kleine Projekte


Vortrag zum Lehrgebiet

 

Strategische Produkt- und Konzeptentwicklung

Leitung: Prof. Guido Englich
Künstlerische Mitarbeit: Julius Abromeit, Julius Borkowski

 

Wir verstehen Design als Werkzeug zur Moderation des Wandels
Methoden und Werkzeuge des Design machen wünschenswerte Zukünfte vorstellbar und navigieren unsere Reise von jetzt nach dort.

 

Ein Kompass für die Reise
und vielfältige Entwurfswerkzeuge im Handgepäck

Weitreichende gesellschaftliche und ökologische Transformationen erfordern eine fortwährende Bestimmung der eigenen Position. Das ist unser Kompass: mit dem Anspruch, die Qualitäten in den Beziehungen zwischen Mensch, Artefakt und Umwelt zu steigern, untersuchen und vermitteln wir transdisziplinär erweiterte Handlungsfelder im Design – von gegenständlichen Produktentwicklungen bis zu prozessorientierten Entwurfskonzepten, von konstruktiv-gestalterischen Aufgaben bis zu interaktionsbezogenen Design-Strategien, von Interventionen in realen, sozialen Kontexten bis zur Partizipation von „denen, die es betrifft”.

In Designprozessen erproben wir spekulativ-experimentelle Ansätze, die zum Erfinden zukünftiger Lebenswelten anregen.

 

Ideen als Reiseziele anschaulich machen

Ob als Pinnwand, Poster oder Collage, ob als Interview, Reportage oder Film, ob als Modell, experimenteller Versuchsaufbau oder Performance – Ideen müssen überzeugend vermittelt und erprobt werden. Neben den etablierten Kommunikations- und Präsentationsformen wie Visualisierung und Prototyping, werden auch filmische Darstellungsmittel in den verschiedenen Stadien des Designprozesses eingesetzt.

 

 

Visuelle Tour durch 14 Stationen im Lehrgebiet
„Strategische Produkt- und Konzeptentwicklung”

 

 
Ebenen in Designprozessen als Reiseroute
In den Studienprojekten begeben wir uns gemeinsam auf die Forschungsreise und durchqueren im Designprozess die folgenden methodischen Ebenen:

 

(1)
Beobachtung / Interpretation / Konzeption
– Wo starten wir?

Am Beginn der Ideenentwicklung stehen Wahrnehmung und Beobachtung des Problemfeldes und eine möglichst unvoreingenommene Interpretation der Beobachtung. Durch Sprung in die Sache wird das Thema weit geöffnet, ein ungefiltertes Spekulieren und eine umfangreiche Bildung von ersten Hypothesen wird unterstützt durch schnelle Visualisierung und adhoc Umsetzen durch flinken Mock-Up Modellbau.

 

(2)
Simulation / Versuchsaufbau / Prototyping
– Wo wollen wir hin?

Die Simulation des Entwurfskonzeptes erlaubt die abstrahierte Veranschaulichung und den Vorvollzug des angestrebten Zieles. Ein Versuchsaufbau dient der Interaktion oder ermöglicht als Intervention eine Partizipation und Feedback durch Nutzer*innen … bis hin zum Prototyping als Test-Setting werden die jeweiligen Entwurfsphasen und Erkenntnisstufen umgesetzt, erprobt und diskutierbar gemacht. Dies dient sowohl zur selbstkritischen Reflexion im Entwurfsprozess wie zur Kommunikation mit Beteiligten und Empfängern.

 

(3)
Strategie / Realisierung / Implementierung
– Wie kommen wir dort hin?

In dieser Phase geht es um das Aufspüren von Wegen zur Verwirklichung und Durchsetzung von Entwurfskonzepten, also um die Suche nach Ressourcen und deren Anwendung – aber ebenso um die Moderation der Wechselwirkungen zwischen beteiligten Personen, Rahmenbedingungen und Strukturen bei der Realisierung.

 

Zukunft passiert nicht, Zukunft wird gemacht … und da mischen wir uns ein!

 

 

 

Auswahl von Themen und Projekten

im Lehrgebiet „Strategische Produkt- und Konzeptentwicklung”
 

Fachaufgaben

Einführung im ersten Studienjahr in die Grundlagen des Entwerfens, des dreidimensionalen Gestaltens und der Umsetzung im Modell – elementar, gegenständlich, narrativ und experimentell.

Ermutigung zum Experimentieren und subjektiver Spekulation. Sensibilisierung für ein Materialverständnis in gestaltungsrelevanten Zusammenhängen wie funktionaler, ästhetischer, konstruktiver und weiterer Wirkungen vor dem Hintergrund eines verantwortungsvollen und angemessenen Umgangs mit Ressourcen.

 

 

Leiter und so weiter … (2024)
Von Leiter-Strukturen inspiriertes Entwerfen

> Link zum Projekt …

 

 

Redesign „Solvinden”/Leuchten (2019)
Gefaltete Objekte aus Polypropylen mit Solarmodul zum Leuchten gebracht

> Link zur Dokumentation …

 

 

Die grosse Geste (2012)
50 Meter Rube-Goldberg-Maschine

 

 

 

Methodische Gestaltungsübungen

Experimentieren und Trainieren von Strategien und Entwurfsprozessen an niederkomplexen Aufgaben im zweiten Studienjahr

 

 

Wald (2025)
Design-Strategien für, durch und mit dem Wald

> Link zum Projekt …

 

 

TriColor (2019)
Experimente, Objekte, Installationen zu Farbe als
Gestaltungsmittel in drei Sessions

> Link zum Projekt …

 

 

Projekt-Atelier Neuwerk (2008)
oder Entwerfen und Versuchsaufbau vorort,
Installationen für den Selbstversuch

 

 

Komplexes Gestalten / Entwerfen …

von gegenständlichen Produktentwicklungen bis zu prozessorientierten Entwurfskonzepten, von konstruktiv-gestalterischen Aufgaben bis zu interaktionsbezogenen Design-Strategien, von Interventionen in realen, sozialen Kontexten als „Vor-Ort-Entwerfen” bis zu Formen der partizipativen Gestaltung

 

Transformationsprozesse, handlungs- und kontextbezogen …

 

 

The big Re/… (2020)
re/pair, re/assemble, re/use
Design-Strategien für Umgang mit dem, was schon da ist

> Link zum Projekt …

 

 

0,7 cbm essentials (2013)
Minimalismus als Lebensform

> Link zum Projekt …

 

Technologie- und materialbetont, konstruktiv experimentell …

 

 

Under Pressure / Gestalten mit Luft (2022)
Konzepte und Entwürfe für interaktive pneumatische Objekte

> Link zum Projekt …

 

 

mission material (2008)
Material- und Verfahrens-Experimente als Inspiration für neue Produktideen

 

Intervention, Inszenierung, Performance, teilnehmende Beobachtung

 

 

Stadt. Raum. Wandel. (2018)
Gestaltungs-Strategien für Städte im Umbruch
am Beispiel Halle-Neustadt

> Link zum Projekt …

 

 

How do we deal with this?
BURG at Design Week Milan (2017)
Kurzzeit-Projekt in den Studiengängen Innenarchitektur und Industriedesign

> Link zur Dokumentation …

 

 

meyouwedo (2017)
Temporäre Installation vor dem Grassi Museum Leipzig

Das Projekt meyouwedo wurde in einer heterogen sozialisierten Gruppe aus jungen Geflüchteten und Design- und Kunststudenten aus Halle, Leipzig und Weimar geplant und umgesetzt und entwickelte eine interaktive Begegnungsstätte, die als Werkstatt, Lernort, Spielwiese und Bühne genutzt wurde.

> Link zur Dokumentation …

 

Über den Tellerrand …
experimentelle Erweiterung der Handlungsfelder und Methoden

 

 

Unerhörte Töne (greifbar machen) (2020)
Gestaltung experimenteller Instrumente und Tonerzeuger

> Link zum Projekt …

 

Design Fiction – Gestaltung als Erzählung,
Strategien und Methoden des Speculative Design

 

 

post exit … (2019)
ausstieg als chance
oder design-strategien für die gestaltung wünschenswerter zukünfte

 

 

The European Citizen Rotation
Szenario von Leopold Seiler

Das Szenario „european citizen rotation“ ist ein Zustand, in dem alle Menschen in Europa nach einiger Zeit ihren Wohnort wechseln und man an Orte kommt, die zufällig ausgewählt werden. Wie eine solche Welt aussehen kann und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, wird in drei Kurzfilmen zu den Bereichen Bildung, Beruf und Wohnen aufgezeigt.

 

> Link zum Projekt post exit…

 

Produkt und Kontext

 

 

Collapsible Boats (2011)
aus dem Rucksack aufs Wasser

> Link zum Projekt …

 

 

1, 2, 3 … leichte Küche (2010)
Kochen und Bewirten ohne Ballast

> Link zum Projekt …

 

Designer Autonomie, komplex vernetzt:
Produkt / Herstellung / Vertrieb / Marketing

 

 

burg-designshop (2005)
Vom Simulationsmodus zum Feldversuch
Projekt in den Studiengängen Innenarchitektur und Industriedesign

> Link zur Dokumentation …

 

 

My personal factory (2017)
Designer-Strategien zur Um- und Durchsetzung

> Link zum Projekt …

 

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Hack the flame
von der Hardware zur Candleware

Hack the Flame
Film der Präsentation (2025)

 

Fachaufgabe 1. Studienjahr
BA Industriedesign im Wintersemester 2025/26

 

Hack the Flame
from Hardware to Candleware
Readymade-Strategien im Design

 

Kerzen sind ein tief verwurzeltes kulturelles Symbol: Sie stehen für Hoffnung, Spiritualität und die Überwindung der Dunkelheit. Seit Jahrhunderten begleiten sie Rituale und Gemeinschaften, beispielsweise in der Adventstradition, bei Zeremonien und Feierlichkeiten. Sie schaffen dabei eine besondere, fast magische Atmosphäre.

In dieser Fachaufgabe entwerfen und fertigen Sie einen Kerzenständer als Neu-Interpretation solcher Rituale. Anstatt Neues von Grund auf herzustellen, arbeiten Sie mit Strategien des Readymade: Halbzeuge, Alltagsobjekte und Baumarktmaterialien werden kombiniert, umgedeutet und zu tragfähigen Entwürfen weiterentwickelt. Die Fähigkeit, mit dem, was schon vorhanden ist, gestalterisch handlungsfähig zu werden, gehört zu den Kernkompetenzen des Designs.

Dabei zählt auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit: Welche Materialien sind erschwinglich und verfügbar? Welche Verbindungsmethoden und Herstellungsweisen machen Ihr Objekt stabil, langlebig und kreislauffähig? Und wie lässt sich aus einer poetischen oder kritischen Idee zugleich ein Produkt entwickeln, das als Geschenk funktioniert, und vielleicht sogar verkaufbar ist?

 

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Dokumentation der Entwürfe
zum Blättern anklicken,
Video-Links öffnen den Film des jeweiligen Entwurfs

 

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Dokumentation der Recherchen
zum Blättern anklicken

 

Teilnehmer_innen
Julius Bobritz, Greta Eberhard, Noah Gauß, Theresa Graf, Luise Hammermüller, Luisa Hellwig, Emil Hommel, Paula Iniesta Rudolph, Jonathan Mayrhofer, Levin Sailer, Lena Schulz, Helena Schönlebe, Julian Stojiljkovic, Kirandevi Naidu, Mara Dittrich, Selma Göbel, Emily Mahler

Moderation
Prof. Guido Englich, Julius Abromeit

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Wintersemester 2025/26

 

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Film-Reise durch 100 Jahre Möbel-Design-Geschichte

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Quellenmaterial und Dokumentation der Recherche-Filme
Zum Blättern anklicken …

 
 

Ein filmischer Streifzug durch 100 Jahre Möbeldesign
und Strategien für „anders machen als davor”

Zu Beginn des Projekts „Manifest Möbel Manufaktur” wählen die Studierenden eines der vorbereiteten Themen, recherchieren dazu und erstellen einen Film mit exakt 5 Minuten Länge nach der ReCut Methode.

Die Recherche erfolgt im Internet und der Bibliothek sowie mit ChatGPT. Neben den üblichen Quellen soll für die Erstellung des Storyboards und für die Recherche auch ChatGPT genutzt werden. Der Dialog mit dem ChatBOT soll ebenfalls dokumentiert werden (beispielsweise im Film durch eine Bildschirmaufnahme … oder in anderer geeigneter Form).

Sämtliche verwendeten Quellen und Texte der Filme werden im vorliegenden Skript als Gesamt-Drehbuch dokumentiert.

 

Hier das gesamte Projekt ansehen:
Manifest Möbel Manufaktur

 

 

 

1 – Cem Akbal
Von den Stuhl-Entwürfen Gerrit Rietveld
zu den Topologien des modernen Sitzmöbels

Gerrit Rietveld, einer der wichtigsten Vertreter der De Stijl-Bewegung, hat mit seinen radikalen, geometrischen Entwürfen die Entwicklung des modernen Möbeldesigns entscheidend beeinflusst. Einige seiner Möbelstücke gelten als revolutionär und als Vorläufer der modernen Sitzmöbel-Topologien. Sie sind nicht nur funktionale Objekte, sondern auch Manifestationen seiner Designphilosophie.

Insbesondere das Schröder Haus (entworfen 1924), bei dem Rietveld die Gestaltung des gesamten Hauses verantwortet, ist ein Manifest der modernen Architektur und des Designs. Die Möbel sind integraler Bestandteil des Hauses und wirken in einem flexiblen, modularen System zusammen, das Raum und Funktion neu denkt – als Synergie zwischen Architektur und Möbeln, die zusammen eine radikal neue Lebensweise ermöglichen.

 

 

2 – Gabriel Schroer
Von Kunststoffschalen bis Schichtholzflächen …
von Eames bis Aalto, von Bertoia bis Noguchi

Die 1950er Jahre markierten den Übergang zu einem modernen, funktionalen und oft minimalistischen Möbeldesign, das durch den Einsatz neuer Materialien – wie Kunststoff, Fiberglas, Schichtholz, Draht, Aluminium – und neue Fertigungstechniken revolutioniert wurde. Designer der Nachkriegszeit suchten nach Innovationen, die gleichzeitig erschwinglich, langlebig und ästhetisch ansprechend waren. Die Möbel dieser Ära setzten Standards, die bis heute gültig sind und stehen für den Übergang zu ergonomischem Denken und einer Ästhetik, die stark von der Nachkriegsmoderne, dem Bauhaus und der skandinavischen Designtradition beeinflusst wurde.

Charles & Ray Eames, Arne Jacobsen, Harry Bertoia, Hans J. Wegner, Charlotte Perriand, Florence Knoll, Lina Bo Bardi, Poul Kjærholm, Isamu Noguchi, Eero Saarinen, Gio Ponti, Alvar Aalto u.a.

 

 

3 – Hans Vogel
Hans Gugelot (West) meets Rudolf Horn (Ost)

Gugelot (1920–1965) und Horn (*1929) sind sich wahrscheinlich nie begegnet (Gugelot starb schon mit 45 Jahren, Horn ist inzwischen 95) … als fiktive Begegnung kann eine Gegenüberstellung ihrer Entwürfe insbesondere im Bereich des Möbeldesigns und des Systemdesign interessante Fragen aufwerfen, die sich aus den unterschiedlichen kulturellen, politischen und ästhetischen Kontexten ergeben, in denen diese beiden Designer tätig waren: Der eine in der BRD und Lehrer an der Hochschule für Gestaltung in Ulm, der andere in der DDR und Lehrer an der Burg Giebichenstein.

 

 

4 – Alfred Cyranka
Disegno Radicale

Die Zeit des „disegno radicale” in Italien, die in den 1960er und 1970er Jahren aufkam, war geprägt von einer revolutionären Herangehensweise an Design. Diese Bewegung stellte traditionelle Designnormen in Frage und verschmolz Architektur, Kunst und gesellschaftspolitische Konzepte. Viele Möbel-Entwürfe aus dieser Zeit waren provokative, skulpturale und oft auch humorvolle Statements gegen den Konformismus und die etablierten Ästhetiken der Moderne.

 

 

5 – David Buehler
Die futuristischen Möbel-Entwürfe von Joe Colombo:
Vom Multichair bis zur Total Furnishing Unit,
vom Boby Trolley bis zum Additional Living System

Joe Colombo, ein italienischer Designer, gilt als Visionär des 20. Jahrhunderts, der durch seine wegweisenden, funktionalen und innovativen Möbelentwürfe bekannt wurde und der das Wohnen der Zukunft bereits in den 1960er und 1970er Jahren vorwegnahm. Seine Möbelentwürfe, wie der Elda Chair, der Tube Chair oder das Additional Living System stehen für Modularität, Mobilität, Flexibilität und die Verwendung neuer Materialien und viele seiner Ideen sind im modernen Wohn- und Arbeitsbereich weiterhin relevant.

 

 

6 – Paul Matteo Wesser
Vom Atelier zur Manufaktur:
Jean Prouvé und die Revolution des Möbelbaus

Jean Prouvé war ein französischer Designer, Architekt und Ingenieur, der sich durch seine innovative Herangehensweise an das Möbeldesign und seine bahnbrechende Nutzung von Materialien wie Metall und Holz auszeichnete. Prouvé verband in seinen Entwürfen Funktionalität mit Ästhetik und gilt als Pionier des industriellen Möbeldesigns. Viele seiner Möbelentwürfe haben ikonischen Status erreicht.

 

 

7 – Felix Hobein
Modularität im Design:
Die Evolution der Systemmöbel

Systemmöbel stehen für den Wunsch nach Anpassung des Möbeldesigns an die sich verändernden Bedürfnisse von Menschen in verschiedenen Epochen. Systemmöbel haben die Art und Weise, wie wir Räume gestalten, nachhaltig verändert.

Vom String von Nils Strinning zum 606 von Dieter Rams,
von USM Haller bis Pier System,
vom Mah Jong Sofa von Hans Hopfer bis zum bikini island von Werner Aislinger,
vom Pantonova Seating System bis zum Living Tower,
und viele weitere

 

 

8 – Jaehwan Lee
Wie die Mailänder Designgruppe Memphis zu ihrem Namen kam …
und warum die Möbel-Entwürfe sich wie Manifeste lesen

Die Memphis-Gruppe revolutionierte die Designgeschichte, indem sie sich radikal von den minimalistischen und funktionalen Designkonventionen der 1950er und 1960er Jahre abwandte und eine kühne, farbenfrohe Ästhetik einführte. Ihr Ansatz, der Elemente der Pop-Art und des Historismus mischte, stellte Design als Ausdrucksmittel und Kunstwerk in den Vordergrund. Memphis ist zu einem Manifest der Designgeschichte geworden. Die Möbel sind nicht nur funktionale Objekte, sondern auch kulturelle Kommentare und Artefakte, die eine wesentliche Reaktion auf die Designkonventionen ihrer Zeit darstellen.

 

 

9 – Seong Heum Na
Die Möbel und die Manufaktur von Nils Holger Moormann
und das FNP von Axel Kufus

Nils Holger Moormann ist Designer und Möbelproduzent in Personalunion. Moormanns Möbel sind durchdacht, minimalistisch und voller funktionaler Überraschungen mit Fokus auf nachhaltigen Materialien und intelligenter Konstruktion, oft mit subtilen humorvollen oder poetischen Elementen, die den Alltag bereichern und überraschen. Viele der Möbelstücke aus der Manufaktur Moormann sind modular und bieten anpassbare Lösungen für moderne Wohnräume – wie das FNP Regal von Axel Kufus.

 

 

10 – Henriette Meyer-Stork
Donald Judd und die Manufaktur Lehni

Donald Judd, bekannt als einflussreicher Vertreter des Minimalismus, spielte auch eine bedeutende Rolle im Möbeldesign. Sein Ansatz, der auf radikaler Reduktion und struktureller Klarheit basiert, beeinflusste die moderne Designästhetik nachhaltig. Einige seiner Möbelentwürfe sind ikonisch und wegweisend. Judd war stark an industriellen Materialien interessiert, da sie eine Präzision und Konsistenz ermöglichten, die im handwerklichen Prozess oft schwer zu erreichen war. Die manufakturielle Expertise von Lehni in Metallverarbeitung unterstützt Judds Ansatz. Die Zusammenarbeit zeigt den Übergang von handwerklicher zu industrieller Produktion und den künstlerischen Wert von Massenproduktion.

 

 

11 – Fedor Bock
Open source und DIY im Möbeldesign und in der Produktion

Open-Source-Strategien im Möbeldesign und in der Möbelproduktion bieten neue, demokratische Ansätze für das Schaffen und Teilen von Möbelentwürfen. Diese Konzepte ermöglichen es Designern, ihre Ideen mit der Öffentlichkeit zu teilen, sodass jeder die Möbel selbst herstellen oder weiterentwickeln kann und es möglich ist, die Möbel lokal und unabhängig zu produzieren. Design liegt nicht mehr in den Händen weniger, sondern kann von einer globalen Gemeinschaft geteilt und genutzt werden.

Von Enzo Mari bis Nomadic Furniture, von OpenDesk (UK) bis WikiHouse,
von AtFAB (USA) bis OpenStructures (Belgien), von Jerzy Seymore zu Studio Mama,
von Hartz 4 Möbel zu Ikea Hackers und weitere

 

 

12 – Namju Kim
Alles Pappe? Oder lieber Kork …

Möbel aus Wellpappe, Karton und Papier vereinen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Leichtigkeit, Innovation, DIY-Kultur und die Demokratisierung von Design. Diese Materialien sind leicht zugänglich, oft recycelbar (oder recycelt) und bieten vielseitige Möglichkeiten – von innovativer Architektur bis zu experimentellen Möbel-Entwürfen:

Pappe als Material bei den Kindermöbeln und dem Sessel Otto von Peter Raacke bis zu den Möbeln von Hans-Peter Stange, von den easy edges von Frank Gehry zum Cabbage Chair von Nendo, vom Paper Softseating von Molo Design bis zum Flexible Love Chair von Chishen Chiu, der Carta Collection von Shigeru Ban zum Re-Ply Chair by Dan Goldstein und andere …

Kork als Material für Möbel bei Jasper Morrisson oder Daniel Michalik,
Domingos Tótora oder Antoine Phelouzat und weitere …

 

 

13 – Max Koch
Alles andere als dröge: droog design

1993 gegründet in den Niederlanden, ist bekannt für seine innovativen, oft konzeptionellen Möbelentwürfe, die alltägliche Objekte auf ungewöhnliche und überraschende Weise neu interpretieren. Der Einfluss von Droog Design auf die Designentwicklung der 1990er Jahre war tiefgreifend und weitreichend. Die Gruppe zeigte, dass Design mehr sein kann als nur ästhetisch ansprechend oder funktional – es kann auch intellektuell stimulierend, kritisch und überraschend sein. Insgesamt trug Droog Design entscheidend dazu bei, das Designverständnis der 90er Jahre zu erweitern, indem es die Grenzen des Möglichen neu definierte und Designer weltweit dazu ermutigte, gewohnte Pfade zu verlassen und neue, innovative Wege zu beschreiten.

 

 

14 – Se Hyeon Won
Circular Visions: Von der Gegenwart in die Zukunft des Möbeldesigns

2013 veröffentlicht Studio Swine den Film Sea Chair und zeigt auf poetische Weise die Transformation von Plastikmüll in einen neuen Gebrauchsgegenstand. Seit den 2000er Jahren haben Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit, Upcycling, nachwachsende Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft, Rücknahme und Rückführung, Abonnementmodelle und Sharing und andere alternative Ansätze im Möbeldesign, der Möbelproduktion und Vermarktung eine stetig wachsende Bedeutung. Wer sind die führenden Protagonisten in Design und Produktion, welches sind herausragende Beispiele für zukunftsfähiges Möbeldesign und innovative Prozesse?

 

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Glow to go …
aus Polypropylen gefaltete tragbare Leuchtobjekte

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Präsentation

 

Film der Präsentation

 

Fachaufgabe 1. Studienjahr BA Industriedesign
Prof. Guido Englich / Julius Abromeit
Wintersemester 2024/25, KW 9 + 12

 

Teilnehmer_innen
Münire Çalışır, Fabian Eisenknappl, Franz Woggon, Goldin Ray Heimerdinger, Nils Kern, Sunyoung Kim, Ella-Mathilda Kley, Thure Krautheim, Inbal Lavie, Karl Purgand, Oskar Rahm, Kaan Elia Romey, Arno Steeb, Hannes Winter, Hanna Lou Wohlfahrt

 

Glow to go – tragbares Leuchtobjekt
Gefaltete Objekte aus Polypropylen-Folie mit Solarmodul zum Leuchten gebracht

Entwerfen und konstruieren Sie ein Objekt aus einem flächigen Material, das Sie durch Falten, Kanten, Biegen, Rollen etc. … aus der Fläche ins Volumen, in eine dreidimensionale Form bringen.

Die Designentwicklung wird in Karton, der Prototyp in Polypropylenfolie ausgeführt. Nach der Entwicklung Ihres „Schnittmusters” erstellen Sie eine digitale 2D Zeichnung – diese steuert dann ein Schneidgerät, das Ihren Entwurf aus Polypropylenfolie ausschneidet. Anschliessend falten Sie Ihr Objekt in die gewünschte Form, statten es mit einem Solarmodul aus, schalten das Licht ein … und präsentieren!

 

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Dokumentation der Entwürfe
(zum Blättern anklicken)

 

Die Entwürfe werden mit Fotos vom finalen Modell aus gelasertem Polypropylen, mit Fotos von Vormodellen aus Papier und Skizzen in einer gemeinsamen Dokumentation vorgestellt.

 

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Recherche zu Design und Leuchten
(zum Blättern anklicken)

 

Zum Einstieg in den Entwurf recherchieren die Studierenden zu Design Entwürfen und stellen ihre Recherchen in kurzen Porträts vor; im Anschluss werden die Recherchen in einem gemeinsamen Kompendium zusammengefasst.

 

Prozess
Das Entwurfs-Konzept wird zuerst in Papier entwickelt …

 

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Konzept-Entwicklung des Leuchten-Körpers in Papier

 

Bei der Entwicklung der Form und des Schnittmusters ist zu berücksichtigen, dass Polypropylen-Folie sich nicht kleben lässt – die Verbindungen müssen ausschliesslich durch Steck-Verbindungen hergestellt werden.

 

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Verbindungen in der Polypropylen-Folie durch Stecken und Arretieren

 

Worauf es beim Entwurf zu achten gilt:

1
Die Lichtquelle im Leuchtkörper ist ein Solar-Modul aus der Ikea-Leuchte Solvinden.
Das Solar-Modul muss mit dem Leuchtobjekt verbunden werden können.

2
Der Leuchtkörper wird aus einer Folie erstellt, die 50 x 70 cm gross ist.
Die Folie kann beliebig gefaltet und zerschnitten werden. Es soll für das Leuchtobjekt jedoch nicht mehr Material verwendet werden, als eine Folie hergibt.

3
Berücksichtigen Sie in der Formgebung, dass der Leuchtkörper transportabel sein soll.

4
Nicht nur die Form des Leuchtobjekts auch die Verbindungslaschen (oder ähnliches) sind Elemente der Gestaltung.

5
Bitte bewahren Sie alle Skizzen auf, ebenso Varianten der Papiermodelle!

 

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Das Solarmodul

 

Programm der Woche 1

Montag
Einführung in die Aufgabe.
Verteilung der Recherche-Themen.
Kurze Einführung in das Layout für die Referate.

Einstieg in die Form-Entwicklung,
Recherieren.

Dienstag
Eigenständiges Arbeiten,
Konsultation ab 13.00 Uhr

Mittwoch
Eigenständiges Arbeiten,
Konsultation ab 10.00 Uhr

Donnerstag
9.00 Uhr – Präsentation der Referate …
im Anschluss kurze Einführung in das Layout des Kompendiums
für die Recherchen.

Freitag
9.00 Uhr – Präsentation der Konzepte
mit Papiermodellen vor Ort an der Hochschule

 

Programm der Woche 2

Montag
Einführung in Illustrator,
Konstruktion des Schnittmusters,
Einführung Plotter.

Dienstag
Konzept-Präsentation,
Entwicklung Schnittmuster und
Überprüfung am Schneid-Plotter

Mittwoch
Fertigstellung des Schnittmuster

Donnerstag
Produktion der Leucht-Objekte am Laser

Freitag
Fotografieren und Fertigstellung der Dokumentation.
Präsentation

 

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Strategische Produkt- und Konzeptentwicklung

Leitung: Prof Guido Englich

 

Visuelle Tour durch 14 Stationen im Lehrgebiet
„Strategische Produkt- und Konzeptentwicklung”

 

Design als Werkzeug zur Moderation des Wandels

Methoden und Werkzeuge des Design machen wünschenswerte Zukünfte vorstellbar und navigieren unsere Reise von jetzt nach dort.

 

Ein Kompass für die Reise
und vielfältige Entwurfswerkzeuge im Handgepäck

Weitreichende gesellschaftliche und ökologische Transformationen erfordern eine fortwährende Bestimmung der eigenen Position. Das ist unser Kompass: mit dem Anspruch, die Qualitäten in den Beziehungen zwischen Mensch, Artefakt und Umwelt zu steigern, untersuchen und vermitteln wir transdisziplinär erweiterte Handlungsfelder im Design – von gegenständlichen Produktentwicklungen bis zu prozessorientierten Entwurfskonzepten, von konstruktiv-gestalterischen Aufgaben bis zu interaktionsbezogenen Design-Strategien, von Interventionen in realen, sozialen Kontexten bis zur Partizipation von „denen, die es betrifft”.

In Designprozessen erproben wir spekulativ-experimentelle Ansätze, die zum Erfinden zukünftiger Lebenswelten anregen.

 

Ideen als Reiseziele anschaulich machen

Ob als Pinnwand, Poster oder Collage, ob als Interview, Reportage oder Film, ob als Modell, experimenteller Versuchsaufbau oder Performance – Ideen müssen überzeugend vermittelt und erprobt werden. Neben den etablierten Kommunikations- und Präsentationsformen wie Visualisierung und Prototyping, werden auch filmische Darstellungsmittel in den verschiedenen Stadien des Designprozesses eingesetzt.

 

 

 

Ebenen in Designprozessen als Reiseroute

In den Studienprojekten begeben wir uns gemeinsam auf die Forschungsreise und durchqueren im Designprozess die folgenden methodischen Ebenen:

 

(1)
Beobachtung / Interpretation / Konzeption
– Wo starten wir?

Am Beginn der Ideenentwicklung stehen Wahrnehmung und Beobachtung des Problemfeldes und eine möglichst unvoreingenommene Interpretation der Beobachtung. Durch Sprung in die Sache wird das Thema weit geöffnet, ein ungefiltertes Spekulieren und eine umfangreiche Bildung von ersten Hypothesen wird unterstützt durch schnelle Visualisierung und adhoc Umsetzen durch flinken Mock-Up Modellbau.

 

(2)
Simulation / Versuchsaufbau / Prototyping
– Wo wollen wir hin?

Die Simulation des Entwurfskonzeptes erlaubt die abstrahierte Veranschaulichung und den Vorvollzug des angestrebten Zieles. Ein Versuchsaufbau dient der Interaktion oder ermöglicht als Intervention eine Partizipation und Feedback durch Nutzer*innen … bis hin zum Prototyping als Test-Setting werden die jeweiligen Entwurfsphasen und Erkenntnisstufen umgesetzt, erprobt und diskutierbar gemacht. Dies dient sowohl zur selbstkritischen Reflexion im Entwurfsprozess wie zur Kommunikation mit Beteiligten und Empfängern.

 

(3)
Strategie / Realisierung / Implementierung
– Wie kommen wir dort hin?

In dieser Phase geht es um das Aufspüren von Wegen zur Verwirklichung und Durchsetzung von Entwurfskonzepten, also um die Suche nach Ressourcen und deren Anwendung – aber ebenso um die Moderation der Wechselwirkungen zwischen beteiligten Personen, Rahmenbedingungen und Strukturen bei der Realisierung.

 

Zukunft passiert nicht, Zukunft wird gemacht … und da mischen wir uns ein!

 

 

 

Themen und Projekte
im Lehrgebiet „Strategische Produkt- und Konzeptentwicklung”

 

Methodische Gestaltungsübungen (MGÜ)

Experimentieren und Trainieren von Strategien und Entwurfsprozessen im zweiten Studienjahr

 

 

Form. Wandel. Magazin. (2020)
Erforschen und Entwerfen variabler Objekte

> Link zum Projekt …

 

 

3 Gänge Menu (2014)
Design-Strategien rund ums Essen

> Link zum Projekt …

 

 

TriColor (2019)
Experimente, Objekte, Installationen zu Farbe als
Gestaltungsmittel in drei Sessions

> Link zum Projekt …

 

 

Lightning over … (2016)
Drei Sessions mit, für und durch Licht

> Link zum Projekt …

 

 

Personal Food Culture (2011)
Persönliche Design-Strategien zum Umgang mit Lebensmitteln UND der Lebensmittelindustrie

> Link zum Projekt …

 

 

Projekt-Atelier Neuwerk (2008)
oder Entwerfen und Versuchsaufbau vorort,
Installationen für den Selbstversuch

 

Komplexes Gestalten / Entwerfen …
szenarienbetont, handlungs- und kontextbezogen, gegenständlich

 

 

Superkiosk / Minishop (2020)
Portable Mikro-Galerien für Dinge oder Ideen
Projekt in den Studiengängen Innenarchitektur und Industriedesign

> Link zum Projekt …

 

 

Flying Kitchen (2017)
oder Imbiss, mobil …
Projekt in den Studiengängen Innenarchitektur und Industriedesign

> Link zum Projekt …

 

 

minimal shelter (2013)
Hüllen, Kapseln, kleine Räume …
Untersuchungen und Versuchsaufbauten zur „dritten Haut”

> Link zum Projekt …

 

 

0,7 cbm essentials (2013)
Minimalismus als Lebensform

> Link zum Projekt …

 

 

Collapsible Boats (2011)
aus dem Rucksack aufs Wasser

> Link zum Projekt …

 

 

1, 2, 3 … leichte Küche (2010)
Kochen und Bewirten ohne Ballast

> Link zum Projekt …

 

Komplexes Gestalten / Entwerfen …
Erweiterung der Handlungsfelder und Methoden

 

 

Unerhörte Töne (greifbar machen) (2020)
Gestaltung experimenteller Instrumente und Tonerzeuger

> Link zum Projekt …

 

 

Zum Wetter … (2016)
Design-Strategien zu Witterung, Wetter, Klima:
Vom Naturphänomen zum Artefakt

> Link zum Projekt …

 

 

Start up / start now (2015)
Das MakerLab der unerhörten Wünsche

> Link zum Projekt …

 

 

open … design?! (2014)
Open Source Strategien im Design

> Link zum Projekt …

 

 

Neue Handlungsfelder für das Design (2013)
Gesellschaft für experimentelle Zusammenarbeit
BA-Thesis Johanna Padge und Malte Westphalen

> Link zur Dokumentation …

 

 

24 short films about design (2012)
Design denken mit Film

> Link zum Projekt …

 

Komplexes Gestalten / Entwerfen …
Intervention, Inszenierung, Performance, teilnehmende Beobachtung

 

Aufbau der Installation in Mailand

 

 

How do we deal with this?
BURG at Design Week Milan (2017)
Kurzzeit-Projekt in den Studiengängen Innenarchitektur und Industriedesign

> Link zur Dokumentation …

 

 

Stadt. Raum. Wandel. (2018)
Gestaltungs-Strategien für Städte im Umbruch
am Beispiel Halle-Neustadt

> Link zum Projekt …

 

 

meyouwedo (2017)
Temporäre Installation vor dem Grassi Museum Leipzig

Das Projekt meyouwedo wurde in einer heterogen sozialisierten Gruppe aus jungen Geflüchteten und Design- und Kunststudenten aus Halle, Leipzig und Weimar geplant und umgesetzt und entwickelte eine interaktive Begegnungsstätte, die als Werkstatt, Lernort, Spielwiese und Bühne genutzt wurde.

> Link zur Dokumentation …

 

Design Fiction – Gestaltung als Erzählung,
Strategien und Methoden des Speculative Design

 

 

post exit … (2019)
ausstieg als chance
oder design-strategien für die gestaltung wünschenswerter zukünfte

 

 

The European Citizen Rotation
Szenario von Leopold Seiler

Das Szenario „european citizen rotation“ ist ein Zustand, in dem alle Menschen in Europa nach einiger Zeit ihren Wohnort wechseln und man an Orte kommt, die zufällig ausgewählt werden. Wie eine solche Welt aussehen kann und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, wird in drei Kurzfilmen zu den Bereichen Bildung, Beruf und Wohnen aufgezeigt.

 

> Link zum Projekt post exit…

 

 

Superhelden, Hypertools (2017)
Prototyping mit Arduino und Strategien des Speculative Design –
Werkzeuge, Gadgets und Wearables für die Superheld*innen von morgen

> Link zur Dokumentation …

 

 

Kulinarische Wunderkammer (2016)
Imbiss der ungesehenen Köstlichkeiten

> Link zur Dokumentation …

 

Designer Autonomie, komplex vernetzt:
Produkt / Herstellung / Vertrieb / Marketing

 

 

burg-designshop (2005)
Vom Simulationsmodus zum Feldversuch
Projekt in den Studiengängen Innenarchitektur und Industriedesign

> Link zur Dokumentation …

 

 

My personal factory (2017)
Designer-Strategien zur Um- und Durchsetzung

> Link zum Projekt …

 

Komplexes Gestalten / Entwerfen …
technologie- und materialbetont, konstruktiv experimentell

 

 

Under Pressure / Gestalten mit Luft (2022)
Konzepte und Entwürfe für interaktive pneumatische Objekte

> Link zum Projekt …

 

 

Cut & Go (2010)
Sitzen, stellen, legen … Entwürfe für CNC Fräse

> Link zum Projekt …

 

 

mission material (2008)
Material- und Verfahrens-Experimente als Inspiration für neue Produktideen

 

 

70%, bittersüß, schwarz … (2007)
Konzepte und Strategien für Schokolade

 

Fachaufgaben im ersten Studienjahr
elementar, gegenständlich, narrativ und experimentell

 

 

Welcome to the machine (2016)
Synergetische, parasitäre, kinetische Apparate, Instrumente
oder Skulpturen für den Design www

> Link zum Projekt …

 

 

easy made (2013)
do it for others / design for download
Readymade- und open-source-Strategien im Design

> Link zum Projekt …

 

 

Redesign „Solvinden”/Leuchten (2019)
Gefaltete Objekte aus Polypropylen mit Solarmodul zum Leuchten gebracht

> Link zur Dokumentation …

 

 

sammeln, entdecken, entwerfen … (2016)
Produktsammlungen anlegen und relevante Gestaltungsansätze entdecken

> Link zur Dokumentation …

 

 

Die grosse Geste (2012)
50 Meter Rube-Goldberg-Maschine

 

Handlungsfelder und Positionen im Design
– experimentelle Auseinandersetzung mit Haltungen und Prozessen im Design

 

 

Eine Aufstellung zu Positionen im Design
zwischen den Koordinaten

– Produktion und Produkte
– Plattform und Netzwerk
– Kommunikation und Wissen
– Initiative und Empowerment

> Link zur Dokumentation …

 

 

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Leiter
und so weiter …

Film der Präsentation

 
Fachaufgabe 1. Studienjahr
BA Industriedesign im Sommersemester 2024

 

Leiter und so weiter …
Von Leiter-Strukturen inspiriertes Entwerfen

 
Eine Leiter ist strukturell einfach aufgebaut – in der ursprünglichsten Form aus zwei Holmen, die durch Sprossen miteinander verbunden sind.

Diese klare Struktur bietet die Basis für gestalterische Variationen, für Veränderungen in Proportion oder Rhythmus, in Materialität oder Erscheinung, für die Ergänzung mit weiteren Elementen, für das Erfinden von Zusatz­funktionen oder auch für andere Nutzungen oder Um­nutzungen, die von der Leiter-Struktur profitieren.

 

 

plakat
 

Vorübung
Syntaktische Variationen von Leiterstrukturen ausgeführt als Zeichnungen in Adobe Illustrator.

Syntaktik ist hergeleitet aus dem Begriff Syntax (Lehre vom Satzbau als Teilgebiet der Grammatik) und wird im Design für die Beschreibung von Gestalt und Struktur verwendet.

Im Unterschied dazu beschäftigt sich Semantik mit der Bedeutung von Zeichen. Im Design untersucht Semantik die Bedeutung und den Anzeichencharakter von Objekten und deren Teilen. Ein aus mehreren Teile zusammen­gefügter Gegenstand ist hinsichtlich der Beziehungen zwischen seinen Bauteilen einem aus Wörtern gebildeten Satz vergleichbar.

Die Unterscheidung und Benennung der einzelnen Bauteile macht ein Nachdenken und Reden über Konstruktion und Gestalt möglich.

 

des_port

 

Dokumentation der Recherchen
(zum Blättern anklicken)

 

Zum Einstieg in den Entwurf recherchieren die Studierenden zu Designer:innen des 20. Jahrhunderts und stellen ihre Recherchen in kurzen Porträts vor. Von diesem Input und von der Struktur einer Leiter inspiriert soll die Leiter weiter-gedacht und weiter-entworfen werden. In Form von Skizzen und maßstäblichen Modellen werden am Ende der ersten Woche die Entwurfsideen präsentiert.

 

leiter_doku

 

Dokumentation der Entwürfe
(zum Blättern anklicken)

 

Die Entwurfsprozesse und Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Dokumentation publiziert.

In der zweiten Woche wird ein Entwurf als Prototyp in 1:1 ausgeführt – als Hommage an die recherchierte Designerperson können charakteristische Elemente der gestalterischen Handschrift (oder der konzeptionellen Denkweise) der recherchierten Person in den Entwurf einfliessen.

Mit kurzen Einführungen in Illustrator und InDesign werden die Studierenden darauf vorbreitet, Ihre Entwürfe adäquat zu dokumentieren.

 

Präsentation

 

plakat

 

Teilnehmer_innen
Yaman Al Fawaz, Henri Luis Buck, Paul Dieckmann, Maik Eulitz, Johanne Herrmann, Paul Knöfel, Chiara Krämer, Philip Dean Kühlke, Malte Litzinger, Moritz Eckhart Lösel, Elena Messnarz, Lucas Nonn, Amelie Sattrup, Nils Schröer, Rhona Splitt, Lukas Stieff, Marietta Szydlik

 

Moderation
Prof. Guido Englich, Lisa Schwalbe, Julius Abromeit

 
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Sommersemester 2024
 

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The big Re/…
Design-Strategien für Umgang mit dem, was schon da ist

Der Film zum Projekt

 

Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

The big Re/…
re/pair, re/assemble, re/use
Design-Strategien für Umgang mit dem, was schon da ist

 

Das Recycling von Produkten an ihrem Nutzungsende erschien als die erlösende Zauberformel für eine auf beständigem Wachstum, auf Verbrauchen und Wegwerfen basierenden, linear aufgebauten Wirtschaft. Reparaturfähigkeit und Wiederaufbereitung von Produkten spielten dagegen kaum eine Rolle.

In einer zirkulär organisierten Wirtschaft dagegen sind eine lange Nutzungs­dauer, die Zurückgewinnung, Wiederverwertung und Erneuerbarkeit von eingesetzten Materialien und Bauteilen – insbesondere ohne Qualitätsverluste durch Downcycling – elementare Faktoren.

Ende 2023 hat das EU-Parlament ein „Recht auf Reparatur” beschlossen, bis Mitte 2024 wollen sich Parlament und Länder auf eine finale Fassung einigen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die schon lang diskutierte Frage nach dem Einfluss von Design und Konstruktion auf Optionen der Reparaturfähigkeit wieder an Bedeutung – und hoffentlich an Chancen der Umsetzung.

In diesem Projekt befassen wir uns mit Design-Strategien zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten und untersuchen die relevanten Optionen weitläufig. Dazu gehören beispielsweise Gestaltungskriterien für die Konstruktion von Gegenständen, die sowohl Wartung und Reparatur ermöglichen, aber auch Umbau oder Upgrading. Ebenso umfasst dies auch ästhetische Aspekte in Bezug auf Erscheinungsbild, Materialität und Ausdruck von Produkten, die einem vorzeitigen formalen Alterungsprozess entgegen­wirken. Und nicht zuletzt können auch wahrnehmungs-psychologische Aspekte in der Interaktion zu einer stärkeren Bindung zu Produkten führen und zu dem Wunsch, sie so lange wie möglich zu benutzen.

Reparieren und Umnutzen sind aber nicht nur technische Handlungen, sondern auch soziale Praktiken – in Verbindung mit veränderten Nutzungsformen (wie beispielsweise Sharing) eröffnet das Projekt auch Optionen für Konzepte in Informationsdesign und Social-Design. Die möglichen Projektergebnisse reichen von Entwürfen für langlebige, reparierbare und/oder veränderbare Produkte, über Service- oder Dienstleistungskonzepte bis hin zu Kampagnen.

 

Teilnehmer_innen:
Enzo Agger, Judith Burgard, Eric Feiler, Matthias Franzen, Namju Kim, Johann Kogge, Kyoungjin Lee, Seong Heum Na, Merle Helena Nau, Jack Rehse, Raphael Rustige, Karl Schinkel, Gabriel Schroer, Felix Stockhausen, Max Stolze, Paul Matteo Wesser

Moderation:
Prof. Guido Englich, Julius Abromeit

 

Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Sommersemester 2024

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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About Design Education

 

Design of Design Education (Film 2017)

Guido Englich im Gespräch mit Sara Burkhardt
über Strategien in Designprozessen, Didaktik in der Design-Bildung
und das „Design of Design Education”

 

K+U

 

Interview veröffentlicht in KUNST + UNTERRICHT 404 (2016)
als PDF zum download …

 

Die Beispiele im Film stammen aus den folgenden Projekten

3 Gänge Menu
Design-Strategien rund ums Essen
Methodische Gestaltungsübungen im 2. Studienjahr
April – Juli 2014

Personal Food Culture
Persönliche Design-Strategien zum Umgang
mit Lebensmitteln UND der Lebensmittelindustrie,
Methodische Gestaltungsübungen im 2. Studienjahr
Oktober 2010 – Februar 2011

1, 2, 3 … leichte Küche
Kochen und Bewirten ohne Ballast
Entwurfsprojekt Komplexes Gestalten / BA- und MA-Studiengang
Oktober 2009 – Februar 2010

 

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Transformable Objects
Design-Strategien für veränderbare Dinge

Film der Präsentation

 

Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

Transformable Objects
Design-Strategien für veränderbare Dinge

 

Ein Gegenstand lässt sich beschreiben durch seine Form, seine Funktion und das Material oder den Verbund aus Materialien, aus denen er gefertigt ist. Was aber, wenn ein Gegenstand seine Form ändern kann?

In diesem Projekt beschäftigen wir uns mit Gegenständen und Objekten, die ihre Funktionalität, ihre Leistungsfähigkeit und Bedeutung daraus beziehen, dass sie sich in einer oder mehrerer ihrer Eigenschaften verändern können.

Gegenstände, die sich situativ anpassen können. Gegenstände, die ihr Aussehen, ihre Oberfläche, ihre Form oder Struktur verändern können. Gegenstände, die ihre Funktion ändern. Gegenstände, die ihren Zustand oder ihren Charakter verändern. Gegenstände, deren Material sich ändert oder die sich sogar substanziell in ihrer Stofflichkeit verwandeln.

Wir untersuchen und sammeln die unterschiedlichen Anlässe und Motive für die Veränderbarkeit von Objekten und wir entdecken und klassifizieren die Vielfalt der technischen, mechanischen und konstruktiven Prinzipien. Ebenso wollen wir den Einfluss von Materialien und Materialeigenschaften auf die Veränderbarkeit von Objekten ermitteln. Aus diesen Grundlagen werden Konzepte und Strategien für den Entwurf von veränderbaren Objekten entwickelt und im Projektverlauf bis zum 1:1 Prototypenstadium ausgearbeitet.

Die Nutzungskontexte der zu entwerfenden Objekte sind beliebig wählbar …
zum Beispiel in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Gesundheit, Wohlbefinden, Sport, Sicherheit, Notfall, Katastrophenschutz usw.

Von technischen Objekten und Produkten über architektonische Bauelemente bis zu Möbeln oder Einrichtungsgegenständen steht als Entwurfsinhalt die gesamte Bandbreite der Produkt- und Objektrealitäten zur Verfügung.

 

Teilnehmer_innen:
Enzo Agger, Leon Bucher, Janina Gastauer, Malte Gebhardt, Franz Kauffmann, Hongki Keam, Yerin Kim, Jaehwan Lee, Marco Mehringer, Hanni Nguyen, Jolanda Schultrich, Felix Stockhausen, Catherina Stuckmann, Eden Szir

Moderation:
Prof. Guido Englich, Julius Abromeit

 

Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Wintersemester 2023/24

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Minimalistische Küchen
Design-Strategien für mehr Diversität und Nachhaltigkeit

Der Film zum Projekt

 

Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

Minimalistische Küchen
Design-Strategien für mehr Diversität und Nachhaltigkeit

 

In diesem Projekt thematisieren wir den Ort, an dem wir unser Essen zubereiten, die Gegenstände, Hilfsmittel und Werkzeuge, die wir dafür verwenden, die Prozesse, die dort stattfinden, ebenso wie die Zutaten zu unserem Essen.

Designkonzepte für definierte Nutzungsszenarien werden mit ausgewählten Koch- und Ernährungs-Konzeptionen sinnfällig verknüpft. Darüber steht der Anspruch, mit minimalistischem Aufwand ein Maximum an Geschmacks-, Ernährungs-, Handlungs- und Erlebnisqualitäten zu erreichen. In jeder Hinsicht mit einem CO2 Fußabdruck „as low as possible”.

Die Entwürfe werden als 1:1 Funktions-Prototypen, an denen Essen real zubereitet werden kann, in minimalistischen Küchenensembles realisiert und in der Präsentation entsprechend inszeniert.

Bestandteil des Projektes war ein Workshop für und mit Hirse, in dem wir am Design-Campus verschiedene Zubereitungsarten von Hirse vorgestellt und zum Verzehr angeboten haben. 2023 hat die Unesco zum „Internationalen Jahr der Hirse” erklärt. Hirse wird in der zukünftigen Ernährung der Weltbevölkerung wahrscheinlich eine wachsende Rolle spielen.

 

Teilnehmer_innen:
Elisa Bächle, Milan Behrens, Fritz Breuer, Claus Hahn, Melanie Lange, Emil Löber, Malin Melzer, Jaromir Meyr, Raphael Rustige, Rosalie Schmuck, Jakob Trepel, Fritz Wördehoff

Moderation:
Prof. Guido Englich, Julius Abromeit

Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Sommersemester 2023

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Workshop mit Steinbeisser

Film zum Workshop mit Jouw Wijnsma und Martin Kullik

 

Dienstag, 18.4.2023

Ethical Sustainable Crafts

Workshop mit Jouw Wijnsma und Martin Kullik von Steinbeisser
organisiert in der Studienrichtung Produktdesign / Keramik- und Glasdesign
von Prof. Laura Strasser und Elisa Bächle

 

 

10:00-10:30 Q+A + Workshop Kickoff
10:30-16:00 Workshop / Cooking
16:00-16:30 Presentation Works
16:30-17:45 Late Brunch / Early Dinner
18:00-19:00 Jour Fix Lecture ‚Steinbeisser – Food for thought‘

 

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Giebichenstein Designpreis für C.O.W.

Die Jury diskutiert das Exponat „C.O.W. – circular organic waste”
von Björn Naumann und Karl Schinkel

 

Beste Idee/Bestes Konzept
für C.O.W. von Björn Naumann und Karl Schinkel

Halle, 16. November 2022 (dpa/sa) – Die Kunsthochschule Halle hat herausragende Arbeiten von jungen Kreativen mit dem „GiebichenStein Designpreis 2022” gewürdigt.

Eine Fachjury wählte Arbeiten in verschiedenen Kategorien aus: Als „Beste Idee/Bestes Konzept” überzeugte die Arbeit von Björn Naumann und Karl Schinkel aus dem Studiengang Industriedesign. Unter dem Titel „C.O.W. – circular organic waste” entwarfen sie eine Kochstelle mit autarker Energieproduktion aus Bioabfällen.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Projektes „Under Pressure: Gestalten mit Luft” im Sommersemester 2022 – betreut von Prof. Guido Englich und M.Sc. Kristian Gohlke.

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

 
C.O.W.
circular organic waste

 

Kochstelle und autarke Energieproduktion
Bioabfälle sind eine Ressource. Durch bakterielle Zersetzung können aus Pflanzenresten und Gülle Kochgas und Dünger generiert werden. Diesen Prozess wollen wir durch einen niederschwelligen Aufbau öffnen und in kleine lokale Gemeinschaften tragen. Vor Ort wird damit unabhängig Energie zur Lebensmittelzubereitung und -produktion bereitgestellt und zugleich Raum geschaffen für ein geselliges Beisammensein.

 

cow

 

Dokumentation
von Björn Naumann und Karl Schinkel

 

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Under Pressure:
Gestalten mit Luft

Film zum Projekt
 

Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design

 

Hier die entstandenen Entwürfe ansehen …

 

Under Pressure: Gestalten mit Luft
Konzepte und Entwürfe für interaktive pneumatische Objekte

Gestalten mit Luft heisst die besonderen form- und materialspezifischen Eigenschaften von Membranen, Verspannungen und (Luft-)Druck für eigene gestalterische Entwürfe zu nutzen. In der Wechselwirkung aus Material, Funktion und Anwendung werden bekannte Gestaltprinzipien kritisch hinterfragt und neu gedacht: Auf zu einer Ästhetik des Überdrucks!

Der Anwendung pneumatischer Elemente scheinen kaum Grenzen gesetzt – vom Einsatz körpernaher Objekte (beispielsweise für Interfaces, Schutz, Therapiezwecke u.a.) über solitäre Objekte in verschiedensten Alltagssituationen (von Wohnen bis Transportieren), über spezielle Bauelemente in technischen Konstruktionen und Systemen bis hin zu raumgreifenden „Skulpturen” oder raumbildenden „Architekturen”.

Luft als Material, Luft als Füllmedium in entsprechend gestalteten Hüllen, Luft in kalkulierbare und druckstabilisierte Formen gefasst … öffnet für den Designprozess ein vielfältiges Innovationspotential – im Bezug auf die Fähigkeit zur Formänderung eines Objektes ohne aufwendige mechanische Konstruktion, im Bezug auf die Minimierung von Materialeinsatz (= Ressourcenschonung) bei der Substitution von mechanischen und materialintensiven Konstruktionen durch „softe” Geometrien und leichte Membransysteme, im Bezug auf sinnliche und taktile Wahrnehmung der Objekte bis hin zu charakteristisch eigenwilligen Optionen der Interaktion innerhalb von Objekt-Systemen (z.b. Flexibilität, Kinetik, Soft-Robotik etc.) aber auch in der Interaktion zwischen Benutzenden und Objekt.

Das Projekt wurde begleitet durch eine praktische Grundlageneinführung zu Konstruktionen, Materialien und analogen und digitalen Werkzeugen fürs Prototyping von pneumatischen Membransystemen sowie einem Workshop zu Interaktion und Sensorik (Arduino).

Im Ergebnis wurden die entstehenden Konzepte und Entwürfe in 1:1 Prototypen umgesetzt und präsentiert.

 

input:
– Filmworkshop
– Exkursion 1
Vitra Designmuseum, FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel,
Tinguely Museum Basel, Museum für Gestaltung Zürich,
Zeppelinmuseum Friedrichshafen, Atelier 522 in Markdorf
– Workshop Arduino + Interaktion
– Exkursion 2 (Tagesausflug)
Plastique Fantastique Berlin

Gastvorträge:
Lorenz Kuschnig + Maxie Schneider (Popticum + Raumlabor, raumgreifende Inflatables),
Yena Young + Marco Canevacci (Plastique Fantastique),
Theo Möller (Leuchte Blow Me Up bei Ingo Maurer),
Leopold Seiler (3D Druck pneumatischer Objekte)

output:
– Entwürfe in 1:1 Prototypen
– individuelle Dokumentation in Film und Print
– gemeinsame Inszenierung zur Jahresausstellung

 

Teilnehmer_innen:
Eva Ausmann, Lena Eichhorn, Lara Herrmann, Johann Kogge, Simon Krautheim, Pierre Lichtenstein, Tim Mayer, Björn Naumann, Yang Ni, Ege Özcan, Karl Schinkel, Yasmin Tams

Moderation:
Prof. Guido Englich, M.Sc. Kristian Gohlke

Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Sommersemester 2022

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

Trailer zum Projekt

 

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Methodische Gestaltungs-Übungen

Experimentieren und Trainieren von Strategien und Entwurfsprozessen im zweiten Studienjahr

 
Eine Auswahl von MGÜ’s der letzten Jahre
 

 

Wald (2025)
Design-Strategien für, durch und mit dem Wald

> Link zum Projekt …

 

 

3D OP – Design als Gegenstand (2022)
Gestaltungsgrundlagen in 3 Sessions

> Link zum Projekt …

 

 

TriColor (2019)
Experimente, Objekte, Installationen zu Farbe als
Gestaltungsmittel in drei Sessions

> Link zum Projekt …

 

 

Form. Wandel. Magazin. (2020)
Erforschen und Entwerfen variabler Objekte

> Link zum Projekt …

 

 

3 Gänge Menu (2014)
Design-Strategien rund ums Essen

> Link zum Projekt …

 

 

Lightning over … (2016)
Drei Sessions mit, für und durch Licht

> Link zum Projekt …

 

 

Personal Food Culture (2011)
Persönliche Design-Strategien zum Umgang mit Lebensmitteln UND der Lebensmittelindustrie

> Link zum Projekt …

 

 

Cut & Go (2008)
Sitzen, stellen, legen …
Entwürfe für cnc-Fräse

> Link zum Projekt …

 

 

Projekt-Atelier Neuwerk (2008)
oder Entwerfen und Versuchsaufbau vorort,
Installationen für den Selbstversuch

 

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Glowing blow ups


 
Film zum Projekt
 
Fachaufgabe 1. Studienjahr BA Industriedesign
 

Glowing blow ups
Aufblasbare Objekte zum Leuchten gebracht

 
Gestalten mit Luft: Entwickeln Sie einen Körper, der durch Luftdruck in Form gebracht wird, und durch Integration eines Leuchtmittels (z.B. LED) zu einer Leuchte wird.

Die aufblasbare Leuchte kann für einen beliebigen Einsatzzweck sein (indoor, outdoor, stationär, mobil, fliegend, wasserdicht etc.). Thematisieren Sie im Entwurfsprozess den gegenseitigen Einfluss von Zweck, Funktion, Material, Form, Wirkung etc.

 

 

Scale it up
Lockerungsübung
 

Experimentieren Sie mit verschiedenen Materialien (Tyvek, Papier, Folie etc.), entwickeln Sie eine Abwicklung oder ein Schnittmuster. Aus dem gewählten Material wird durch Schweissen oder Kleben oder Nähen eine Hülle hergestellt, die durch Aufblasen dann die gewünschte Objektform erhält.

 

glowing doku

 

Dokumentation der Entwürfe

Die Entwurfsprozesse und Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Dokumentation publiziert.

 

glowing recherche

 

Dokumentation der Recherchen
 

Zum Einstieg in den Entwurf recherchieren Sie sowohl zum Design von ausgewählten Leuchten als auch zu Inflatables. Die individuellen Recherchen werden in einem gemeinsamen Kompendium dokumentiert.

 

 

Teilnehmer_innen
Richard Bassek, Pelin Bilger, Ara Coupar, Janush Elmi Sarabi, Emil Matthias Frederking, Franz Kauffmann, Namju Kim, Kyoungjin Lee, Se Hyeon Won
 
Moderation
Prof. Guido Englich, Leopold Seiler, Johann Post
 
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Sommersemester 2022
 

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Food Culture Empowerment

Film zum Projekt

 

Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

Food Culture Empowerment
Design-Strategien für Autonomie und Vielfalt bei der Erzeugung,
Kultivierung und Distribution von Nahrungsmitteln

Lässt sich durch Essen genussvoll die Welt retten? Hinter jedem Bissen, den wir essen, steckt eine komplexe Geschichte von ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Vorgängen. Mit jedem Bissen akzeptieren und bestärken wir diese dahinter stehenden Bedingungen.

Die Herstellung von Nahrungsmitteln hat einen immensen – und häufig schädlichen – Einfluss auf unsere Mitwelt. In diesem Projekt wollen wir uns die Entstehungsgeschichten unserer Lebensmittel bewusster machen und verstehen, warum die Wahl unseres Essens mehr ist als nur eine Geschmacksentscheidung …

Wir wollen untersuchen, welchen Einfluss wir auf die Entstehung und Herstellung unseres Essens haben können – in der Erzeugung, in der Kultivierung und Haltbarmachung ebenso wie in der Erweiterung der Vielfalt an Essbarem und Geschmackserlebnissen – darüberhinaus wollen wir herausfinden, was die Verbindung von traditionellen Kulturtechniken mit aktuellen oder experimentellen oder digitalen Technologien für Möglichkeiten und Wege öffnen kann.

 

Teilnehmer_innen:
Elena Bangel, Charlotte Bolinski, Luis Braun, Leonhard Burmester, Yanru Chen, Cleo Dölling, Nikolaus Hößle, Luisa Krause, Leah Messerschmidt, Katharina Mludek, Björn Naumann, Caterina Plenzick, Lisa Schwalbe, Xue Song, Dean Weigand

Gäste:
Hendrik Haase, Carlo Nesler, Heiner Mayer Kaibitsch u.a.

Moderation:
Prof. Guido Englich, Benjamin Schief

 

Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Wintersemester 2021/22

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

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ready/made
re/combine
re/use


 
Trailer zum Projekt
Film
 

ready/made … re/combine … re/use
hack the baumarkt / design for open source

Fachaufgabe 1. Studienjahr BA Industriedesign
 
in diesem 2-wöchigen projekt werden zwei design-strategien verknüpft: zum einen strategien des readymade, das meint das neu-interpretieren und raffinierte kombinieren von vorhandenen dingen und artefakten zu nutzbaren gegenständen und objekten … zum anderen design als open-source-strategie, das meint gestalter_innen als impulsgeber zu neuen verküpfungen, als anreger, moderatoren und rmöglicher.

 


 
Präsentation der Entwürfe
Film
 

wie das geht?
baumärkte, 1-euro-shops, ikea … sind die „forschungsfelder” – und inspirieren mit halbzeugen, materialien, ersatzteilen, werkzeugen und anderen kleinobjekten, die mit wenig aufwand zu gebrauchsfähigen gegenständen für den alltag entwickelt werden – als kleine möbel, kleine helfer, kleine irgendwas.
 

ready_doku

 

Dokumentation der Entwürfe

der „herstellungsprozess” wird nachvollziehbar in einer bauanleitung
und/oder einem film visualisiert.
 

ready_kompendium

 

Dokumentation der Recherchen
Readymade und re-combine – vom Objet trouvé zum gestalteten Gegenstand
 

projektbegleitend unternehmen die studierenden ausflüge in die (kunst-) und designgeschichte und recherchieren zu readymade-strategien.
 
 

Teilnehmer_innen
Ara Coupar, Daniel Sauter, David Bühler, Emil Frederking, Kyoungjin Lee, Leon Adrian Habig, Luci Schwingen, Merle Nau, Mia Christin Hennig, Namju Kim, Parinati Tamboli, Paul Matteo Wesser, Se Hyeon Won, Simon Höfer, Yara Planer
 
Moderation
Prof. Guido Englich, MA Benjamin Schief
 
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Wintersemester 2021/22
 

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Exkursion nach Südtirol

Film der Exkursion
 

 
Auftakt des Projekts „Food Culture Empowerment” …
hier die Projekt-Dokumentation ansehen
 

 
Exkursion nach Südtirol
Programm
 

Sonntag, 3.10.21
Treffen Sonntag abend am Stanglerhof.
 
Montag, 4.10.21
Workshop mit Carlo Nesler am Stanglerhof …
 
Dienstag, 5.10.21
Workshop mit Heiner Mayer Kaibitsch am Stanglerhof
 
Mittwoch, 6.10.21
Regionale Tour zu Agrarbetrieben und Manufakturen,
vormittags Hof des Wandels in St. Paul/Eppan,
nachmittags Forno de Pelegrin und 58 Chocotade in Meran
 
Donnerstag, 7.10.21
Workshop mit Heiner Mayer Kaibitsch am Stanglerhof,
Abendprogramm Film und Live-Musik am Stanglerhof
 
Freitag, 8.10.21
Vormittags Besuch der Uni Bozen
Fachbereich Design
 
Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
 

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Artefacts
from 2040


 

Zweiwöchige Fachaufgabe im 1. Studienjahr,
Bachelor-Studiengang Industriedesign
 

Hier das gesamte Projekt ansehen …
 

Artefacts from 2040
Unterstellung, Fiktion und Spekulation als Designstrategien
 

Wir begeben uns auf eine virtuelle Expedition in die Zukunft, auf eine fantasievolle Entdeckungsreise ins Jahr 2040. Spekulieren sie darüber, was Ihnen dort begegnet.

Ist alles noch beim „Alten”, sind drängende Fragen von heute gelöst (= Utopie) oder haben sich Probleme noch verschärft (= Dystopie). Was könnte uns erwarten … oder was wollen Sie unterstellen, was uns erwartet? Zurück von der Reise vermitteln Sie IHR Zukunfts-szenario durch einen Expeditionsbericht, ein Storyboard/Film und durch mitgebrachte Artefakte.

In der ersten Woche wollen wir über mögliche Zukünfte spekulieren und Szenarien entwickeln, die in kurzen Berichten und visuellen Storyboards kommuniziert werden.

Ein begleitender Workshop zu Darstellungstechniken gibt die dazu nötigen Werkzeuge.

In der zweiten Woche entwickeln Sie die Zukunftsartefakte als Mock-Ups. Kurze Filme verdeutlichen die Handhabung, in einem gemeinsamen Fotoshooting erstellen Sie Visualisierungen für die Expeditionsberichte. Artefakte und Visualisierungen werden als Diarama im Foyer der Mediathek zur Abschlusspräsentation inszeniert.
 
 

Gemeinsame Ausstellung der Zukunftsartefakte
im Foyer der Mediathek am Campus Neuwerk

 

Teilnehmer_innen
Rosalie Schmuck, Melanie Lange, Pia Marie Rothermund,
Mareike Galle, Fritz Breuer, Hans Vogel, Fidelis Falk,
Theo Lipinski, Malin Melzer, Max Koch, Antonia Kleinhempel,
Leonie Blug, Cornelius Thomas, Hanna Gintrowski,
Jaewan Lee, Ira Becker
 

Gast
Ina Turinsky
 

Reisebegleitung
Gregor Müller, Benjamin Schief
 

Mentor
Prof. Guido Englich
 

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Sommersemester 2021
 

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Form Wandel Magazin

Film der Präsentation

 

Methodische Gestaltungsübungen im 2. Studienjahr
Bachelor-Studiengang Industriedesign

 

Hier den Projekt-Verlauf und die Ergebnisse ansehen …

 

Form Wandel Magazin
Erforschen und Entwerfen variabler Objekte

In drei Sessions untersuchen wir dynamische Objekte in Machart und Veränderbarkeit.
Wir entdecken Prinzipien der Kinetik, Transformation und Metamorphose sowie Material­eigenschaften, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien.
Gegenständliches Experimentieren und gesammelte Erkenntnisse inspirieren zu eigenen Entwürfen.

 

Drei Untersuchungsfelder / drei Sessions:
– Kinetik und Geometrie
– Flexibilität und Elastik
– Druck und Spannung

 

In diesem Projekt werden wir zu entwerfenden Reportern, die gemeinsam entdecken, entwerfen, berichten und das Form Wandel Magazin als Film mit spannenden Stories und Features, Tutorials und Reportagen füllen.

Das Magazin ist sowohl ein realer Speicher von Beobachtungen, Sammlungen, Erfahrungen, Modellen und Experimenten als auch digitales Kommunikationsvehikel und filmisches Wissensarchiv.

 

 

Studierende:
Daniel Boehm, Judith Burgard, Malte Gebhardt, Vincent Kaup, Yerin Kim, Christoph Kortung, Maelle Ludwig, Seong Heum Na, Marvin Robert, Raymond Sandy, Lion Sanguinette, Emilia Sonntag, Chenghan Yuan

Workshops:
Vincent Zimmer, Benno Brucksch, Kristian Gohlke

Moderation:
Prof. Guido Englich, KM Benjamin Schief

Burg Giebichenstein
Kunsthochschule Halle

 

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Design Ikonen
als Pop up

Die Pop Ups als Trailer

 

Fachaufgabe über eine Kompaktwoche
im 1. Studienjahr BA Industriedesign

 

>>> hier das Projekt ansehen

 

Design icons for pop up
Designobjekte aus Papier gefaltet,
in einem Pop-Up-Buch in Szene gesetzt

 

Teil 1
Machen Sie mit uns einen Ausflug in die Designgeschichte:
Recherchieren Sie zu ausgewählten Designer*innen und fertigen Sie einen kurzen Film aus gefundenem Film- und Bildmaterial.

 

 

 

Die ReCut Filme zu den ausgewählten Designer_innen.
open

 

Teil 2
Wählen Sie aus Ihrer Recherche ein Produkt, ein Objekt, stellvertretend für den/die Designer/in, das Sie als dreidimensionales Papiermodell darstellen.

Dieses Papiermodell soll dann so konstruiert werden, dass es sich in einem Pop Up Buch ausfalten oder aufstellen und auf einer Doppelseite entsprechend darstellen und inszenieren lässt.

 

 

Das Papiermodell kann handwerklich mit Cutter, Schere, Klebstoff hergestellt werden und von Hand koloriert – wir werden Sie aber auch in die Software einführen, mit wird der Sie Ihr Modell in der finalen Version in Illustrator zeichnen, kolorieren und durch einen Schneidplotter herstellen könnten.

Am Ende werden alle Pop Up Seiten zu einem Buch zusammengefügt.
Das Aufklappen der jeweiligen Seiten wird dann gefilmt und mit Ihren Recut Filmen zu einem gemeinsamen „Design-Ikonen-Film” zusammengeschnitten …

 

 

Teilnehmer_innen:
Fritz Breuer, Fidelis Falk, Mareike Galle, Camille von Gerkan, Claus Hahn, Max Koch, Melani Lange, Jaehwan Lee, Theo Lipinski, Emil Löber, Malin Melzer, Jaromir Meyr, Robert Oberle, Pia Rothermund, Raphael Rustige, Rosalie Schmuck, Chaiyoon Shin, Jonathan Stein, Louis Steinhauser, Eden Szir, Cornelius Thomas, Hans Vogel

 

Moderation:
Prof. Guido Englich, Benjamin Schief

Video-Workshop: 
Vincent Dino Zimmer

Fachaufgabe über eine Kompaktwoche
im 1. Studienjahr BA Industriedesign

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Wintersemester 2021

 

 

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ReCut – Definition und Beispiele

 

Ein ReCut verwendet Filmmaterial aus vorhandenen Filmen und arrangiert diese neu, um einen Sachverhalt entweder fokussiert und zugespitzt darzustellen – also mit einem dokumentarischen, didaktischen Motiv – oder setzt das Material in einen neuen oder vom ursprünglichen Ausgangsmaterial abweichenden Kontext – also mit einem parodistischen oder verfremdenden Motiv.

Auf der Technik des ReCut basieren beispielsweise die Filme der Blow Up Reihe bei arte.

Häufig werden hier anhand der Neumontage von Filmszenen Regisseure, Filme oder Darsteller vorgestellt – aber ebenso auch Phänomene im Film – wie Regen, Schnee, Zirkus, Vampire usw. … komprimiert dargestellt.

Die Filmmontage des ReCut eignet sich insbesondere um Handlungen, Themen oder Elemente in ihrer Essenz und Musterhaftigkeit darzustellen und zu begreifen.

 

Beipiele auf arte finden Sie hier:
arte blow up

Die Herstellung von ReCuts wird mit der Verfügbarkeit von digitalem Filmmaterial deutlich vereinfacht. Geschickte Nutzung der Schnittprogramme erlaubt es, die Audio- und Videospuren eines Clips zu trennen, so dass die ursprüngliche Partitur oder Tonspur entfernt werden kann und durch eine andere ersetzt werden kann.

 

Einige Beispiele für ReCuts:

– Filme, Phänomene im Film, Gestaltungs-Elemente im Film
– Architektur-Elemente im Film
– Porträts als ReCut / GE
– Design-Geschichte als ReCut / GE
– Designer-Porträts / Recherchen als ReCut von Design-Studierenden

 

 

 

Filme, Phänomene im Film,
Gestaltungs-Elemente im Film

 

 

Blow-Up, Film von Michelangelo Antonioni (1966)
in 3 Minuten

 

 

 

Elf Uhr nachts, Film von Jean-Luc Godard (1965)
in 3 Minuten

 

 

 

Brillen im Film

 

 

 

Die Vorspanne von Saul Bass

 

 

 

Recut der Hitchcock-Trailer

 

 

 

Recut Tanz im Film

 

 

 

Typography
in Jean Luc Godard’s Films

 

 

 

The Iconic Aesthetic
of Jean-Luc Godard

 

 

Architektur-Elemente im Film

 

 

Video Installation (2014) Architektur Biennale Venedig

Diese Video-Installation von Davide Rapp (mit dem Titel „Elements”) ist eine Filmmontage von kurzen architekturbezogenen Filmszenen aus über 200 Filmen aus den letzten 100 Jahren Kinogeschichte. Die Kombination der Szenen visualisiert die fünfzehn Architekturelemente, die Rem Koolhaas und OMA/AMO für die Architektur Biennale in Venedig 2014 als „Fundamentals” identifiziert haben: Balkon, Decke, Korridor, Tür, Aufzug, Rolltreppe, Fassade, Boden, Kamin, Rampe, Dach, Treppe, Toilette, Wand und Fenster.

 

 

Porträts als ReCut

 

 

ReCut: Achille Castiglioni (2017) GE
Die Funktion, welch schöne Form

Ausschnitt aus dem ReCut „Designer als Sammler”, anlässlich einer Fachaufgabe im ersten Studienjahr im Studiengang Industrie Design zum Thema „Sammeln, Entdecken, Entwerfen” …

mehr dazu finden Sie hier:
Sammeln, Entdecken, Entwerfen

 

 

 

ReCut: Mon Oncle & Playtime de Jacques Tati (2017) GE

In Jacques Tatis Film „Mon Oncle” hat ein Haus die Hauptrolle. Es ist, obwohl von Menschenhand entworfen, ein Gegenspieler der Menschen. Sie haben mit seiner futuristischen Ausstattung zu kämpfen, mit den technischen Erleichterungen, die das Leben schwer machen, vor allem aber müssen sie sich einem autoritären Design unterwerfen, das keine Unordnung duldet. Um in diesem Haus nicht zu stören, müsste der Mensch zum Sofa oder zum Cocktailsessel werden. Selten hat Filmarchitektur eine so entscheidende Rolle eingenommen wie in den Filmen Jacques Tatis. Das production design wie der angelsächsische Ausdruck dafür lautet, hat hier seine eigene Herrschsucht, die Herrschsucht des Designs in der modernen Welt inszeniert.

Für den Regisseur war der Konflikt des Menschen mit der zunehmenden Technisierung eine thematische Obsession. In „Playtime“, einer Satire auf die moderne Großstadt, malte er eine futuristische Vision aus, die ähnlich großartig und zeitlos geriet wie Fritz Langs „Metropolis“ oder Ridley Scotts „Blade Runner“. Er war ein Megalomane und Perfektionist, der vor nichts zurückschreckte, und durch die Kostspieligkeit seiner Forderungen alles davor in den Schatten stellte.

 

mehr zu den Filmen von Jacques Tati findet sich hier:
Tücke des Objekts

 

 

 

ReCut: Eames / design is a method of action (2015) GE

Ein filmischer ReCut aus Interviews, Filmen, Vorträgen …
zum Werk von Charles und Ray Eames.

Die Eames stehen prototypisch und ihrer Zeit vorausweisend als Designer des 20. Jahrhunderts für die Definition und das Ausloten von Design als Profession und eine umfassende Durchführung von Designprozessen. Ihr Werk reicht von Produktdesign über Filme und Multimedia Lectures bis zu Ausstellungen und zeigt bis weit in die Bereiche eines entstehenden Informationsdesign.

Die Entwicklung der Projekte und Arbeiten des Eames Office zeigen einen deutlichen Shift von der Gestaltung von Objekten hin zur Vermittlung von Wissen und Gestaltung von Information. Damit bildet das Werk der Eames zugleich einen Höhepunkt der Designgeschichte des ausgehenden Industriezeitalters wie es schon vorausweisender Vorbote der Handlungsfelder der Designprofessionen im Information Age ist.

 

mehr zu den Filmen von Charles und Ray Eames findet sich hier:
Designing the idea

 

 

Designgeschichte als ReCut

 

 

01 hochschule für gestaltung hfg ulm 1953–1968

Ausschnitt aus dem Film „Design-Geschichte(n) aus dem Nick-Roericht-Archiv”

mehr dazu hier:
Design-Geschichte(n)

 

 

 

07 stand der büroentwicklung um 1972

Ausschnitt aus dem Film „Design-Geschichte(n) aus dem Nick-Roericht-Archiv”

 

 

Designer-/Künstler-Porträts
Recherchen von Design-Studierenden als ReCut

 

 

Chuck Hoberman
ReCut von Lion Sanguinette

 

 

 

Konstruktivisten
ReCut von Judith Burgard

Quellen

 

 

Jean Tinguely
ReCut von Emilia Sonntag

Quellen

 

 

Erwin Wurm
ReCut von Benno Brucksch (2017)

 

 

Donald Judd
ReCut von Leopold Zaumseil (2017)

 

 

 

Daan Roosegaard
ReCut von Johannes Voelchert (2017)

 

 

James Dyson
ReCut von Leo Helm (2017)

 

 

Maarten Baas
ReCut von Ulrike Silz (2017)

 

 

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Superkiosk / Minishop
Portable Mikro-Galerien für Dinge oder Ideen

Film der online Präsentation

 

Superkiosk / Minishop
Portable Mikro-Galerien für Dinge oder Ideen

Entwurf Komplexes Gestalten
Studiengang Industriedesign und Innenarchitektur
Sommersemester 2020

 

Hier das gesamte Projekt ansehen … 

 

Der Kiosk als Fenster zur Stadt und urbane Schnittstelle für Kommunikation und Austausch. Vielerorts verschwinden diese Kleinstarchitekturen aus dem öffentlichen Raum … wir suchen in diesem Projekt Nutzungsideen für eine erweiterte zeitgemässe Kiosk-Kultur und die passenden Architekturen.

Im Projekt sollten auf maximal 8 qm Grundfläche autarke, portable Kapseln, Kabinen, Minishops … entwickelt werden, die als stand- und wetterfeste 1:1 Prototypen zur Jahresausstellung ihren Auftritt haben. Begleitend zum Entwurf sollten potenzielle Nutzer oder Partner gefunden werden und konkrete Orte für die Nachnutzung der Gebäude.

Die Projektarbeit erfolgte in gemischten Teams aus Studierenden der Innenarchitektur und des Industriedesign.

Bedingt durch die Ausbreitung und die Folgen der Corona-Pandemie nimmt das Projekt einen anderen Verlauf. Die Zusammenarbeit erfolgte online über Zoom-Konferenzen. Die Entwürfe bleiben weitestgehend Zeichnungen und Collagen, die durch Animation und Film präsentiert werden.

 

Superkiosk Gesamtdoku

Dokumentation des Projektes zum Blättern …

 

Studierende:
Milan Behrens, Lucas Bögelsack, Leonhard Burmester, Lutz Dörner, Michael Goß, Mia Hemmerling, Nikolaus Hößle, Yiyun Huang, Theresa Jaspers, Michelle John, Paulina Knoll, Theresa Lässer, Pierre Lichtenstein, Kristin Lieb, Janna Radlow, Lucas Riedl, Jasmin Schauer, Rebekka Schilken, Lisa Wegmershausen, Sandro Wiegand, Yasemin Yilmaz

 

Moderation:
Prof. Guido Englich, Prof. Klaus Michel
KM Benjamin Schief, KM Maren Englisch

 

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Mach’s Gut!
Masterthesis von Delphine Bishop

 

Mach’s Gut!
Methoden zur Gestaltung von Abschluss-Situationen in der Psychotherapie.

Masterthesis von Delphine Bishop (2019)

 

Die Gestaltung eines guten Endes in einer Psychotherapie stellt Patienten und Therapeuten häufig vor Herausforderungen. Nicht jede Psychotherapie endet schwierig, aber jeder Psychotherapeut macht Erfahrungen mit schwierig endenden Psychotherapien. Umso erstaunlicher ist es, dass es kaum Literatur mit konkreten Anregungen und Beispielen zur Gestaltung eines gelungenen Therapie-Abschlusses gibt. In dieser Arbeit habe ich nach Werkzeugen gesucht, die das Ende einer Psychotherapie begleitend unterstützen. In der posttherapeutischen Zeit können diese ritualisierten Handlungen und Objekte den Patienten dabei helfen, sich an Ihre eigenen Ressourcen, Leistungen, Bewältigungsstrategien und Wünsche zu erinnern. In Zusammenarbeit mit Therapeuten und Patienten ist ein Methodenbuch entstanden, welches als Gesprächsaufhänger, Inspiration und Motivation für die Psychotherapie dient, Abschlusssituationen neu zu gestalten.

 

Daraus entstanden drei konkrete Übergangshandlungen und -objekte für die Bedürfnisse des „Präventionsprojekts Dunkelfeld” an der Charité Berlin:

 

Die „Schlüsselkarte“ – Ein Kreditkarten Großes Leporello in welchem sich die Schlüsselmomente der Therapie notiert werden können.

 

Der „Ressourcen Talisman“ – Ein Übergangsobjekt welches an seine eigenen Ressourcen erinnert und in welchem sich ein Symbol für die individuelle Prägung versteckt.

 

Der „gemeinsame Ort“ – Eine Installation welche durch die Beteiligung aller Patienten, die diese Therapie abgeschlossen haben wächst.

 

 

MA-Theorie_D-Bishop

 

Dokumentation der Masterthesis
(zum Blättern bitte anklicken)

 

MA-Methodenbuch_D-Bishop

 

Methodenbuch
(zum Blättern bitte anklicken)

 

Methoden-Film

 

 

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Design-Geschichte(n) aus dem Nick-Roericht-Archiv

Trailer

 

Design-Geschichte(n) aus dem Nick-Roericht-Archiv
Film Guido Englich, 2019

 

Hans Nick Roericht, Jahrgang 1932, Absolvent der Hochschule für Gestaltung in Ulm, Mitarbeiter in der Entwicklungsgruppe E5 an der HfG bei Otl Aicher in den 60er Jahren, Gründer der ProduktEntwicklung Roericht in Ulm, Hochschullehrer an der Hochschule der Künste Berlin von 1973 bis 2000 … begann ab 1955 sämtliche Artefakte, Zeichnungen, Schriftstücke, Fotos, Filme, Modelle, Dokumentationen etc. von Projekten und Designprozessen, an denen Roericht beteiligt war … aufzubewahren.

So enstand bis heute ein Archiv von mehr als 60 Kubikmeter Umfang, das einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Profession „Design” und der Designlehre seit den 50er Jahren möglich macht.

Im Forschungssemester im Sommer 2018 hat Guido Englich den Versuch unternommen, anhand ausgewählter Stationen und aus Artefakten des Archivs Design-Geschichte(n) mit filmischen Mitteln zu erzählen.

Am 2. Juni 2019 wird der Film im City-Kino Wedding in Berlin uraufgeführt.

 

Kurzfassung des Films in 15 Minuten

 

 

Impressionen von der Uraufführung des Films
in Berlin am 2. Juni 2019

 

 

Design Geschichte(n) 2

 

Zum Blättern …
Textbuch und Abbildungen aus dem Film

 

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Re Remake It
Masterthesis von Matthias Zänsler

ReReMake It

 

Re Re Make It
Design without Sketching

Masterthesis von Matthias Zänsler,  07.2011

 

Mein Projekt heißt ReRemake it.

Der Titel ist in Anlehnung an das Buch „Remake it home“ von Henrietta Thompson und Neal Whittington entstanden. Das Buch soll einen inspirierenden und praktischen Guide für nachhaltige Gestaltungsanwendungen im Homebereich darstellen und bezieht sich dabei auf Arbeiten – sowohl Readymades als auch einfache geniale Produkte – von Designern und Künstlern, u. a. von Jasper Morrison und Marcel Wanders.

In meinem Projekt möchte ich allerdings einen Schritt weiter gehen und dabei die inspirierenden Facetten von Produkten, die zu Objekten neu kombiniert sind, oder von Bildern, die man unter der Rubrik „found objects” zusammenführt sowie weitere Quellen nutzen, um daraus letztlich neue tatsächliche Produkte zu generieren.

Ich bewege mich also dadurch in verschiedenen Projektphasen, in denen ich mich zu Beginn gestaltungs-methodisch inspirativ und intuitiv mit Gegenständen, Bildern, Assoziationstechniken u.v.m. auseinandersetze und über „objekthafte Skizzen“ äußere, um dann in der weiteren Phase daraus Objekte zu erstellen, die auf Basis dieser Krativitätstechnik zu neuen, vollendeten Produkten entwickelt werden. Dabei spielen Kosten, Materialersparnis, Herstellbarkeit ebenso eine Rolle wie die visuelle Erscheinung des Endproduktes.

Am Ende des Projektes stehen die Objekte aus der 1. Phase den ausgewählten Objekte aus der generierten 2. Phase gegenüber.

Aus dem Vorwort von Matthias Zänsler

 

Design without Sketching 

 

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Fliegende Händler
Masterthesis von Martin Klinke

flieg händler

 

 

Fliegende Händler
Ein Markstand zum Selberbauen im open source Modus

Masterthesis von Martin Klinke (2011)

 

Bevor sich städtische Märkte etablierten und der lokale Handel maßgeblich zur Städteentwicklung im Mittelalter beitrug, existierte der Fernhandel bei dem die Rohstoffe und Güter über lange Handelswege von Stadt zu Stadt transportiert wurden. Das historische Bild hat sich seitdem stark gewandelt. Fernhandel existiert heute in virtuellen Märkten im Internet und der städtische Marktplatz ist von Geschäftsstraßen und Einkaufscentern am Stadtrand gefährdet.

Doch trotz des gesellschaftlichen Wandels existiert in fast jeder Stadt ein Wochenmarkt, der gerne in Anspruch genommen wird. Er überzeugt durch seine Atmosphäre, der Authentizität der Waren und der Kontrollmöglichkeit sowie durch persönlichen Kontakt zum Verkäufer. Die gängige Erscheinungsform heutiger Marktstände hat sich in Form von Anhängern und Klappständen mit Markise etabliert. Sie sind groß, konventionell und sperrig. Doch was ist, wenn man weniger statisch und ausdauernd seine Waren oder Dienstleistungen präsentieren will. Wenn man mobil bleiben möchte, wenig Standfläche in Anspruch nehmen will, um Geld zu sparen oder nur zeitweilig am Verkauf interessiert ist? Wie sieht das Marktleben in anderen Kulturen aus – z.B. in Form von Garküchen wie man sie aus Asien kennt?

Es bieten sich viele Möglichkeiten, auf die bestehenden Gegebenheiten zu reagieren. Fest steht der Ort, und dass Waren oder Dienstleistungen aufbewahrt, womöglich zubereitet, angepriesen, präsentiert und nicht zuletzt gehandelt werden sollen. Schnell, flexibel, klein und vielseitig …

 

 

Der Marktstand zum Selberbauen

Mit den einfachsten Werkzeugen und ohne überragende, technische Fähigkeiten soll es möglich sein, nach einer Anleitung mit fertigen Bauteilen oder Halbzeugen aus dem Baumarkt einen einfachen Marktstand selber zu bauen.

Die nötigen Maschinen sollten Akkuschrauber, Bohrmaschine und Stichsäge sein. Das zu verbauende Material ist im Baumarkt erhältlich und soll die Kosten von ca. 400 € nicht übersteigen. Alles soll ohne PKW transportierbar sein und in einen Einkaufswagen, Fahrradanhänger, Handwagen o.ä. passen. Auf- und Abbau sollten in 30 – 60 Minuten realisierbar sein.

Die open source Anleitung ist frei zugänglich und kann im Internet heruntergeladen werden. Für die verschiedenen Produktgruppen gibt es zusätzliche Varianten und günstige Lösungsvorschläge sowie Produkte, die auf ihre Tauglichkeit getestet wurden. So können mit der gleichen Basis-Konstruktion ein Bratwurststand, ein Fischstand oder eine Crêpebäckerei realisiert werden.

 

Transport Modus und Aufbau Modus …

 

… zum Beispiel Bücher

 

… zum Beispiel Kleidung

 

… zum Beispiel Obst und Gemüse

 

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Autarke Systeme –
Diplomarbeit von Sebastian Müllauer

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Autarke Syteme – Eine Feldforschung
Diplomarbeit von Sebastian Müllauer,
Teil 1, 2010

 

Auf Reisen für und mit Menschen zu gestalten, weiter in die Arbeitsweise und das Handwerk anderer Kulturen einzutauchen wäre die Erprobung eines Lebensentwurfes. Ein Wagnis, welches meine Prägung, Leidenschaften und Erkenntnisse aus Studium und Arbeitswelt verbinden würde. Allein die Aussicht auf dieses Abenteuer weckte in mir ein Gefühl von Freiheit. Die Ideen überschlugen sich in meinem Kopf, in Gedanken war ich bereits unterwegs. In den folgenden Wochen plante ich eine mobile Arbeitsstation bestehend aus zwei Koffern, die alles enthalten sollte was mir auf einer Reise Unabhängigkeit für Arbeit und Leben bieten würde. Währenddessen versuchte ich meine Reiseroute sowie mögliche Stationen zu bestimmen. Ich wollte Distanz zur schnelllebigen Gesellschaft sowie den großen etablierten Gestaltungsnormen halten und damit Raum für freigeistiges und neues Gestalten schaffen. Von den globalen Märkten scheinbar unbeeinflusste Dörfer, in denen altes Handwerk praktiziert wird und die Eigenheiten der jeweiligen Kultur nach wie vor gelebt werden, gerieten in meinen Fokus.

In Berlin hörte ich einen Vortrag von Li Edelkoort, einer renommierten Trendforscherin, in welchem sie unter anderem prophezeite, die zukünftige Gestaltung würde wieder aus den Dörfern kommen und Elemente alter Traditionen aufgreifen. Sie zeigte unkonventionelle Arbeiten von jungen Designern welche in ländlichen Gebieten, abseits der großen Städte ihre Ideen entwickelten. Mit dem Wunsch danach, in Ruhe, Abgeschiedenheit und unter dem Einfluss fremder Kulturen Produkte neuer und andersartiger Qualität zu gestalten, stand ich offensichtlich nicht allein. Ich forschte weiter nach Orten die mir geeignet schienen und stieß auf eine Vielzahl an Parallelgesellschaften überall auf der Welt. Diese erfüllten meine Kriterien, wenngleich sie modernisierte Formen traditioneller Dörfer darstellten.

Diese intentionalen Gemeinschaften* gründen sich auf der Idee eines ökologischen und friedlichen Zusammenlebens. Dabei eint sie das Ziel, eine neue Gesellschaft zu formen, welche sich von alten Denkweisen befreit. Sie wollen ihre Welt aus den bestehenden Strukturen herausheben und neu gestalten. In vielen Aspekten ähneln sich dabei die Ansätze: Architektonische Bauten die mit der Natur verschmelzen, gelebte Spiritualität die das ganzheitliche Bewusstsein erweitert, den Zusammenhalt stärkende Rituale, welche von ideologischen Fundamenten zeugen, auf die sich die neuen Gesellschaften stützen. Bildung genießt einen hohen Stellenwert und wirtschaftliche wie soziale Strukturen entstehen in Anpassung an regionale Eigenheiten und Bedürfnisse. Selbstversorgung unterstützt dabei die zunehmende Unabhängigkeit. Kunst, Bildung, Rituale und Tradition bilden über die Grenzen von Kulturen hinaus eine Einheit.

Eine neu strukturierte, »bessere« Welt, in der weder die Vernichtung der Natur noch das damit verbundene Ende der Menschheit zu fürchten ist, in der ressourcenschonend, sowie in jeder Hinsicht ökologisch und nachhaltig agiert wird, ist für viele Menschen bislang Utopie. Und es liegt im Wesen der Utopie das vorerst Unerreichbare zu sein. So scheitern von Zeit zu Zeit gedankliche Modelle ebenso wie die, die bereits ihren Weg in die Realität geschafft haben. Viele dieser Entwürfe überwinden jedoch auch die Grenzen alter Konventionen und geben Anlass die aktive Mitgestaltung der eigenen Lebensbedingungen als Mittel zum Wandel bestehender Verhältnisse in Betracht zu ziehen. Sie gedeihen zu Leuchtturmprojekten unserer Zeit heran, welche gelebte menschenfreundliche und naturverbundene Lebenskonzepte zeigen.

Aus dem Vorwort von Sebastian Müllauer

 

sm2 taku

 

 

TAKU – Mobile Reise- und Forschungsstation
Diplomarbeit von Sebastian Müllauer,
Teil 2, 2010

 

Nach einer Kurzexpedition in das nah gelegene Ökodorf Siebenlinden mache ich mich an die Arbeit an einer mobilen Reise- und Arbeitsstation, welche mich auf der geplanten Reise begleiten soll. Für die Zeit unterwegs gebe ich mir ein Synonym, dass den Forschungsgegenstand meiner Reise widerspiegeln soll. Unter dem Vorhaben »AS« begebe ich mich in meine erwünschte Utopie eines Lebens als reisender Gestalter zwischen Ökodörfern und auf den Spuren regionaler Autarkie. Meine Forschungsstation bekommt die Form zweier Koffer mit verschiedenen Funktionspotentialen und angelehnt an die Utopie »Bolo’bolo« den Namen Taku*.

*Der Autor P.M. gibt in seiner Utopie »bolo‘ bolo« der abschließbaren, personalisierten Kiste, über die jeder »ibu«(Mensch) verfügt, den Namen »taku«. »Über alles was im ›taku‹ Platz hat kann das ›ibu‹ nach eigenem Gutdünken verfügen, der Rest der Erdkugel wird gemeinsam benutzt. Das ›taku‹ ist absolut unantastbar, heilig, tabu, sakrosankt, privat, exklusiv.«

Taku ist Gestaltungsgegenstand einer zunächst imaginären Reise. Sein Funktionsumfang und seine unterschiedlichen Anwendungsszenarien entsprechen verschiedenen, im Vorfeld projizierten Situationen. Die Aussicht auf das Eintreffen dieser, seien sie noch so unwahrscheinlich; ist zugleich unerschöpfliche Quelle an Motivation und Fantasie an seiner Entwicklung. Seine Funktionspotentiale sowie seine Gestalt spiegeln die Persönlichkeit und die gestalterischen Interessen des Schöpfers wieder. Somit hat Taku einen spezifischen Besitzer. Taku ist mein täglicher Begleiter, Freund und Werkzeug. Es soll alles enthalten was ich für meine Reise als mobiler Gestalter benötigen würde. Als eine funktionale Zelle soll es sich in mein temporäres Wohnumfeld eingliedern oder selbst als mobile Architektur entfalten. Es soll sich während der Reise verändern können und als ein Artefakt, fremden Leuten meine Intentionen kommunizieren helfen.

Aus der Konzeptbeschreibung von Sebastian Müllauer

 

sm3 works for auroville

 

 

Autarke Systeme für das Youth Center – Arbeiten in Auroville
Diplomarbeit von Sebastian Müllauer,
Teil 3, 2010

 

Am 03.12.2010 erreicht die Unternehmung »AS« Auroville in Südindien. Die Experimentalstadt ist erster Untersuchungsgegenstand und potentieller Wirkungsraum. Ausgangspunkt von AS ist es eine Sensibilität für den Ort zu entwickeln, um dann gestalterisch tätig zu werden. Die geografisch bedingt unterschiedlichen, natürlichen und soziologischen Einflüsse sollen die Funktion und Formsprache der gestalterischen Arbeit beeinflussen. Der Philosophie des Reisens nach stellt sich AS die handwerkliche Arbeit unterwegs wie minimale Interventionen vor. Es könnten zum Beispiel flüchtige Produkte oder Installationen sein, welche nur eine begrenzte Aktualität bzw. Lebensdauer haben. Eine dem Ort adäquate Lösungsfindung und die Nutzung von lokalen Ressourcen stehen hierbei im Vordergrund.

Heterotopien nennt Michel Faucault »Orte außerhalb aller Orte, wiewohl sie tatsächlich geortet werden können«. Im Gegensatz zu den Utopien handelt es sich hierbei um ganz konkrete Orte, die gleichsam Gegenpole oder Widerlager im Alltagsraum darstellen. So wie die Experimentalstadt Auroville eine Heterotopie in Indien darstellt, so könnte man auch das Youth Center als ein Widerlager innerhalb Aurovilles beschreiben. Aus einer rebellischen Bewegung der ersten Generation junger Aurovillianer heraus gegründet, fungiert es bis heute für die Bewohner als ein Ort der Selbstfindung und Orientierung innerhalb Aurovilles, an dem die künstlerische Entfaltung einen hohen Stellenwert genießt. Die hauptsächliche Tagesbeschäftigung ist die experimentelle Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes. Die Gemeinschaft bezieht als Teil der Föderation Auroville ein Grundeinkommen. Voraussetzung sind hierbei eine aktive Mitarbeit am Gemeinwohl und der damit verbundene Aufbau und die Erhaltung Aurovilles. Für AS wird das YC innerhalb der ca. einhundert Nachbarschaften der hauptsächliche Aufenthalts- und Wirkungsraum.

Aus dem Vorwort von Sebastian Müllauer

 

 

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Gegenstand
Masterthesis von Christian Andrés Parra Sánchez

 

„Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, 
so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, 
welche sie dadurch erblicken, sind grün”
Heinrich von Kleist

 

Gegenstand
Masterthesis von Christian Andrés Parra Sánchez (2018)

 

Mein Masterthema habe ich „Mobilität des Menschen durch die Welt” genannt. Dieses Thema unterteile ich in verschiedene Kategorien, die später in der konzeptionellen Karte fig.1 zu sehen sind. Von den Subkategorien habe ich zwei als Hauptschwerpunkte für mein Projekt ausgewählt: Migration und Nationalität, die gleichzeitig eng mit drei weiteren Konzepten oder besser genannten Problemen verbunden sind: Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit), Rassismus und Diskriminierung.

 

 

Hypothese
Es ist absurd und irrational den „Fremden“ zu diskriminieren, weil er unterschiedlich ist, und daraus unbegründete Ängste zu erzeugen. Diese Ängste werden oft durch Ablehnung, Gewalt und Trennung ausgedrückt. Wäre es möglich, die gleiche Absurdität und Irrationalität als Konzept zu verwenden, um das Problem durch Design mit einer ironischen und satirischen Kritik anzugehen, um somit eine Atmosphäre, einen Raum für Verwirrung, Nachdenken, Fragestellungen, Verständnis, und sogar Lachen zu schaffen? Wäre die Verwendung von GEGENSTÄNDEN, die mögliche unsinnige und absurde Lösungen für das Problem darstellen und anbieten würden, effizient und effektiv? Kann ein Täter zum Opfer werden und somit (ironisch) das Problem rückprojiziert werden?

 

Was will/soll ich erreichen, was ist mein globales Ziel?
Mein Ziel ist es, die Absurdität eines sozialen Problems durch Ironie und Satire darzustellen. Hier ist es keine Rebellion gegen das Übermaß an Funktionalismus, Rationalismus und Avantgarde, wie es in Italien in den 60er Jahren durch die Bewegung des „radikalen Designs” geschah. Diesmal handelt es sich um eine persönliche Nichtübereinstimmung und eine Art „Intoleranz“ gegen die Intoleranz rassistischer, fremdenfeindlicher und segregationistischer sozialer Gruppen, die Menschen aufgrund einer anderen Herkunft diskriminieren, misshandeln und ablehnen. Mein Entwurfsvorschlag geht darum, das Problem genau so anzugehen, wie es ist: „absurd”, und diese Absurdität ironisch und satirisch widerzuspiegeln. Somit ist das Ziel, einen Raum zum Nachdenken, Wahrnehmen, für Selbstevaluation und Kritik gegenüber des Phänomens der Fremdenfeindlichkeit durch Design zu schaffen. Das Ziel ist auch, ein besonderes Mittel zu finden, um das Problem aufmerksam zu betrachten, so eingehend wie jeder möchte. Die Interaktion mit den Gegenständen soll dem Nutzer die Möglichkeit bieten, die Rolle des Opfers und des Täters selber zu erfahren. Es soll kein Kunstobjekt sein, das hinter einer Glasscheibe ausgestellt wird und auch so betrachtet werden muss. Mein Ziel ist die Interaktion des Zuschauers mit dem Absurden – ironische Gegenstände zu animieren, um ein „merkwürdiges” Gefühl, eine Art Verwirrung zu erzeugen aber auch Klarheit und Verständlichkeit hervorzurufen, und damit eine persönliche Analyse herauszufiltern und das Nachdenken zu fördern.

 

„Früher hatte der Mensch nur einen Körper und eine Seele. 
Heute braucht er noch einen Pass dazu, 
sonst wird er nicht wie ein Mensch behandelt”. 
Stefan Zweig

 

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Von Utopia zum Topos
Masterthesis von Benjamin Schief

 

Von Utopia zum Topos
Utopie beginnt im Kleinen

Masterthesis von Benjamin Schief (2017)

Seit dem Ende des Kalten Krieges sprachen viele Kritiker, vom Ende des utopischen Zeitalters. Haben wir also aufgehört, nach Antworten auf die Frage zu suchen, wie wir uns zukünftiges Leben in der Gemeinschaft vorstellen?

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen”, stellt der deutsche Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno in seiner „Minima Moralia” fest. Dabei hat diese Aussage bis heute nicht an Wahrheit verloren und solange das richtige Leben nicht erreicht ist, haben Utopien bzw. utopisches Denken, die Chance verdient, beachtet zu werden. Denn sie sind „realer Bestandteil des Emanzipationsprozesses des Menschen” und ermöglichen einen anderen Blick auf „des Menschen Möglichkeiten […], die noch nicht vermessen sind”.

Wie also könnte man den Bewohnern der alten Welt, die neue Welt öffnen? Um mit der Schriftstellerin Ursula Le Guin zu antworten, reicht es vielleicht schon „mit ein paar Gewohnheiten zu brechen, zu erreichen, dass Leute Fragen stellen” und wie Henry David Thoreau feststellt „die Nachbarn aufzuwecken”.

Was also sollen wir tun? Wie wollen wir unser Leben in Zukunft gestalten? Auf diese Frage lässt sich nicht so einfach eine abschließende Antwort formulieren, schon gar keine mit allumfassender Gültigkeit. Aber hilft uns utopisches Denken, Lösungsvorschläge zu dieser Frage zu formulieren? Einhergehend mit dem Zusammenbruch des Realkommunismus 1989/90, dem Ende des Kalten Krieges riefen zahlreiche Kritiker das Ende der Geschichte und zeitgleich das Ende des utopischen Zeitalters aus. Also haben wir aufgehört nach Antworten auf diese Fragen zu suchen und akzeptieren alternativlos was die Kritiker bescheinigen? Haben Utopien ihre Strahlkraft nun endgültig verloren?

Zu Beginn meines Mastersemesters habe ich mich dazu auf die Suche nach Beispielen gelebter Utopien begeben. Initiativen die utopische Experimente und damit Alternativen zum Bestehenden erproben, wurden in Interviews und Gesprächen beleuchtet.

Der Politikwissenschaftler Thomas Schölderle beschreibt Utopien als „in Raum und Zeit unerreichbare Zustände, deren Erreichbarkeit dennoch gedacht werden kann und gedacht werden soll”. Sie soll gedacht werden, „um innerhalb des Wirklichen den Sinn für das Mögliche zu schärfen”. Sie bietet einen Werkzeugkasten, um „Blicke in die Sackgassen des Fortschritts zu werfen und die positiven Möglichkeiten menschlichen Daseins auszuloten”, denn darin verbirgt sich „seit jeher ihre eigentliche Funktion”. Gleichzeitig muss sich utopisches Denken den Ambivalenzen stellen, dass sie zu allen Zeiten „Anstoß und Triebfeder technischer und sozialer Neuerungen [waren] – zum Wohle wie zum Schaden der Menschheit”.

Schölderle betont die Notwendigkeit eines Vorhandenseins von Möglichkeiten, welche durch utopisches Denken aufgedeckt und formuliert werden können. Sie verändern den Blick auf das „Wirkliche” und bleiben nicht auf einer Ebene der bloßen Kritik stehen, sondern formulieren Lösungsvorschläge. Sie sind also konstruktiv und fragen „unablässig nach den institutionellen Bedingungen des menschlichen Daseins und Glücks, nach den Gerechtigkeitsprinzipien seiner Ordnung und nach der Rationalität ihre Umsetzung”. So gesehen sind Utopien Provokationen der Gegenwart, „wecken Bewusstsein, fordern Antworten und suchen Lösungen. Diese Funktionen müssen nicht notwendig von Utopien übernommen werden. Geeignet scheint das Medium dafür aber allemal.“ Der Kontrast zwischen wirklich und möglich verdeutlicht den Mangel des Bestehenden, aber auch das Potenzial des Momentanen, darin liegt die große Kraft utopischen Denkens und ebenso das große Aktionspotenzial, welches von Utopien ausgehen kann.

Benjamin Schief

 

MA_Benjamin Schief – Von Utopia zum topos

 

Dokumentation der Masterthesis
(zum Blättern bitte anklicken)

 

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Design of Design Education

Film des Gesprächs (2017)

 

Design of Design Education (2017)

Guido Englich im Gespräch mit Sara Burkhardt
über Strategien in Designprozessen, Didaktik in der Design-Bildung
und das „Design of Design Education”

 

K+U

 

Interview veröffentlicht in KUNST + UNTERRICHT 404 (2016)
als PDF zum download …

 

Beispiele aus den folgenden Projekten

3 Gänge Menu
Design-Strategien rund ums Essen
Methodische Gestaltungsübungen im 2. Studienjahr
April – Juli 2014

Personal Food Culture
Persönliche Design-Strategien zum Umgang
mit Lebensmitteln UND der Lebensmittelindustrie,
Methodische Gestaltungsübungen im 2. Studienjahr
Oktober 2010 – Februar 2011

1, 2, 3 … leichte Küche
Kochen und Bewirten ohne Ballast
Entwurfsprojekt Komplexes Gestalten / BA- und MA-Studiengang
Oktober 2009 – Februar 2010

 

Industriedesign / Industrial Design, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, 2017

 

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Friends with Benefits
Masterthesis von Amelie Goldfuß

 

Friends with Benefits
Über die Beziehung zwischen Mensch und Maschine

Masterthesis von Amelie Goldfuß (2017)

Technik kann frustrieren, wenn sie nicht so funktioniert, wie wir wollen. Sie kann aber auch frustrieren, wenn sie so funktioniert, wie wir gerne funktionieren wollen, aber nicht können. Seit der industriellen Revolution arbeiten wir fleißig daran, Menschen maschinenartiger und Maschinen menschlicher zu machen. Das Gefälle zwischen der Perfektion der Maschinen und dem Gefühl menschlicher Unvollkommenheit wächst. Günther Anders nennt das Gefühl der Unterlegenheit des Menschen vor seinen technologischen Schöpfungen die promethische Scham. Müssen wir wegen ihr bald im Boden versinken?

Mich interessiert das emotionale Verhältnis zwischen Mensch und Gerät. Es muss nicht immer ein hochkomplexer Roboter oder eine künstliche Intelligenz wie in Her sein, zu der ein Mensch ein inniges Verhältnis aufbaut. Ab von den Gassenhauern Smartphone und Laptop, gibt es zahlreiche glückliche Beziehungen zwischen Lasercuttern und Makern („Du musst viel Zeit mit dem Gerät verbringen, um es gut kennenzulernen!“), Toastern und Morgenmuffeln, Geeks und Gadgets. Nicht immer sind die Erfahrungen positiv, wenn sich Mensch und Maschine begegnen, es gibt Wut, Awkwardness, Unsicherheit. Fest steht, dass der Beziehungsstatus zwischen Mensch und Maschine kompliziert ist.

Ich werde mich auf die Suche nach Geschichten machen, die Menschen über ihre Begegnungen mit Maschinen und Maschinen über ihre Begegnungen mit Menschen zu erzählen haben. Dazu gehört, welche Technologien (und in welcher Form) wir in unser Leben lassen und welche nicht. Und auch die Frage, welche wir wie lange am Leben lassen wollen. Die Fragestellungen werden in der Gestaltung von Geräten, die bestimmte Handlungen/Interaktionen provozieren oder hinterfragen oder der Gestaltung von Ritualen, die Mensch und Gerät gleichermaßen miteinbeziehen, münden.

Mich interessierte, wie Meinungen über die Konzepte von Technologien – also etwas eher Abstraktes – mit der Alltagserfahrung, die Menschen mit technischen Geräten machen, zusammenhängen und welche Geschichten diese Meinungen bilden. Dazu verteilte ich Geräte auf acht Haushalte, um mich nach einigen Wochen mit den Tester.innen zu unterhalten. Ich habe sie gefragt, wie es ihnen mit den Geräten ergangen ist, ob und wie sie sie benutzt haben und viele spannende Dinge herausgefunden, die in Teil 2 der Masterthesis „Fabelhafte Geräte” dokumentiert sind.

Amelie Goldfuß

 

MA_Amelie Goldfuss – Friends with benefits_Thesis

 

Friends with Benefits
Masterthesis

 

MA_Amelie Goldfuss – Fabelhafte Geräte

 

Fabelhafte Geräte
Dokumentation Entwurf

 

Masterexposé Amelie Goldfuß

 

Friends with Benefits
Exposé vor Durchführung der Thesis

 

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bzw.
Masterthesis von Julian Gottschalk

 

beziehungsweise
Strategien zur Förderung der Beziehungen zwischen Mensch und Ding

Masterthesis von Julian Gottschalk (2016)

Wie motiviert man Nutzer, Dinge zu pflegen und im Ernstfall zu reparieren? Wie bringt man Nutzer dazu, die Objekt bewusster wahrzunehmen und besser kennenzulernen? Wie lässt sich diese Distanz überbrücken?

Die Lösung kam mir, als ich gedankenversunken mit einem Kugelschreiber in meiner Hand spielte. Ich merkte, wie sehr es mir Spaß bereitete, ihn auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Diese Prozedur habe ich in meinem Leben nebenbei sicherlich über 100 mal durchgeführt. Es macht Spaß, zu erleben, wie die Elemente des Kugelschreibers zusammenzufügen sind und den simplen Mechanismus zu begreifen. Warum fördern also nicht mehr Dinge diese Nähe zur Funktionsweise?

Todd McLellan schrieb hierzu: „Was passiert, wenn wir nicht wissen, wie ein Gerät funktioniert? Wir sind abgeschnitten, zurückgeworfen in eine moderne Wüste, in der wir Probleme eher mit unserer Kreditkarte als mit den Händen oder dem Verstand lösen.“

Meine Idee ist also, den Nutzer das Gerät selbser zusammensetzen zu lassen bevor er es das erste Mal nutzen kann. Die Auseinandersetzung wird zur Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit des Objektes. Der Nutzer erfährt im Gegenzug die Freude am Zusammenbau, wird zum ersten „Flow-Erleben“ motiviert und erkennt die Beherrschbarkeit des Objektes. Er gewinnt Vertrauen in seine Fähigkeiten, weil er erfährt, wo potenzielle Fehlerstellen sein können und wie sie sich vom System entfernen lassen oder auszutauschen sind. Er erhält eine umfassendere Wahrnehmung vom Objekt und vergisst das Potenzial der Zerlegbarkeit nicht. Gleichzeitig wird er verantwortlich für das Objekt. Es gibt keine Ausreden mehr. Fehler lassen sich leicht und kostengünstig beseitigen, da die teuren Arbeitsstunden eines Fachmanns entfallen.

Julian Gottschalk

 

MA_Julian Gottschalk – bzw-Thesis

 

beziehungsweise …
Masterthesis von Julian Gottschalk

 

Ma_Julian Gottschalk – repairables

 

repairables
Dokumentation des Entwurfs von Julian Gottschalk

 

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Zum Wetter … Präsentation

Film der Präsentation vom 11. Juli 2016

 

Positionen im Video
Direkt-Link bitte anklicken:

Einführung Prof. Guido Englich

Balanceakt Heinrich Ehnert
Die fliegende Fliege Konrad Schoch
Nass Amélie Ikas

Phänomene Tankstelle Marcus Schwalm
Nebelrad Tom Bade
Abschirm Clemens Schebiella

Datenplatten Ida Flick
Urbane Oase Lara Bousch
Fokus … Sonne auf den Punkt Moritz Wussow

Wetter & Psyche Veronika Schneider
Wetter & Erinnerung Shu Ting Fang, Wanhyun Ko
Das Grünstück Alan Moreno

Die Ausstellung und die Objekte

 

Entwurfsprojekt / Komplexes Gestalten
Studiengang BA Industriedesign / MA Industrial Design

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

Zum Wetter …
Vom Naturphänomen zum Artefakt
Design-Strategien für Wetter, Witterung und Klima

In diesem Projekt wollen wir nicht nur übers Wetter reden, sondern die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Wetter und Gestaltung untersuchen. Die Notwendigkeit und das Bedürfnis, sich vor Witterung und Wetter zu schützen, begleitet die menschlichen Lebensweisen und Zivilisationen seit Anbeginn. Als Schutz vor Wetter, Wind und Sonne, vor Hitze und Kälte entstehen Kleidung als „zweite Haut”, schliesslich Architektur als „dritte Haut” des Menschen. Wetterberichte und Vorhersagen zu klimatischen Entwicklungen finden sich schon in der Bibel – stets mit theologischer Bedeutung. Der Einfluss von Wetter, Witterung und Klima auf Gedeih und Verderb von Zivilisationen und Gesellschaften ist evident.

Heut ist Wetter längst kein ausschliesslich natürliches Phänomen mehr. Die Emissionen unserer Zivilisationen beeinflussen Umwelt, Wetter, Klima – Wetter gestaltet und wird gestaltet.

 

Teilnehmer_innen:
Tom Bade, LB, Heinrich Ehnert, Shu Ting Fang, Ida Flik, Amelie Ikas, Wanhyun Ko, Alan Moreno, Clemens Schebiella, Veronika Schneider, Konrad Schoch, Marcus Schwalm, Moritz Wussow

 

Moderation:
Prof. Guido Englich, Fynn Freyschmidt

Workshops:
Max von Elverfeldt, Julia Wolf, Daniel Páez Castillo, Sebastian Müllauer, Steffen Klaue

 

Studiengang BA Industriedesign / MA Industrial Design
Sommersemester 2016

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Culinary Hacking
Masterthesis von Carolin Schulze

 

Culinary Hacking
Was is(s)t Kultur?

Masterthesis von Carolin Schulze (2016)

Unser Essen ist ein Spiegel der Gesellschaft. Und eine Gesellschaft kann nur bestehen und sich stabilisieren, wenn sie Vielschichtigkeit und kulturelle Diversität aufweist. Können wir Essen als kulturelles Totalphänomen hacken? Können wir Grenzen überwinden? Können wir Monotonie hacken? Essen hat immer auch mit Zeit und Arbeit zu tun und passt sich einem bestimmten Lebensstil an. Esskultur ist weder zeitlich noch räumlich beständig. Eine Kultur wählt aus und selektiert. Auswahl und Selektion sind der Ausdruck von Normen und Werten einer Kultur. Beim Essen steht der handelnde Mensch im Mittelpunkt. Menschen sind Omnivoren und haben gelernt, Rohstoffe für sich genießbar zu machen. Das Zubereiten von Speisen wurde zu einer Kulturtechnik zwischen den beiden Zuständen „roh“ und „verdorben“ entwickelt. Von Kultur spricht man sowohl bei menschlichen Gesellschaften als auch bei Gruppen von Mikroorganismen. (…)

Die Mensch-Mikroorganismen-Beziehung wuchs über Jahrtausende zu einer symbiotischen Gemeinschaft heran und droht nun durch industriellen Fortschritt und kulinarisches Vergessen verloren zu gehen. Wie wird unser Bier und unser Essen in 40, 100 oder 200 Jahren schmecken, wenn die meisten Menschen auf eintöniges steriles Essen aus industrieller Großproduktion zurückgreifen? Welchen Charakter nimmt dann unser Essen an? Und wer beherrscht noch traditionelle Techniken zur Herstellung und Fermentation von Lebensmitteln? Culinary Hacking beschäftigt sich genau mit diesen Fragen und stellt einen Gegenentwurf zur kulinarischen Demenz dar.

Carolin Schulze

 

MA_Carolin Schulze – Culinary Hacking – Thesis

 

Culinary Hacking
Masterthesis

 

MA_Carolin Schulze – Culinary Hacking – Doku

 

Culinary Hacking
Dokumentation Entwurf

 

MA_Carolin Schulze – Culinary Hacking – Doku 2

 

Culinary Hacking
Dokumentation Präsentation

 

exposé-culinary hacking

 

Culinary Hacking
Exposé vor Durchführung der Thesis

 

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Lightning over …
Design-Strategien mit, für und durch Licht

Trailer zur Projektpräsentation

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

Lightning over …
Design-Strategien mit, für und durch Licht

physikalisch betrachtet ist licht welle und teilchen zugleich, hat keinen körper und keine substanz und ist dennoch elementares phänomen für wahrnehmung und gestaltung.

2015 – ist das unesco-jahr des lichts – und in der dunkler werdenden jahreszeit erkunden wir in drei experimentellen sessions verschiedene wirkungen von licht abseits von lampen und leuchten.

 

session 1:
anlichten – ein licht aufgehen
blitz, flamme, edison, wolfram, gas, LED, lichtquelle, lichtmaschine …

session 2:
auflichten – lichtblicke
welle, code, signal, schranke, absorption, photosynthese …

session 3:
auslichten – ins licht getaucht
lichtraum, schatten, lichtgestalt, lichtbild, lichtjahr, lichtstrom …

 

input:
-> individuelle recherche / referate zu projektbeginn
-> exkursion(en) – phaeno/wolfsburg, otto piene/münster, glow/eindhoven
-> workshop zu licht, sensorik, kinetik und motorik (arduino und co.)
-> film- und dokumentations-workshop

output:
-> funktionsanordnungen, versuchsaufbauten, installationen
-> dokumentation / in print- und film-format
-> als gruppe inszenierte präsentation/installation

 

Moderation:
Prof. Guido Englich, Fynn Freyschmidt

Studiengang BA Industriedesign
Wintersemester 2015/16

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

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on/off – 3d kinetics
Objekte mit kalkuliertem Formwandel

Annäherung an die Technologie des 3D Druckens über das Selbstbauen der Apparatur

 

on/off – 3d kinetics
Objekte mit kalkuliertem Formwandel

objekte mit formänderungen begegnen uns im alltag häufig und in allen grössen: von klammern, spangen, schnallen, die über formänderung ihre funktion ausüben; über klappstühle und -tische, die sich unbenutzt klein machen; regenschirme, zelte … bis hin zu ausfaltbaren oder aufblasbaren räumen und architekturen.

so vielfältig wie die anlässe für die veränderbarkeit von objekten, so vielfältig sind auch die technischen prinzipien, mit denen dieser geometrische, physische form- und zustandswechsel bewerkstelligt wird.

 

Hier das gesamte Projekt ansehen …

 

Teilnehmer_innen:
Tom Bade, Richard von Fircks, Ida Flik, Jan Arne Gruner, Mathis Hosemann, Justus Pfeifer, Sabastian Quiroz, Helene Schmidt, Ria Stadler, Tim Thiemicke

Moderation:
Prof. Guido Englich, Gast-Prof. Frank Spenling (session 1)

SolidWorks Workshop:
Marco Merkel

3D Drucker DIY Workshop:
Carolin Schulze, Su Gao, Malte Westphalen

Film- und Doku-Workshop:
Amelie Goldfuß

Studiengang  Industriedesign
Sommersemester 2015

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Res publica: Design und Politik
Masterthesis von Philipp Witte

 

Res publica: Sei politisch!
Präsentation der Masterthesis von Philipp Witte

 

Politik im Vergleich zum Design und umgekehrt

Die Arbeit von Politikern und Designern besitzt herausragende Ähnlichkeit. Beide haben die besondere Aufgabe des Sich-Vorstellens einer möglichen Welt – sie sind Planer. Beide müssen Experten sein für horizontales und für laterales Denken, die Erkenntnisse anderer Disziplinen filtern und miteinander verknüpfen. Der Umweltminister braucht kein Agrarwissenschaftler zu sein. Dazu hat er seine Berater. Er muss zum Beispiel mögliche Investitionen in der Landwirtschaft gegen mögliche Investitionen in der Forstwirtschaft abwägen und ein Urteil treffen. Die Entscheidung fällt zugunsten des einen und zuungunsten des anderen Arguments.

Wir wissen von Horst Rittel, dass auch die Arbeit des Designers als Argumentationsprozess stattfindet. Die Lösungen sind immer subjektiv, denn der Prozess ist subjektiv. Viele Urteile werden aus dem Bauch heraus gefällt. Zudem kehren Designer auch wieder zu bereits gefällten Urteilen zurück und ändern diese zugunsten neuer Erkenntnisse. Deswegen ist eine Systematik in Form eines immer wieder anwendbaren Schemas unmöglich. Es gibt keinen wissenschaftlichen Lösungsweg. Werden Entscheidungen in einer Gruppe getroffen, beeinflussen zwei weitere Faktoren das Ergebnis. Im Falle der absoluten Gleichberechtigung der Beteiligten geht es vor allem um Überzeugungsarbeit, also die rhetorischen Fähigkeiten. Die Durchsetzungsfähigkeit des Einzelnen ist oft entscheidender als die Qualität seines Arguments.

Um die Rhetorik im Design und das Design als Rhetorik fand in letzter Zeit ein umfassender Diskurs innerhalb der Designwissenschaft statt. Die klassische Rhetorik unterscheidet seit Aristoteles in die Trinität von ethos, pathos und logos. Die Rede soll also überzeugen in der Glaubwürdigkeit des Redners, in ihrer emotionalen Qualität und in ihrer logischen Nachvollziehbarkeit. Es wird versucht diese Aspekte in der Analyse von Dingen anzuwenden, vermutlich um eine Erklärung dafür zu finden, warum das eine Design gefällt und das andere nicht. Um es kurz zu fassen: Design kann als Rhetorik verstanden werden, genauso wie die Rhetorik ein Thema im Designprozess ist.

Da der Entwurfsprozess in der Regel innerhalb einer Gruppe stattfindet, ist theoretisch der im Vorteil der die ars bene dicendi am besten beherrscht. Die Kunst des guten Redens soll dazu befähigen Argumente wirkungsvoll zu präsentieren, um letztendlich den oder die anderen vom eigenen Standpunkt zu überzeugen. Ob es sich dabei um wirkliches Überzeugen oder doch nur Überreden handelt, wird gerne diskutiert, hat aber für den Designprozess keine besondere Bedeutung.

Matthias Götz schreibt: „Denn wer gut überredet, überzeugt auch.“ Herrscht ein Machtgefälle innerhalb der Gruppe, und das ist die Regel, hat meistens eine Person – oder eine sehr kleine Gruppe – als Entscheidungsträger das letzte Wort. Sie hat aber auch die Verantwortung. Die anderen buhlen um ihre Gunst. Sie sind zum Teil wieder in untergeordnete Machtgefüge verkettet. In der Praxis bedeutet das: ist das Design dem Marketing untergeordnet, hat am Ende der Chef des Marketings
vermutlich mehr Einfluss auf das Design als der Chefdesigner. Oder: Nicht das engagierte Designstudio als Dienstleister, sondern die Auftrag gebende Firma entscheidet in letzter Instanz. Über die Macht des Designs wird heiß diskutiert, über die Macht im Designprozess eher weniger; doch das wäre ein eigenes Thema. Es steht fest: Planen heißt argumentieren. Mit sich selbst und mit anderen. So ist es auch in der Politik.

Aus der Einführung zur Masterthesis
Philipp Witte

 

MA_Phillip Witte – Zoonpolitikon

 

Zoon politikon
Der Mensch und die politischen Dinge

Masterthesis von Philipp Witte

 

 

 

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Die im Design ignorierten Dinge
Masterthesis von Malte Westphalen

 

Die im Design ignorierten Dinge
Kaum Design und einige Überlegungen dazu

Masterthesis von Malte Westphalen, 2014

 

Vergessen, ignoriert oder nicht berücksichtigt. Die Handlungen des Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass nicht alles bedacht werden kann. Und ist nicht daher einer der größten Denkfehler die Auffassung, alles erdenken und planen zu können? Da Umstände und Dinge weggelassen werden müssen, um in einem Entscheidungs- oder Urteilsprozess zu einem Ende zu kommen – um fertig zu werden. Das Spontanurteil – die unbegründbare Entscheidung – bezeichnet immer das Ende eines Prozesses und steht dem deliberierten Urteil – der begründeten Entscheidung – entgegen. Nicht anders geht es dem Design.

Der Titel Die im Design ignorierten Dinge impliziert natürlich erst einmal die über die Jahre vergessenen Dinge, welche im Laufe der Zeit ignoriert wurden. Dinge, die einem Redesign unterzogen werden könnten; Dinge, die eine Fundgrube für Neues sein können. Aber genauso immanent sind eben auch die Sachverhalte, die im Designprozess – im Entwurfsprozess – ignoriert und vergessen werden müssen, um zu einem Ende zu kommen, welches das Design-Objekt per se bezeichnet. Das heißt: Das Ignorieren, das Weglassen und das Vergessen von Dingen, von Sachverhalten, ist fester Bestandteil im Design. …

Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, dem Ursprung der uns umgebenden Gegenstände auf den Grund zu gehen und untersucht die These, dass die Zeit die Objekte formt sowie die Objekte die Zeit formen und dass dieser Prozess als evolutionärer Prozess beschrieben werden kann.

 

2014_MA_Malte Westphalen_Ignorierte Dinge

 

Masterthesis von Malte Westphalen

 

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open … design ?!

 

open … design ?!
open source Strategien und ihre Wirkungen im Design

Von open source … zu open design, zu offenen Entwurfsprozessen, zu autonomer Produktion, zu neuen Ökonomien – letztlich, aber nicht zuletzt auch die Suche nach neuen Methoden und Anwendungsbereichen für DesignerInnen.

In diesem Projekt untersuchen die teilnehmenden Studierenden Chancen und (Aus)wirkungen von open source Strategien auf Handlungsfelder im Design.

 

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TeilnehmerInnen:
Juber Attia, Anna Böhnke, Maika Butter, Sophie Döhler, Felix Fleischer, Jonathan Geffen, Amelie Goldfuß, Julian Gottschalk, Sascha Henken, Konstantin Hinkel, Max Kimpel, Melanie Kuth, Larissa Meyer, Moritz Petersdorff, Karl Russell, Johanna Seelemann, Felix Seltmann, Carolin Thieme, Christoph Unbescheidt, Rudolf Weiß, Malte Westphalen

Moderation:
Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

Workshops:
Sebastian Müllauer, Till Wolfer, Lars Zimmermann

Studiengang Industriedesign
Wintersemester 2013/14

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Minimal Shelter

 

Hüllen, Kapseln, kleine Räume …
Untersuchungen und Versuchsaufbauten zur „dritten Haut”

Minimal shelter – hier verstanden als kleine (Schutz-)Räume – sind der Gegenstand in diesem Projekt an der Nahtstelle zwischen Design/Objekt und Architektur/Raum.

Mögliche Nutzungs­szenarien sind zu Beginn des Projektes völlig offen – ob temporärer Unterstand für urban gardener, ein Refugium hoch in den Bäumen für Tag- und Nachtträume aller Art, eine Notunterkunft für Erdbebenopfer, der Bausatz für die Gartenlaube, eine Schutzhütte für vom Schneesturm überraschte Bergsteiger … der Konzept-Fantasie der ProjektteilnehmerInnen sind erstmal keine Grenzen gesetzt …

 

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TeilnehmerInnen:
Suhair Al-Kazimi, Max Böhme, Florian Cortes König, Robert Jähnen, Samuel Legris, Benjamin Schief, Elisabeth Seyferth, Marian Sorge, Carolin Thieme, Michael Tomalik, Lisa Wandel, Alexander Wiefel, Anja Wippler, Franziska Zeller

Moderation:
Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

Studiengang Industriedesign
Sommersemester 2013

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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0,7 cbm essentials

 

Minimalismus als Lebensform

In diesem Projekt werden Szenarien für minimalistische Lebensformen konzipiert, untersucht und objekthaft demonstriert …

Was sind Essentials? Bedeutet Reduktion nur Verzicht oder auch Freiheit? Wie verändern, verschieben sich Beziehungen und Bedeutungen … z.B. von privater zu öffentlicher, von individueller zu gemeinsamer Nutzung und Verfügbarkeit, aber auch von analoger zu digitaler Organisation …

Heisst nutzen können immer gleich besitzen müssen?

 

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TeilnehmerInnen:
Benny Adler, Maximilian Bastian, Maria Bauhofer, Maika Butter, Laura Christopheri, Florian Cortes König, Charlotte Ehrt, Wei Hsu, Hur Ji Hyun, Annabelle Klute, Leon Kucharski, Yujung Lee, Florian Lohse, Andreas Patsiaouras, Franziska Porsch, Senhui Qiu, Florian Schregelmann, Julia Senft, Fei Shan, Marlene Swiecznik

Moderation:
Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

Workshops und Vorträge:
Henrike Gänss, Moritz Grund

Studiengang Industriedesign
Wintersemester 2012/13

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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easy made / design for download

 

easy made
do-it-for-others / design for download

In diesem 2-wöchigen Kurzprojekt als Fachaufgabe für Studierende des ersten Semesters im Studiengang Industriedesign werden zwei Designstrategien verknüpft: Readymade und open source.

 

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Studierende:
Isabel Luisa Apel, René Braun, Shu Ting Fang, Kolbrún Gissurardóttir, Melanie Glöckler, Sunna Halldórudóttir, Sebastian Hennig, Stephan Hildebrandt, Anne Ute Kaden, Jakob Klug, Wenwen Liu, Daniela Nikitenko, Linn Pulsack, Laura Risch, Lisa Antonie Scherer, Hanna Scheundel, Michael Schuchort, Sabrina Sgoda, Vincent Dino Zimmer

Moderation:
Prof. Guido Englich, Dipl. Des. David Oelschlägel

 

2-Wochen-Projekt Fachaufgabe im Studiengang Industriedesign,
Wintersemester 2012

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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24 short films about design

How should I explain to my grandma what is design? (2012) Till Ronacher

 

24 kurze Filme über Design

Was ist, was kann, was will Design?
Und: wie lassen sich diese Fragen mit Hilfe von Filmen untersuchen und visualisieren?

Gegenstand in diesem Projekt war „Design” selbst, in seinen vielschichtigen und unterschiedlichen Handlungsfeldern des zeichenhaften, gegenständlichen, räumlichen, prozesshaften Gestaltens; eine Reflektion von Haltungen, Ansprüchen und Ideologien; eine Untersuchung von Methoden und Vorgehensweisen. Film als Medium hier nicht eingesetzt zur Dokumentation vorhergehenden Entwerfens, sondern als Entwurfs- und Gestaltungsmittel, um Fragen zu stellen und spekulative Antworten zu suchen …

 

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Studierende:
Maika Butter, Felix Friedrich Fleischer, Kirsten Grass, Juliane Huhn, Felix Kraemer, Leon Kucharski, Johanna Padge, Jan Panev, Senhui Qiu, Alexander Skowronski, Johannes Sobeck, Rebekka Volz, Malte Westphalen

Moderation:
Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

Workshop Dramaturgie und Montage:
Cristóvão A. dos Reis

 

Studiengang Industriedesign
Sommersemester 2012

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Collapsible Boats

 

Collapsible Boats
… aus dem Rucksack auf’s Wasser

In diesem Projekt gilt es, ein zerlegbares Boot zu entwickeln, das primär durch Muskelkraft angetrieben wird, und dieses Boot als fahrtüchtigen, schwimmfähigen (!) Prototypen zu realisieren.

 

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Studierende:
Julia Brümmer + Carina Fischer, Christine Rackel + Frank Niese, Sandra Hölzl + Karina Wendt, Elisabeth Seyferth + Anja Wippler, Jeho Yoon + Yifan Zhang

Moderation:
Prof. Guido Englich, David Oelschlägel

Workshop:
Thomas Grögler

 

Studiengang Industriedesign
Sommersemester 2011

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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Cut & Go
Entwürfe für CNC-Fräse

 

cut & go
Sitzen, stellen, legen … Entwürfe für CNC Fräse

In drei Sessions wird je ein Produkt für die interpretierbaren Funktions-Kontexte
„Sitzen, Stellen, Legen …” entworfen … und in 1:1 Prototypen auf der neuen CNC Fräse der www-Werkstatt realisiert.

 

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Studierende:
Henrik Bettels, Max Böhme, Finnja Anders, Robert Jähnen, Sofia Löser, Bianca Raupp, Markus Rossnagel, Johann Schmidt, Elisabeth Seyferth, Philipp Stingl, Anja Wippler, Alexander Wiefel – Fanny Christov, Henrike Geißler – Xiaobai Li, Matthias Zänsler

Supervision:
Prof. Guido Englich

Trainer:
Robert Haslbeck, Torsten Klocke, David Oelschlaegel, Ilja Oelschlaegel

 

Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Sommersemester 2010

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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1, 2, 3 … leichte Küche

 

1, 2, 3 … leichte Küche
Kochen und Bewirten ohne Ballast

Wieviel Küche brauchen wir eigentlich? Unter dieser Frage entwickelten Studierende des Industriedesign sechs minimalistische Küchen in funktionsfähigen 1:1 Prototypen.

 

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Studierende:
Norman Ebelt + Kristin Laass, Martin Klinke + Albrecht Seeger, Ulrich Kohl + Robert Schierjott, Maria Lobisch + Andreas Näther, Christopher Meyer + Vicky Müller, Ulrike Sandner + Katrin Sillmann + Franziska Winter

Moderation:
Prof. Guido Englich, Mark Braun

 

Studiengang Industriedesign
Wintersemester 2009/10

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

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