Die internationale Konferenz „Im Medium Farbe“ schlägt einen großen Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart des „Deutschen Farbenzentrums e.V.- Zentralinstitut für Farbe in Wissenschaft und Gestaltung. Der Anlass für den Gründer Kurt Görsdorf war die Einsicht, dass alles, was mit dem Wort Farbe beschrieben wird, nur als ein fachübergreifendes Phänomen verstanden werden kann. Das Deutsche Farbenzentrum hat sich damit bereits ein halbes Jahrhundert der gemeinnützigen Förderung der interdisziplinären Arbeit in allen Wissens– und Tätigkeitsbereichen der Farbe verschrieben.
„Farben stellen für uns eine unerschöpfliche Quelle der Faszination dar, eine Faszination, die vom sinnlich-ästhetischen Erleben bis zur Reflexion über den Erkenntnisprozeß und die Natur des menschlichen Geistes reicht.“
J.W. Goethe 1791
- Tagungsorgansisation Prof. Dr. Axel Buether Gestalterisch-künstlerische Grundlagen Farbe Licht Raum
- Spezieller Gruppentarif Burgstudenten durch Förderung von RAL möglich (ausschließlich der Anteil für die Pausenversorgung+Lunchbuffet mit 30 Euro wird berechnet), Anmeldung: Siehe Link am Ende, Fragen: mail@axelbuether.de
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Programm
- Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Axel Buether & Dr. AnneMarie Neser
Tagungsorganisation und Vorstand DFZ
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Farbe in Kunst und Wissenschaft
- Prof. Klaus Palm & Prof. Klaus Richter
EhrenvorsitzendeDFZ; Farbe in Kunst, Design, Technik und Wissenschaft — 50 JahreDFZ und 48 Jahre Ausstellung Farbe und Farbsehen. -
Farbe zwischen Ästhetik und Aisthesis
- Prof. Dr. Christoph Wagner
Lehrstuhl für Kunstgeschichte Universität Regensburg, Sprecher des Themenverbundes Sehen und Verstehen der Universität Regensburg, Präsident der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft
Forschungsschwerpunkte: Malerei und Kunsttheorie der Neuzeit und der Moderne; italienische Kunst und visuelle Kultur des 15. und 16. Jahrhunderts; Historiographie und Kunsttheorie der Klassischen Moderne; Malerei nach 1945; Politische Ikonographie; Wahrnehmungsgeschichte; Methodologie der Kunstgeschichte; Verhältnis von Kunst und Naturwissenschaften. -
Farbe in der Musik
- Neil Harbisson
British-Catalan cyborg artist, musician and performer best known for his self-extended ability to hear colors. In 2004 he became the first person in the World to be fitted with an eyeborg and to be officially recognized as a cyborg by a government. Color and the use of technology as an extension of the performer’s body and senses are the central themes in Harbisson’s work.
Artwork — Sound of Color -
Farbe im Film
- Prof. Dr. Susanne Marschall
Lehrstuhl für Medienwissenschaft (Schwerpunkt: Audiovisuelle Medien, Film– und Fernsehen), Universität Tübingen
Forschungsfeld Farbe im Kino: Farbe nehmen wir im Kino mit allen Sinnen wahr. Sie löst Emotionen aus und bedient Erwartungen. Die Autorin geht auf die Suche nach den Grundlagen einer Farbenlehre der Filmkunst. Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie, der Musikpsychologie und Synästhesieforschung zum Zusammenspiel von Farbe und Klang, der Physik, der Farbenchemie, der Optik, der Kulturwissenschaft, der Sprachforschung, der Anthroplogie und der Kunstgeschichte fließen in die Untersuchung ein. -
Farbe in der Gesellschaft
- Prof. Dr. Hans Peter Thurn
Lehrstuhl Kultursoziologie, Kunstakademie Düsseldorf/Hochschule für Bildende Künste (emer.), zahlreiche Buchveröffentlichungen zu Themen der Kultursoziologie und –geschichte, der Kunst– und Literatursoziologie.
Forschungsfeld Farbwirkungen — Soziologie der Farbe: Der Umgang mit Farbe hat sich im 20. Jahrhundert weitgehend demokratisiert, denn jeder kann über beliebig viele Farben verfügen. Farben wirken im Zusammenleben von Menschen vielfältig mit, wir alle erscheinen einander farblich und so nehmen wir uns wahr. Die Forschung setzt auf der Alltagsebene ein, um zu zeigen, warum wir heute über keinen festen Farbkanon mehr verfügen. Durch Bezugnahme auf konkrete Beispiele und Situationen stellt das Buch diese Sachverhalte plastisch dar. Rituale, Mode, Kleidungsvorlieben, Wohngestaltungen, Gebrauchsgegenstände, Bücher, Blumenschmuck, Autos und dergleichen mehr werden dabei farblich ausgelotet. -
Farbe im urbanen Raum
- Michel CLER, Architecte DESA, Consultant Couleur
France CLER, Peintre, Ecole Beaux-Arts Aix en Provence et Marseille, Consultant Couleur
Verena M. Schindler, Historienne de l’art et de l’architecture, Study Group on Environmental Colour Design (ECD) of the International Colour Association (AIC)
Research Chromatictownscapes – Atmospheres of Chromaticscapes: In long-term processes “colour” (coloured appearance) and material function as components to inform (memory, management), to plan spaces, for individuals and groups to identify in different contexts as well as their activities. -
Farbe in leiblicher Kommunikation
- Prof. Dr. Hermann Schmitz
Philosoph, Universität Kiel (emer.)
Die Neue Phänomenologie verdankt ihre begriffliche und thematische Grundlegung den philosophischen Bemühungen von Hermann Schmitz. Er hat in geduldiger Sorgfalt die unbefangene Lebenserfahrung auf breiter Front rechenschaftsfähigem Sprechen zugänglich gemacht und damit – ausgehend von dem, was wir am eigenen Leibe spüren – große Bereiche der Wirklichkeit einer methodischen Besinnung neu erschlossen: Leib, Gefühle, Atmosphären, Situationen.
Vollständige Bibliographie
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Farbe im Material
- Stefan Muntwyler
F A R B E G E L B : SAFRAN, URIN und ARSEN
Autor des Standardwerkes FARBPIGMENTE FARBSTOFFE FARBGESCHICHTEN, wird als Maler mit eigens für diesen Anlass geschaffenen grossflächigen Farbtafeln exemplarisch spannende Geschichten zur Farbe Gelb erzählen. Nicht nur ein Referat, sondern ein kleines Spektakel voller Überraschungen und Geheimnissen, die gelüftet werden. Muntwyler spannt einen Bogen von den historischen Gelbpigmenten bis zur Gegenwart.
www.stefanmuntwyler-pigmente.ch
Ort (Location):
Umspannwerk Kreuzberg
Ohlauer Straße 43
D-10999 Berlin






