Körper, Dinge und Bewegung. Wie es dem Gleichgewichtssinn gefällt

Kolloquium zur Psychologie von materieller Kultur und Design vom 25. - 27. Oktober 2007 an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Kolloquium zur Psychologie von materieller Kultur und Design

veranstaltet von der Burg Giebichenstein und der Gesellschaft für Kulturpsychologie

Alle möglichen Gepflogenheiten in den Kulturen der Welt drehten und drehen sich um die Balance, darum, sie zu erlangen, zu behalten, aber auch: sie zu riskieren, gar los zu werden. – Auch die Welt der Dinge, in der die Menschen ihr Leben ein- und ausrichten, zeugt davon.

Der Gleichgewichtssinn ist, frei nach Paul Schilder, der Sinn, der Sinne und Bewegung zusammenhält. Das Kolloquium untersucht, wie die materielle Kultur diesen Sinn heraus-, über- oder auch unterfordert. Welche Entwicklungen lassen sich nachzeichnen, welche absehen, wünschen oder entwerfen? In klassischen Theorien der Ästhetik statischer Objekte und heutigen Gestaltungslehren ist ‚Balance’ eine Norm. Lässt sich das vom Gleichgewichtssinn her rechtfertigen? Hat die ‚Balance’ von Erscheinungsbildern überhaupt etwas mit dem Sinn fürs körperliche Gleichgewicht zu tun?

Etwa 30 Vortragende und Diskutanten werden Facetten von Balance und Taumel aus
natur- und kulturwissenschaftlicher wie aus künstlerischer/gestalterischer Perspektive
beleuchten. Zudem wird es wissenschaftliche Poster und Präsentationen studentischer
Projekte zum Thema geben.