Mit ihrer Diplomarbeit Über das Verschwinden, die 2024 in der Studienrichtung Textile Künste unter Betreuung von Prof. Caroline Achaintre und Prof. Philip Gaißer entstand, hat Lynn Gerstmair den Fotografie Nachwuchsförderpreis „Gute Aussichten - junge deutsche Fotografie“ bekommen.
Lynn Gerstmair setzt sich in dieser Arbeit mit der Taube Martha auseinander, durch Bejagung und Verfolgung ausgerottet starb Martha, die letzte amerikanische Wandertaube, 1914 in einem Zoo in Cincinnati. Sie widmet ihr in Über das Verschwinden eine poetische Hommage und verwandelt digitale Pixel in gewebte Bindungspunkte.
Noch bis zum 8. November findet die Ausstellung „Das Schweigen berühren: gute aussichten 2025/2026“ mit den Arbeiten der Preisträger*innen in der Kunsthalle in Pfaffenhofen statt. Die acht Preisträger*innen wurden von einer renommierten, achtköpfigen Jury aus 108 gültigen Einsendungen ausgewählt. Sie bringen in ihren vielschichtigen künstlerischen Arbeiten beinah vergessene Geschichten zum Klingen, brechen das Schweigen, folgen ihrem Forschergeist, betrachten die Gegenwart und finden selbst in einem mörderischen Krieg oder bei Menschen, die durch die Hölle gingen, noch Bilder, die die Hoffnung in sich tragen.