Wir sind für dich da! We are there for you!

Ansprechpartner und -partnerinnen an der BURG

Wir_sind_für_dich_da

Gestaltung Flyer: Jihee Lee
Foto: Annika Sominka

Wir sind für dich da! We are there for you!

Seit heute macht sich die Broschüre „Wir sind für Dich da“ auf den Weg durch die Räume der Burg Giebichenstein. Die Idee des Informationsblattes ist einfach erklärt: Die vielen Anlaufstellen und Ansprechpartner_innen für Studierende an der BURG waren bisher zwar personell vorhanden, aber leider nur schwer auf einen Blick ausfindig zumachen. Ob es um Fragen an den Studierendenrat, die Gleichstellungsbeauftragten oder um konkrete Problemlagen geht – in vielen Situationen kann es wichtig sein, schnell und gezielt eine Beratung zu finden.

Das dachten sich auch Jihee Lee und So Jin Park und kamen auf die Idee, eine Broschüre für Studierende der BURG zu entwickeln. Unterstützt wurde diese Initiative vom Projekt FEM Power und vom Büro für Gleichstellung. Das Layout übernahm Jihee Lee selbst, die erst kürzlich für ihr zusammen mit So Jin Park  gestaltetes Projekt „I am angry“, das sich mit alltäglichen Rassismus gegen Asiatinnen und asiatisch aussehenden Personen auseinandersetzt, den GiebichenStein Designpreis in der Kategorie „Engagiertestes Anliegen“ verliehen bekommen hat (http://iamangry.de/ ). Ausgehend von ihrer Arbeit am Projekt und im Austausch mit anderen Studierenden der BURG entstand auch die Idee zum „Wir sind für Dich da“-Flyer. Denn neben Fragen zu Auslandssemestern und zur Bafög-Beratung gibt es auch Problemstellungen, in denen es wichtig ist, dass Studierende wissen, an wen sie sich wenden können und wer für sie da ist. Erst im April letzten Jahren verabschiedete der Senat der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle die „Richtlinie zum Schutz vor Benachteiligungen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)“. Darin bekennt sich die BURG zu einer „Kultur des Hinsehens“ und verpflichtet sich Sorge zu tragen, dass „innerhalb des Hochschullebens keine Person aufgrund des Geschlechts, der ethnischen oder sozialen Herkunft, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Orientierung, der Religion oder Weltanschauung benachteiligt wird“. Im Alltag vieler Menschen, vor allem aber vieler Frauen, spielt sexualisierte Diskriminierung und Gewalt immer noch eine große Rolle. Auch die Hochschulen als Studien- und Arbeitsorte sind davon nicht ausgenommen und deshalb verpflichtet, in ihrer räumlichen und kulturellen Infrastruktur Diskriminierung und sexueller Belästigung aktiv entgegenzutreten. Schließlich können herausragende Leistungen im Studium und in der künstlerischen und/oder gestalterischen Arbeit nur in einer Umgebung erbracht werden, die sich auch praktisch für ein respektvolles Miteinander einsetzt.

Und so beginnt die „Kultur des Hinsehens“ mit der Informationsweitergabe und der Sensibilisierung für genau die Themen, die manchmal leider erst durch Kampagne wie #MeToo Aufmerksamkeit erhalten.

Wir sind für Dich da! We are there for you!

Herzliche Grüße

Bettina Göttke-Krogmann, Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule

Annika Sominka, Wiss. Mitarbeiterin FEMpower