Studieninformationszentrum der Burg

Ausstellung der Ergebnisse zum Innenarchitekturwettbewerb für ein neues Studieninformationszentrum der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vom 18. Dezember 2012 bis Mitte Januar 2013 auf der Rektoratsetage, Villa Neuwerk, Campus Design.

 

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wird sich künftig im Wesentlichen auf die beiden Campusstandorte Kunst und Design konzentrieren, die, verbunden durch die Burgstraße, am Rand der Innenstadt liegen. Der Hauptstandort, das Rektorat und die Verwaltung befinden sich auf dem Campus Design am Neuwerk 7, bestehend aus der ehemaligen Villa des Bankiers Steckner und verschiedenen Gebäuden, die sukzessive in den letzten 50 Jahren um diese herum entstanden sind.

Problemstellung

Für Besucher und Studieninteressierte gibt es außer der etwas versteckt in der „Villa“ liegenden Poststelle keinen unmittelbaren Informationsort. Selbst für Studierende ist die Studienverwaltung (Immatrikulationsamt, Prüfungsamt, Studienberatung, Auslandsamt etc.) nicht einfach zu finden. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis sollen alle Funktionen, die zur Information, Orientierung und Beratung dienen, an einem zentralen Ort als „Studieninformationszentrum der Burg“ zusammengefasst werden, und zwar so, dass es auch für Ortsunkundige leicht zu finden ist.

Ort

Als Verortung ist das ehemalige Kutscherhaus der Villa vorgesehen, in dem sich bereits heute das Dezernat für Studentische und Akademische Angelegenheiten befindet. Der ehemals als Remise errichtete Gebäudeteil wird derzeit nur als Garage und die Nebenräume als Ausweich- und Lagermöglichkeit genutzt.

Aufgabe

Für das zukünftige Studieninformationszentrum sollte ein Gestaltungskonzept entwickelt werden, das neben den o. a. Aspekten von der Gestaltung geeignet ist, die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zu repräsentieren und den Mitarbeitern einen angemessenen Arbeitsplatz zu bieten. Die Verfasser sollten Aussagen zur Raumorganisation, Möblierung und zur Außenwirkung treffen. Den vorgegebenen Rahmen bildeten das Organigramm des Dezernats, die Räumlichkeiten, das Budget und die grundsätzliche Beachtung des Gebäudeensembles als bauliches Denkmal.
Herzstück des Studieninformationszentrums sollte ein Frontoffice bilden, in dem Ansprechpartner Informationen geben und Standardverwaltungsaufgaben (Rückmeldung, Prüfungsanmeldung etc.) direkt erledigt werden können.

Teilnehmer

Um Absolventen aktiv zu fördern und gleichsam deren Wahrnehmungen in die Zukunftsplanung des Campus mit einzubeziehen, wurden fünf Planungsgemeinschaften bzw. Büros, deren Mitglieder im Studiengang Innenarchitektur der Burg Giebichenstein abgeschlossen haben, zu einem an die RPW 2008 angelehnten, anonymen Realisierungswettbewerb eingeladen.

Ergebnis   

Zum Einsendeschluss des Wettbewerbs lagen vier wettbewerbsfähige Arbeiten vor, von denen zwei in die engere Wahl kamen. Jeweils ein Entwurf bestach bei der „Inneren Organisation und Raumwirkung“ beziehungsweise der gewünschten Außenwirkung, hatte jedoch bei dem jeweils anderen Kriterium Schwächen. Das Preisgericht erkannte daher diesen beiden Wettbewerbsarbeiten einen zweiten Preis zu. Die Preisträger wurden gleichzeitig eingeladen ihre Entwürfe in einer 2. Phase zu überarbeiten.

Überarbeitung    

Beide Büros überzeugten mit ihren Vorschlägen, sowohl bezogen auf die innere Organisation wie auch auf die Raumwirkung. Am Ende setzte sich der Entwurf der Gruppe Formgold durch, dem die Jury eine großzügigere Verknüpfung von Innen und Außen attestierte.

Mathias Brockhaus,
Projektkoordinator des Wettbewerbs zum Studieninformationszentrum