Thomas Rug
Transportmeteorit. retrospektiv

Vom 6. Mai bis 22. Juni 2014 zeigt das Kunstforum Halle unter dem Titel „Transportmeteorit. retrospektiv“ eine Ausstellung mit Arbeiten aus dem Gesamtwerk von Thomas Rug, Professor für Grafik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

„Säulen“ (Ausschnitt), 2013, Serie „Aussichten“, 16,3 x 24,7 cm, Bleistift

„Säulen“ (Ausschnitt), 2013, Serie „Aussichten“, 16,3 x 24,7 cm, Bleistift

Im Jahr 2013 feierte Prof. Thomas Rug, Professor für Grafik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Sachsen-Anhalts, seinen 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird eine repräsentative Auswahl seines zeichnerischen und druckgrafischen Gesamtwerkes im Kunstforum Halle präsentiert.

Die Ausstellung zeigt erstmals in einer breit angelegten Retrospektive einen Querschnitt des sich in den letzten drei Jahrzehnten entwickelnden Œuvres. Bereits Mitte der 1990er-Jahre ist es Thomas Rug gelungen, einen eigenen, unverwechselbaren Stil zu finden, in dem sich reale und surreale Bildwelten miteinander verbinden. In den frühen Zeichnungen und Grafikzyklen dominiert die menschliche Figur als Ausdrucksträger für individual- und kollektivpsychologische Befindlichkeiten. Nach der Jahrtausendwende gewinnt die Landschaft als Projektionsfläche für kulturelle Erinnerungen und fantastische Visionen einerseits sowie für kunstgeschichtliche Auseinandersetzungen und kritische Gegenwartskommentare andererseits an Bedeutung.

Zum Verständnis von Rugs poetischen Landschaften, die wie Bildbühnen angelegt sind, nutzt man am besten den in der Kunsttheorie des frühen 18. Jahrhunderts geformten Begriff des Capriccios. Dieser bezeichnete das Scherzhafte, Launische und Fantastische, das sich in einer raffinierten technischen Ausführung, insbesondere in einem gestalterischen Strukturreichtum manifestiert. Den Betrachtenden bietet sich ein einzigartiger ästhetischer Bildraum, der zwar ganz und gar dem Imaginären verpflichtet ist, der aber direkt in das lebendige Element der Existenz hineinführt, ins Unbewusste, Irrationale, Spontane, mit anderen Worten: ins Mysterium der künstlerischen Freiheit, die sich jeder Erklärung, jeder Logik und Kausalität entzieht.

Die Ausstellung im Kunstforum Halle wird am Sonntag, dem 4.  Mai 2014, um 15 Uhr eröffnet.

Zur Begrüßung spricht Jan-Hinrich Suhr, Vorstandsmitglied der Stiftung Saalesparkasse. Eine Einführung in die Ausstellung gibt der Kurator Dr. Joachim Penzel (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).

Thomas Rug wurde 1953 in Bad Salzungen geboren. Er studierte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle; hier hat er seit 1993 die Professur für Grafik und Malerei inne. Sein facettenreiches Gesamtwerk in den Bereichen der Handzeichnung und der künstlerischen Druckgrafik wurde im Jahr 2011 mit dem Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt gewürdigt.

Kuratorenführung
Sonntag, 25. Mai 2014, 15 Uhr
Sonntag, 8. Juni 2014, 15 Uhr

Künstlergespräch und Lesung
Dienstag, 6. Juni 2014, 19.30 Uhr
Thomas Rug im Gespräch mit Dr. Joachim Penzel
Moderation: Dr. Joachim Penzel
Lesung: Cornelia Heyse (Schauspielerin)

Zur Ausstellung erscheint eine von Joachim Penzel herausgegebene umfangreiche Werkübersicht als Katalog im Mitteldeutschen Verlag.

6.5. – 22. 6. 2014
Thomas Rug
Transportmeteorit. retrospektiv
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 4. Mai 2014, um 15 Uhr
Kunstforum Halle
Bernburger Straße 8
06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr 14 – 17 Uhr, Do 14 – 19 Uhr, Sa, So und Feiertage 11 – 17 Uhr

Eintritt: 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro