Performance as performative practice: BEFORE A NAME IS GIVEN
Performance entfaltet sich im Spannungsfeld von Körper, Raum, Zeit und Handlung. Sie ist kein Objekt, sondern ein Ereignis – flüchtig, lebendig und im gegenwärtigen Moment erfahrbar. In diesem Workshop verstehen wir Performance als eine Praxis des Forschens und Wahrnehmens. Der Körper wird dabei nicht zum Träger einer Idee, sondern zum Ort, an dem Denken, Erinnern und Imagination Gestalt annehmen.
Theorie und Praxis durchdringen einander. Gemeinsam fragen wir nach der Ontologie der
Performance, ihrem „Punkt Null“, und erforschen Performativität als eine Kraft, die Wahrnehmung verändert und Wirklichkeit im Augenblick entstehen lässt. In einer von Mobilität und Vergänglichkeit geprägten Gegenwart eröffnet Performance einen Raum der Aufmerksamkeit, der Begegnung und des Erlebens.
Durch körperliche Übungen, Experimente und kollektive Arbeitsprozesse entwickeln wir individuelle wie gemeinsame performative Strategien. Der Workshop versteht den schöpferischen Prozess als fortwährendes Sich-Neu-Erfinden – getragen von Neugier und der Offenheit für das Unbekannte. Denn jede Performance beginnt dort, wo etwas in Erscheinung tritt, das zuvor noch keinen Namen hatte.


















