetzen zu müssen. Im Schadensfall kann die betroffene Lamelle über einen integrierten NFC-Sticker identifiziert und direkt neu angefordert werden. Die defekte Lamelle wird zurückgeschickt, während das Ersatzmodul vom Nutzer selbst werkzeuglos eingeklickt werden kann. Dadurch wird die Lebensdauer der Auflade deutlich verlängert und Reparaturen vereinfacht. Sie wird in bestehenden oder nachgerüsteten Rollladenführungen innerhalb der Fensterlaibung montiert und benötigt keine großen baulichen Eingriffe in die Fassade. Dadurch eignet sich das System sowohl für Neubauten als auch für den Bestand und bleibt rückbaubar.

Gleichzeitig eröffnet das modulare Prinzip neue Möglichkeiten der Individualisierung. Einzelne Lamellen können bewusst ausgewählt, kombiniert oder zu einem späteren Zeitpunkt gestalterisch verändert werden. Die Auflade ist in unterschiedlichen Farbtönen erhältlich, die nicht als homogene Vollfarben, sondern als feine Farbnuancen innerhalb einer Farbwelt ausgeführt sind. Durch diese leicht variierenden, monochromen Abstufungen entsteht eine Lebendigkeit in der Fassadengestaltung. So kann die Auflade sowohl an unterschiedliche architektonische Kontexte angepasst als auch im Laufe der Nutzung aktualisiert und neu zusammengestellt werden.

Die Solarlamellen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. In jeder Lamelle sind Solarzellen integriert, deren Anordnung so gewählt ist, dass die Lamellen auf der einen Seite miteinander verschaltet und an zellfreien Bereichen passgenau auf verschiedene Fensterbreiten zugeschnitten werden können. Dieses flexible Raster ermöglicht eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche bauliche Situationen. 

Grundsätzlich besteht jede Solarlamelle aus mehreren Schichten: einem Trägermaterial aus Alu-Dibond, den darauf angeordneten Solarzellen sowie einer schützenden, dünnen Gorilla-Glasschicht. Alu-Dibond wird aufgrund seines geringen Gewichts bei gleichzeitig hoher Formstabilität eingesetzt, um das Gesamtgewicht der Lamellen zu minimieren und die mechanische Belastung von Führungsschienen, Scharnieren und Rahmen zu reduzieren. Zusätzlich wird das Glas mit einer speziellen, pigmentfreien Farbbeschichtung versehen, die mithilfe der Morpho-Technologie erzeugt wird. Diese strukturelle Farbgebung erlaubt eine farbliche Anpassung an unterschiedliche Fassadengestaltungen, ohne die Leistungsfähigkeit der Solarzellen wesentlich zu beeinträchtigen.

Die Verbindung der einzelnen Lamellen erfolgt über einen umlaufenden Rahmen und Scharniere, die sowohl die mechanische Bewegung als auch die elektrische Verbindung ermöglichen. Die Kabelführung verläuft unsichtbar innerhalb des Rahmens und sorgt für eine klare, reduzierte Gestaltung. Sämtliche Kabel werden innerhalb des Systems gebündelt und geordnet in den Innenraum geführt, wo sie in einer kompakten, integrierten Box für den Wechselrichter verstaut sind. Üblicherweise eingesetzte MC4-Steckverbindungen sind für modulare Systeme oft zu groß dimensioniert. Das Konzept sieht daher eine gezielte Gestaltung des Innengehäuses mit filigraneren Steckverbindungen vor, die eine reibungslose Verschaltung ermöglichen und den Austausch einzelner Lamellen zusätzlich vereinfachen.

Durch den modularen Aufbau wird die Auflade zu einem reparierbaren, anpassbaren und langfristig nutzbaren Produkt. Das System versteht Nachhaltigkeit nicht nur als Energieerzeugung, sondern als ganzheitliches Konzept, das Langlebigkeit, Reparierbarkeit und gestalterische Qualität miteinander verbindet.