Planen und Bauen im Bestand

Film zur Erweiterung und Sanierung eines Wohnhauses

 

Erweiterung und energetische Sanierung
eines Wohnhauses in Berlin, 2010

Konzeption, Entwurf: Guido Englich, Ulla-Britta Schäffler
Werkplanung, Bauleitung: Guido Englich

 

Der vorhandene Bestand bietet – insbesondere durch die verschiedenen Anbauten – keine Bezugspunkte mehr für eine sinnvolle Rekonstruktion des ursprünglichen Gebäudezustandes. Daher respektiert das Konzept zwar den Bestand als substanzielles Faktum, orientiert sich aber vorallem an der Perspektive konsequenten Weiterbauens zur Durchsetzung eines architektonischen Anspruchs im Blick auf das gesamte Erscheinungsbild.

Die notwendige energetische Sanierung und der Wunsch nach der Erweiterung des nutzbaren Raums greifen im Entwurfskonzept synergetisch ineinander. Die Sanierung zum KfW Effizienzhaus erfolgt durch Wärmedämmung der Fassaden und Neubau der Dächer, Einbau neuer Fenster mit Dreifachverglasung, Heizungsunterstützung durch Solarkollektoren und den Einbau eines 1000 Liter-Wärmepufferspeichers, der zukünftig die Integration weiterer alternativer Energieerzeuger ermöglicht.

 

lotos dok

 

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Die Kubatur des Bestandsgebäudes wird durch einen Erweiterungsbau im hinteren Teil geschlossen und damit auch energietechnisch sinnvoll im Fläche-Volumen-Verhältnis optimiert. Die vorhandenen Baukörper und der Erweiterungsbau werden über eine gemeinsame Attikalinie integriert. Im Zuge der Dachsanierung wird das vordere Giebeldach in den ursprünglichen Konturen erneuert, jedoch durch einen eingeschobenen Quader in der Kantenflucht des vorderen Anbaus für Wohnzwecke erschlossen. Das Flachdach dieses Quaders wird als oberste Fläche des Gebäudes zur Trägerebene der Solarkollektoren, die hier optimal positioniert werden können, ohne das Bild des Hauses nachteilig zu stören. Die restlichen Dachflächen – als Flachdächer ausgeführt – sind als Terrassen nutzbar.

 

Das Entwurfskonzept für die Erweiterung

 

Der Erweiterungsbau wird aus konstruktiven Gründen zur Vermeidung von Setzungsgefahren in Holzständerbauweise ausgeführt und mit einer hinterlüfteten Fassade in Lärchenholzschalung bekleidet. Der Bestandsbau erhält Vollwärmeschutz mit einer Putzfassade. Durch ihre unterschiedliche Materialität und Farbigkeit werden die Baukörper des Bestandes und die Bauteile der Erweiterung deutlich voneinander abgesetzt und visualisieren den Dialog zwischen „Respekt und Perspektive”.

 

Ausführungs- und Werkplanung
Jedes Gewerk erhält schon zur Ausschreibung detaillierte Planungsunterlagen, die im weiteren als Grundlage für die Fachplanung (Statik, EnEV-Nachweis, Haustechnik etc.) sowie für die Ausführung des Bauvorhabens dienen.

 

lotos_konstruktion

Werkplanung:
Holzbau, Konstruktion

 

lotos_rohbau

Werkplanung:
Rohbau und Maurerarbeiten

 

lotos_dach

Werkplanung:
Dachdeckung und Klempnerarbeiten

 

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Werkplanung:
Wärmeschutz und Fassadenarbeiten

 

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Werkplanung:
Installationen und Haustechnik