Graduiertenförderung

Vergabe von Stipendien im Rahmen der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt

Ausschreibung

Auf Grundlage des Graduiertenförderungsgesetzes (Grafög) des Landes Sachsen-Anhalt vom 30. Juli 2001, zuletzt geändert am 04. Februar 2016, können sich Absolventinnen und Absolventen von Diplom- und Masterstudiengängen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle für ein Graduierten-Stipendium zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses bewerben. Empfohlen wird, dass zwischen Studienabschluss und Antragstellung ein Zeitraum von mindestens 6 Monaten liegt.

Stipendien

Für das Graduierten-Stipendium werden zwei Formate angeboten: Das Graduierten-Stipendium für Designerinnen und Designer (GSD) sowie das Graduierten-Stipendium für Künstlerinnen und Künstler (GSK). Über die Vergabe entscheidet die Graduiertenkommission, die vom Akademischen Senat der BURG dafür gebildet wurde. Der Grundbetrag des Stipendiums beträgt 1100 Euro monatlich, zzgl. ggf. Kinderbetreuungszulage.

Das Graduierten-Stipendium für Designerinnen und Designer

Die Förderung zielt insbesondere darauf, ein Projekt eigenständig zu entwickeln und umzusetzen. Es kann sich hierbei auch um ein wissenschaftliches Forschungsvorhaben (Promotion im Fachbereich Design) handeln. Das Vorhaben ist im Zuge der Bewerbung hinreichend zu beschreiben. Hierzu ist ein Exposé erforderlich, in dem Idee und Ausgangssituation (Grad der Vorbereitung) beschrieben wird. Dem Exposé muss auch zu entnehmen sein, was zum Ende des ersten Förderzeitraums (nach 5 Monaten) als vorläufiges Ergebnis zu erwarten ist (detaillierter Zeitplan).

Das Graduierten-Stipendium für Künstlerinnen und Künstler

Für Künstlerinnen und Künstler ist das Graduierten-Stipendium eine Chance, die eigene Künstlerpersönlichkeit weiter zu entfalten und ohne wirtschaftlichen Druck dem eigenen Werk einen Entwicklungsschub zu verleihen. Entsprechend ist im Exposé der bisherige künstlerische Weg aufzuzeigen und überzeugend darzulegen, dass in der angestrebten intensiven Phase der Förderung das eigene künstlerische Potenzial Verdichtung finden wird. Bei der Bewerbung ist zu benennen, mit welchen Zwischenergebnissen nach der ersten Förderperiode zu rechnen ist.

Bewerbung

Auf der Website der BURG sind Formulare hinterlegt, die zur Bewerbung zu nutzen sind.
Aus dem Bewerbungsformular (Angaben zur Person, kurze Darstellung des künstlerischen, gestalterischen bzw. wissenschaftlichen Werdegangs, Angaben zum Vorhaben im geförderten Zeitraum) gehen auch die erforderlichen Anlagen hervor (Kopie des Hochschulabschlusszeugnisses, etc.).

Gutachten

Von einer Professorin bzw. Professor der BURG ist ein Erstgutachten, von einer weiteren Lehrperson ein Zweitgutachten beizubringen. Kommissionsmitglieder sollen nicht als Erstgutachter/-innen fungieren, eine Mentorschaft (Zweitgutachten) ist jedoch nicht ausgeschlossen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich der Bewerber/die Bewerberin auch eine Zweitgutachterin oder einen Zweitgutachter an einer anderen Hochschule in Sachsen-Anhalt sucht. Im Falle von wissenschaftlichen Vorhaben ist der Erstgutachter/die Erstgutachterin Mitglied der Promotionskommission und betreut auch die wissenschaftliche Arbeit.

Für das Gutachten ist das hier hinterlegte Formblatt zu verwenden. Eine/r der Gutachter/-innen muss seine/ihre Bereitschaft erklären, als Mentor/-in die Stipendiatin oder den Stipendiaten über den gesamten Förderzeitraum hinweg zu betreuen. Die Gutachten sind direkt an die GK zu senden, sie werden nicht von der Bewerberin oder dem Bewerber eingereicht.

Vergabeverfahren

Die Graduiertenkommission nimmt nach einer Vorauswahl besonders vielversprechende Bewerbungen in die engere Wahl. Diese Kandidatinnen und Kandidaten werden zu einem Gespräch mit der GK eingeladen, in dessen Rahmen sie die Gelegenheit haben, ihr Vorhaben zu präsentieren und Fragen zu beantworten.

Mitglieder der Graduiertenkommission

Prof. Dr. Sara Burkhardt (Vorsitzende), Prof. Georg Barber, Prof. Mareike Gast, Prof. Stella Geppert, Prof. Rita Rentzsch, Prof. Rolf Wicker, Carla Streckwall, Claas Gutsche, Prof. Bettina Erzgräber (Gleichstellungsbeauftragte) und Karstin Kirchner (ständiger Gast).

Vergabezeitraum

Ein Graduierten-Stipendium wird zunächst für einen ersten Förderzeitraum vergeben, der 5 Monate dauert. Bereits bei der Bewerbung kann eine Option für eine Verlängerung der Förderung um weitere 5 + 2 Monate angemeldet werden.

Zwischenbericht und -präsentation nach 5 Monaten

Nach 5 Monaten ist von der Stipendiatin/dem Stipendiaten ein aussagekräftiger Zwischenbericht über den Verlauf des Förderzeitraums als schriftliche Dokumentation einzureichen. Die Mentorin/der Mentor nimmt zu diesem Zwischenbericht schriftlich Stellung. In Folge sind die Arbeitsergebnisse der Graduiertenkommission (GK) zu präsentieren. Der Verlauf und die Aktivitäten im Förderzeitraum (Teilergebnisse, ausgeführte Experimente, Erprobungen, Recherchen usw.) sollen für die GK nachvollziehbar dargestellt werden. Die GK hat in diesem Rahmen die Möglichkeit, die Stipendiatin/den Stipendiaten zu befragen.

Bericht und Präsentation nach 10 Monaten

Sofern von der GK auf Basis des Zwischenberichts, des Gutachtens der Mentorin/des Mentors und der Zwischenpräsentation eine Fortführung bewilligt wurde, wird nach weiteren 5 Monaten in einer Präsentation der aktuelle Stand vorgestellt. Der Verlauf und die Aktivitäten im Förderzeitraum nach der Zwischenpräsentation (Teilergebnisse, ausgeführte Experimente, Erprobungen, Recherchen usw.) sollen für die GK nachvollziehbar dargestellt werden. Den Arbeitsergebnissen ist ein ausführlicherer Raum in der Präsentation einzuräumen (Kurzbeschreibung, Materialangaben, Maße, Abbildungen). Die GK hat in diesem Rahmen die Möglichkeit, die Stipendiatin/den Stipendiaten zu befragen.

Fortführung des Stipendiums um weitere 2 Monate

Die GK kann auf Grundlage der Präsentation nach 10 Monaten die Fortführung des Stipendiums um weitere 2 Monate bewilligen. Diese letzte Förderperiode dient den Stipendiatinnen und Stipendiaten insbesondere dazu, auf der Grundlage der Empfehlungen des Gutachtens der Mentorin/des Mentors bzw. der GK die erbrachten Ergebnisse in Hinblick auf die Ausstellung abzurunden und Material für eine Dokumentation zusammenzustellen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen an der Ausstellung ihrer Ergebnisse aktiv mitwirken.

Ausstellung

Die GK entscheidet nach der Präsentation nach zehnmonatiger Förderung darüber, ob die Ergebnisse geeignet sind, bei einer Ausstellung berücksichtigt zu werden.
Die Ausstellung soll die Facetten der geförderten Arbeiten an der BURG der interessierten Öffentlichkeit gegenüber kommunizieren.

Die GK entscheidet darüber, ob eventuell auch Beiträge von Stipendiatinnen oder Stipendiaten, die keinen zweiten bzw. dritten Förderzeitraum erhalten haben, in die Ausstellung integriert werden. Im Einzelfall entscheidet/empfiehlt die Graduiertenkommission, inwieweit Ergebnisse, die innerhalb der Graduiertenförderung entstanden sind, in das auszustellende Konvolut eingehen.

Hinweis

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich der Mittelzuweisung für Stipendien nach dem Graduiertenförderungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Die Gewährung eines Stipendiums ist ausgeschlossen, wenn die Durchführung des künstlerischen oder wissenschaftlichen Entwicklungsvorhabens anderweitig aus öffentlichen Mitteln gefördert worden ist oder wird.

Termine

Bewerbungsschluss:  01. Juni 2017
Sichtung der Bewerbungsunterlagen durch die Kommission: 14. Juni 2017
Auswahlgespräche: 22. Juni 2017

Ansprechpartner

Karstin Kirchner
Tel.: +49 345 7751 530
Email: kirchner(at)  burg-halle.  de

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Vergabekommission Graduiertenförderung
Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)