Keramik- und Glasdesign / Projekt 20.09.2017

SS 2017 Komplexes Gestalten GLAS RAUM LICHT

Projektbetreuung: Gastprof. Susan Liebold und Dipl.Des. Steffi Auffenbauer Glasmacher: Cornelius Réer Glas ist ein fragiler Werkstoff, der seit seiner Erfindung den Menschen stetig zu poetischen, aber auch zu äußerst funktionalen Erfindungen inspiriert. Glas und Licht stehen in einem symbiotischen Dialog und finden häufig in der zeitgenössischen Architektur ihren Ausdruck. Ziel war es, neue Aspekte einer Interaktion der drei Komponenten Glas, Raum, Licht zu erforschen. Dabei sollte es darum gehen, den Werkstoff Glas mit seinen Eigenschaften und Möglichkeiten zu erfahren. Auf experimenteller Ebene erprobten die Studierenden neue Wege zur Gestaltung von Räumen mit Glas und Licht. Atmosphärische Aspekte spielten dabei eine wichtige Rolle. Die Komponente Licht wurde in Form von künstlichem, aber auch natür-lichem Licht betrachtet. Den Studierenden stand es frei, Ideen für Raumobjekte oder Rauminstallationen zu entwickeln. Ausgehend von einer Exkursion nach Köln und dem damit verbundenen Besuch des Kölner Doms, des Columbamuseums und dem MAK referierten die Studierenden zum Idealen Raum. Die Betrachtung des idealen Raumes sollte auf einer persönlichen, subjektiven Ebene stattfinden und ist als individueller Ausgangspunkt der Ideenfindung zu sehen. Im Zuge einer weiteren Exkursion ins Glaswerk Schneidemühle, der Fabrik des Glasflaschenproduzenten Wiegand Steinbach am Wald und des Europäischen Museums für modernes Glas Rödental lernten die Studierenden ein breites Spektrum an Möglichkeiten des Einsatzes von Glas kennen. Verschiedene Techniken der Glasbearbeitung konnten die Studierenden erfahren. Die sogenannte Heißglasbearbeitung am Ofen wurde von Cornelius Réer in der Glaswerkstatt in Nürnberg und Glasmanufaktur Derenburg, sowie die Kaltglasbearbeitung in der Glasmanufaktur Derenburg in dreiwöchigen Workshops vorgenommen. Ergänzende Techniken, wie Glasbläserei und Fusing wurden im Glaswerk Schneidemühle realisiert. Ein breites Spektrum zum Glas kombinierter Materialien und innovativer Lichttechnik vervollständigt die gläsernen Prototypen. Die finale Installation der Arbeiten in manifesten Räumen erprobt die atmosphärische Wirkung und Interaktion der Objekte und Installationen. // Gastprof. Susan Liebold

Designwissenschaften / Aktuelles 08.04.2015

Fiasco – ma non troppo. Ein Doppelband

Der Doppelband erscheint als nachträgliche Publikation zum 21. Designtheoretischen Symposion der Burg Giebichenstein, das im November 2012 unter dem Titel „Fiasco – ma non troppo. Vom Designfehler zum Fehlerdesign“ an der Kunsthochschule Halle stattgefunden hat. Es enthält die meisten der dort gehaltenen Vorträge sowie einige danach verfassten Aufsätze, darunter am Schluss einen längeren Beitrag, der vor und nach der Veranstaltung verfasst wurde und allgemeinere Überlegungen zum Thema ‹Fehler› aufgreift.

Keramik- und Glasdesign / Projekt 30.05.2017

SS 2017 MIT DEN HÄNDEN SEHEN - MIT DEN AUGEN FÜHLEN - BEGREIFBARE FORMSTUDIEN Fachaufgabe 1. Stdj.

18. - 21. 04.2017 / 08.- 12.05.2017 Projektbetreuung: Dipl.Des. Steffi Auffenbauer Dirk Neumann (Grafiker/Dozent) Mona Brembach (Werkstattleitung Gips) AUFGABE TEIL 1 Die Sammlung von Türgriffen aus der Ausstellung "Begreifbare Baukunst" im Grassimuseum Leipzig bildete den Ausgangspunkt der Fachaufgabe. Zuerst stand das zeichnerische Erkunden verschiedenster Formqualitäten der Türdrücker im Vordergrund. Zielsetzung war das räumlich-konstruktive Begreifen der vielfältigen Türgriffe und dessen zeichnerische Umsetzung. Diese grafische Analyse bildete die Grundlage, die Türdrücker aus dem Gedächtnis in Gips dreidimensional nachzubilden. Den Modellbauwerkstoff Gips kennenzulernen, professionelle Verarbeitungstechniken zu erlernen und aus der zweidimensionalen Skizze eine dreidimensionale Kopie zu erstellen war die Herausforderung der 1. Aufgabe. Im Anschluss wurden die Gipsmodelle mit dem Originaltürgriffen im Grassimuseum verglichen. Hierbei wurde BEGREIFBAR, dass Entwurfsarbeit ein Ringen um Millimeter ist! AUFGABE TEIL 2 Im zweiten Teil war die Entwicklung und Umsetzung von eigenen "begreifbaren" Formstudien die Zielsetzung. Dabei sollten alle Entwurfsansätze unter dem gemeinsamen Dach: "Mit den Händen sehen - Mit den Augen fühlen" funktionieren. Es galt, das abstrakte und komplexe Thema zu analysieren und mittels verschiedener Kreativtechniken eigene Entwurfsansätze für die individuellen Formstudien zu entwickeln. Nach dem zeichnerischen Entwerfen ging es direkt zur Umsetzung der Modellideen in Gips und Ton. TEILNEHMERINNEN Mariia Katrych, Tizian Gertz, Felix Schipp, Irmela Krach, Linus Winkler, Cleo Dölling, Sophia Reißenweber, Dorothee Mümmler, Nils Krüger