Der Künstler Ulrich Knispel (1911–1978), der ab 1948 Lehrer an der Burg Giebichenstein Kunstschule Halle wurde, erhielt 1950 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalts.
Nur ein Jahr später erhob die SED gegenüber Ulrich Knispel den Vorwurf, den schädigenden Einfluss der Westkunst auf die Kunst der DDR zu fördern. Vorausgegangen war ein Studienaufenthalt des Künstlers mit seinen Studenten an der Ostsee in Ahrenshoop. Ihre so genannten formalistischen Studienblätter entsprachen nicht dem gewünschten sozialistischen Realismus. Ulrich Knispel entzog sich einer möglichen Verhaftung durch die Flucht nach West-Berlin. Dort erhielt er, nach einer Reihe von Zwischenstationen, 1965 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg.
Ulrich Knispel arbeitete sowohl gegenständlich als auch abstrakt. Zunächst orientierte er sich am Expressionismus und an den großen Einzelgängern der Moderne. Später prägte sein phantasievolles künstlerisches Schaffen der Surrealismus.
Ulrich Knispel war mit seinen Arbeiten auf zahlreichen internationalen und nationalen Kunstausstellungen neben namhaften Künstlern wie HAP Grieshaber, Georg Meistermann, Ernst Wilhelm Nay oder Hann Trier vertreten.
Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 6. Februar um 11 Uhr eröffnet.
6. 2. – 6. 4. 2011
Ulrich Knispel (1911 – 1978) zum 100. Geburtstag
Bilder aus drei Jahrzehnten
CJD Bonn
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e. V. (CJD)
Graurheindorfer Str. 149
53117 Bonn
Öffnungszeiten:
Montag – Samstag 9 – 20 Uhr
Sonntag 9 – 13 Uhr






