Momentum

Carmen Wanja, Bachelorarbeit SoSe 2015 betreut von Prof. Bettina Göttke-Krogmann

Der Titel Momentum, kommt aus dem Lateinschen und bedeutet Moment, Veränderung, Wechsel. Gewählt habe ich diesen, da ich mich bei meiner Bachelorarbeit mit den Veränderungen von Oberflächen durch äußere Einflüsse beschäftigt habe. Diese Änderungen entstehen durch die Klimaeigenschaften, wie Luft, Feuchtigkeit und Licht, jedoch auch durch Temperatur und Nässe.

Es sind Textilien für den Raum entstanden, sodass speziell das Raumklima eine übergeordnete Rolle spielt. Das Klima eines Raumes ist ein Wechselspiel zwischen physikalischen Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und der chemischen Zusammensetzung der Luft. Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid und Edelgase sind die Bestandteile der „sauberen Luft.“ Zu den chemischen Bestandteilen der Luft gehören auch die Schadstoffe aus Baumaterialien, die damit auch in die Wechselbeziehungen eingreifen.

Wir sind unentwegt dem Klima ausgesetzt. Die Natur, Lebewesen und auch Gegenstände reagieren mehr oder weniger ersichtlich auf das äußere Klima. Ich finde es spannend durch die Stoffe diese Reaktionen direkt zu visualisieren. Es entsteht eine Interaktion mit dem Klima, die teilweise irreversibel oder reversibel ist. Die Veränderungen beeinflussen wiederrum das Klima im Raum, es kann beispielsweise durch die Reflektoreigenschaften Wärme abgehalten werden und es beeiflusst den Geruch durch die Patina. Die
Brennbarkeit kann reduziert werden durch das Eisen und das Raumgefühl verändert, durch die warmen Farbtöne und die spezielle Haptik der Patina.