Das Studium

Studienrichtung Textil des Bachelor-Studiengangs Modedesign

Studienziel

Konzeptionelles Entwerfen, forschendes Experimentieren und Entwicklung funktionaler Prototypen sind die wesentlichen Schwerpunkte in der gestalterischen Ausbildung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Das experimentelle Erforschen visionärer Material- und Produktideen und die Erweiterung der Fragestellungen an zukunftsweisende Lösungen für Produkte, Räume und Bekleidung, bei denen Ästhetik, Nachhaltigkeit und Funktion miteinander im Einklang stehen, ist ein wesentliches Anliegen.

Neben den fundierten technologischen Grundlagen steht im Zentrum des Textildesignstudiums die Projektarbeit. Die verschiedenen Projektthematiken werden mit konkreten Anforderungen an die Gestaltung und Funktion von Textilien gepaart.

Ziel des Studiums ist es, Textildesigner mit eigener künstlerischer Handschrift auszubilden, die in der Lage sind, in ihren innovativen Konzepten Individualität, handwerkliche Qualität, Problembewusstsein und technisches Know-how miteinander zu verbinden und ihr kreatives Potenzial sowohl in Teams einzubringen als auch eigenverantwortlich und eigenständig zu arbeiten. Form-, Farb- und Materialsensibilität werden durch freie gestalterische Übungen geschult und weiterentwickelt. Das Vermitteln unterschiedlicher Herangehensweisen trainiert Sicherheit beim Erarbeiten von Entwurfskonzeptionen und bei deren Realisierung.

Lehrinhalte

Im Verlauf des 8-semestrigen Regelstudiums zum Bachelor of Arts werden differenzierte, zunehmend komplexere Themen bearbeitet. Das Spektrum reicht von Bekleidungsstoffen über Raumtextilien bis zu Oberflächen im Interieur des Automobils. Die Studierenden setzen sich als Basis für ein grundsätzliches Beherrschen textiler Technologien intensiv mit handwerklichen Fertigkeiten und traditionellen Techniken auseinander. Darauf aufbauend entwickeln sie eigene zukunftsweisende Interpretationen in den Werkstätten der Hochschule. Durch den direkten Kontakt mit dem Material und den manuellen Techniken werden unverzichtbare ästhetische und handwerkliche Erlebniswelten erschlossen. Ergänzend werden neben den allgemeinen designtheoretischen Fächern Vorlesungen in Textilgeschichte, Gewebekonstruktion, Materialkunde und Weitere angeboten.

Voraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife und künstlerische Eignung.

Neunmonatiges Vorpraktikum in den Bereichen textiler Siebdruck, textiler Digitaldruck, Weberei, Stickerei, Strickerei, Bekleidungstextilien, Technische Textilien, Heimtextilien. In Ausnahmefällen kann die Zeit auf Antrag verkürzt werden. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in artverwandten Berufen wird als Vorpraktikum auf Antrag anerkannt. Bei überragender Begabung, die bei der Eignungsprüfung festgestellt wird, kann auf die allgemeine Hochschulreife verzichtet werden.

Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Kooperationspartner

Das Fachgebiet arbeitet mit Firmen der einschlägigen Industrie und Textilforschungsinstituten zusammen. Enge Partnerschaften bestehen zu: BMW, München; rohi Weberei, Geretsried; Nya Nordiska, Dannenberg; Hess Natur, Butzbach; Druckerei KBC, Lörrach; Creation Baumann, Langenthal, Schweiz; Merck, Darmstadt; Aquafil, Leuna; Stoll, Reutlingen; StrickChic, Apolda; Rohleder, Konradsreuth und vielen anderen sowie den Textilforschungsinstituten TITV Greiz und STFI Chemnitz.

International gibt es intensive Verbindungen durch gemeinsame Projekte zur Mimar Sinan University in Istanbul, Türkei und das Programm „European Textile Trainee“ mit dem Textielmuseum Tilburg, Niederlande. Die internationalen Kontakte werden kontinuierlich ausgebaut.

Kurzinformation

  • Studienrichtung im Studiengang Modedesign
  • Fundierte gestalterische und künstlerische Grundlagen
  • Fachspezifische Projektarbeit
  • Wissenschaftliches und theoretisches Begleitstudium

Studienbeginn

Wintersemester, Studienanfänger pro Jahr: 4-6

Regelstudienzeit

8 Semester, B.A. - Abschlussarbeit im 8. Semester

Kosten

Keine Studiengebühren

Master-Studiengang

Conceptual Textile Design

Studien- und Prüfungsordnungen

Link zu den studienrelevanten Rechtsgrundlagen