Über Borland 1.0
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Unternehmens-Porträt und Roadshow
Konzeption, Text, Gestaltung, 1989/90
Das amerikanische Unternehmen Borland zählt Ende der 1980er Jahre zu den fünf führenden Software-Herstellern weltweit. 1989 recherchierten Guido Englich und Anna Wagner die turbulente Entstehungsgeschichte des Unternehmens – insbesondere der eigenständigen deutschen Borland-Tochter mit Sitz in München.
„Heimsoeth & Borland” war der im Markt gebräuchliche Name der deutschen Vertriebsgesellschaft des US-amerikanischen Softwarehauses Borland International. Philippe Kahn gründet 1983 in den USA die Firma Borland und beginnt mit der Auslieferung von Turbo Pascal. Fritz Heimsoeth gründete 1984 die Firma Heimsoeth software, nachdem er per Handschlag die Lizenzrechte für den Vertrieb des mittlerweile legendären Pascal-Compilers Turbo Pascal von Philipp Kahn erworben hatte.
Aus dem Stand entwickelte sich das Münchner Unternehmen von einem Drei-Mitarbeiter-Büro bis 1989 zu einer Firma mit über siebzig Mitarbeitern. So wurde 1986 das Unternehmen zur Heimsoeth software GmbH und Co Produktions-und Vertriebs-KG und Mitte 1989 in die Borland GmbH umfirmiert. Mit ihrem kontinuierlichen Wachstum ist die Borland GmbH die erfolgreichste Vertretung von Borland International ausserhalb der USA.

Unsere Recherche mündet in einem Unternehmens-Porträt (Über Borland 1.0) und einer Roadshow als Wander-Ausstellung, in der die Unternehmens-Geschichte und -Philosophie, Produkte und Marketing-Strategien vorgestellt werden.


Unsere Arbeitsweise folgte dem Motto „Traue nie einem Computer, den du nicht tragen kannst” … und so quartierten wir uns mit einem MAC Plus, einem Mac SE 30 und unserem brandneuen Laserweriter II bei Borland ein, um so dicht wie möglich an der Geschichte (des Unternehmens) und den Geschichten (der Mitarbeitenden) zu sein.
Scan in progress … unsere Arbeitsmethode
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Scan in progress
beschreibt unsere Arbeitsweise bei Borland:
Scan bedeutet – in Analogie zur Computer-Sprache – das Aufnehmen und Speichern von Information.
In progress heisst in diesem Zusammenhang das Aufnehmen und Weiterverarbeiten in einem sich gegenseitig hochschaukelnden Fortschritt.
Scan in progress beschreibt das Arbeiten vor Ort, ein Projekt, bei dem der Auftraggeber in den Prozess mit einbezogen wird.
In unserem Verständnis vom Designer-Beruf ist diese Mobilität gerade auch in Verbindung mit neuen Computer-Werkzeugen, die sich dezentral einsetzen lassen, eine nicht mehr weg-zu-denkende Bedingung bei Arbeiten, die sich durch einen hohen Kommunikationsanteil auszeichnen.
MacLab 2/90,
Guido Englich und Anna Wagner


