HAND VOLL HALLE
PARTICULAR POTENTIAL
Vom Feld ins Labor zum Showroom
HAND VOLL HALLE untersucht den Boden unter unseren Füßen als lokale, materielle und kulturelle Ressource. Eine nur wenige Zentimeter dünne Schicht fruchtbaren Bodens bildet die Oberfläche der Erde und ist Grundlage komplexer Lebensprozesse – von Mikroorganismen bis hin zu größeren Lebewesen. Gleichzeitig nutzen wir den Boden als ein Materiallager: Sand, Schluff und Ton sowie darin enthaltene Mineralien bilden die Grundlage für keramische und gläserne Werkstoffe.
In einem Radius von fünf Kilometern um den Design Campus der BURG werden Partikel gesammelt, sortiert, dokumentiert, untersucht und transformiert. Dabei interessiert uns nicht nur die materielle Zusammensetzung der einzelnen Proben, sondern auch der Ort, aus dem sie stammen. Eine Probe aus der Nähe eines Gewässers erzählt eine andere Geschichte als eine Probe von einer Baustelle, aus einem Garten oder von einem Spielplatz. Die Untersuchung bewegt sich zwischen Feld, Labor und Schowroom, zwischen Mikro- und Makroebene. Dabei wird der Boden nicht nur als Ausgangsmaterial für neue Werkstoffe verstanden, sondern als Archiv eines Ortes. In ihm überlagern sich geologische Prozesse, ökologische Entwicklungen und menschliche Eingriffe.
HAND VOLL HALLE fragt danach, welches materielle und erzählerische Potenzial in einer scheinbar alltäglichen Handvoll Boden steckt. Was lässt sich aus ihr lesen? Welche Eigenschaften werden sichtbar, wenn Boden in seine einzelnen Partikel zerlegt wird?


























