Bau


Modulares Kleinhaus

 

Ein Raum für … das Kleinhaus in Benutzung

 

Film-Tagebuch zum Bau des Kleinhauses

 

Modulares Kleinhaus als modifizierbare Versuchsanordnung
Konzept und Ausführungsplanung: Guido Englich

Minimalistische Lebens- und Wohnformen sind ein Themenkomplex, in dem ich seit 2010 verschiedene Teilbereiche in Projekten mit Studierenden bearbeitet habe. 2010 das Projekt „1, 2, 3 … leichte Küche”, bei dem es um die Frage ging, mit wie viel oder besser wie wenig Küche drei Gäste bewirtet werden können; im Winter 2012/13 das Projekt „0,7 cbm essentials – Minimalismus als Lebensform”, bei dem es darum ging, ein Setting zu entwerfen, bei dem die gesamte bewegliche Habe inklusive Schlafstätte nicht mehr Volumen als 0,7 Kubikmeter einnimmt; und im Folgesemester 2013 das Projekt „minimal shelter – Hüllen, Kapseln, kleine Räume. Versuchsaufbauten zur dritten Haut”, in dem es um das Konzipieren und Realisieren von Kleinsträumen für unterschiedliche Nutzungen – vom Notfall bis Vergnügen – ging.

 

kleinhaus

 

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Wichtige Entwurfs- und Konzept-Parameter waren zum einen die Planungsmodularität, das meint eine Systematik, die strukturell die einfache Ableitung von Small-, Medium- und Large-Versionen des Kleinhauses ermöglicht, zum anderen eine konstruktive „Offenheit” in der realisierten Raumstruktur, die im weiteren Verlauf der Gebäudeexistenz verschiedene Um- und Ausbau- Settings und Untersuchungen zulassen könnte.

Weitere Settings im Versuchsaufbau des Protoypen könnten zum einen verschiedene Binnenstrukturen, Raumgliederungen und Einbauten sein, zum anderen Untersuchungen zu unterschiedlichen Beplankungen als Fassadenmaterialien, zu Dämmstoffen und Ausfachungen unterschiedlicher Materialitäten von Holz-, Stroh-, Schilf- und ähnlichen Faserstoffen bis zu gestampftem oder in Platten verpresstem Lehm. Das realisierte Kleinhaus soll also in Forschungshinsicht eine veränderbare Versuchsanordnung darstellen.

 

kleinhaus konstrukt

 

Dokumention der Konstruktionszeichnungen, zum Bättern anklicken …

 

Die Modul-Varianten basieren auf einem Planungsraster von 101 cm und bemessen sich an der handelsüblichen Breite von Doppelstegplatten mit einer Fabrikationsbreite von 98 cm. Maßgeblich zu dieser Setzung trägt der Wunsch bei, die Innendecke des Pavillons lichtdurchlässig zu gestalten und diese Eigenschaft und die verwendeten Bauteile bei allen Versionen und Varianten beizubehalten.

 

Entwurfszeichnung für das Kleinhaus

 

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Planen und Bauen im Bestand

 

Film zur Erweiterung und Sanierung eines Wohnhauses

 

Erweiterung und energetische Sanierung
eines Wohnhauses in Berlin, 2009/2010

Konzeption, Entwurf: Ulla-Britta Schäffler, Guido Englich
Werkplanung, Bauleitung: Guido Englich

 

Der vorhandene Bestand bietet – insbesondere durch die verschiedenen Anbauten – keine Bezugspunkte mehr für eine sinnvolle Rekonstruktion des ursprünglichen Gebäudezustandes. Daher respektiert das Konzept zwar den Bestand als substanzielles Faktum, orientiert sich aber vorallem an der Perspektive konsequenten Weiterbauens zur Durchsetzung eines architektonischen Anspruchs im Blick auf das gesamte Erscheinungsbild.

Die notwendige energetische Sanierung und der Wunsch nach der Erweiterung des nutzbaren Raums greifen im Entwurfskonzept synergetisch ineinander. Die Sanierung zum KfW Effizienzhaus erfolgt durch Wärmedämmung der Fassaden und Neubau der Dächer, Einbau neuer Fenster mit Dreifachverglasung, Heizungsunterstützung durch Solarkollektoren und den Einbau eines 1000 Liter-Wärmepufferspeichers, der zukünftig die Integration weiterer alternativer Energieerzeuger ermöglicht.

 

lotos dok

 

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Die Kubatur des Bestandsgebäudes wird durch einen Erweiterungsbau im hinteren Teil geschlossen und damit auch energietechnisch sinnvoll im Fläche-Volumen-Verhältnis optimiert. Die vorhandenen Baukörper und der Erweiterungsbau werden über eine gemeinsame Attikalinie integriert. Im Zuge der Dachsanierung wird das vordere Giebeldach in den ursprünglichen Konturen erneuert, jedoch durch einen eingeschobenen Quader in der Kantenflucht des vorderen Anbaus für Wohnzwecke erschlossen. Das Flachdach dieses Quaders wird als oberste Fläche des Gebäudes zur Trägerebene der Solarkollektoren, die hier optimal positioniert werden können, ohne das Bild des Hauses nachteilig zu stören. Die restlichen Dachflächen – als Flachdächer ausgeführt – sind als Terrassen nutzbar.

 

Das Entwurfskonzept für die Erweiterung

 

Der Erweiterungsbau wird aus konstruktiven Gründen zur Vermeidung von Setzungsgefahren in Holzständerbauweise ausgeführt und mit einer hinterlüfteten Fassade in Lärchenholzschalung bekleidet. Der Bestandsbau erhält Vollwärmeschutz mit einer Putzfassade. Durch ihre unterschiedliche Materialität und Farbigkeit werden die Baukörper des Bestandes und die Bauteile der Erweiterung deutlich voneinander abgesetzt und visualisieren den Dialog zwischen „Respekt und Perspektive”.

 

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hintenlinkszweiterstock
Dachausbau Büro in der Monumentenstrasse

 

Film zum Dachausbau, 1992
(Film 2024)

 

Vorher …
Die erste Begehung des unausgebauten Dachgeschoss
in der Monumentenstrasse 33 in Berlin-Schöneberg

 

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Dokumentation des Dachausbau für das neue Büro,
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Planung für den Einbau von Lichtkuppeln

 

Nachher … Fertigstellung des Dachausbaus

 

In der Modellbau-Werkstatt

 

Ein Tag im Büro im August 1994
(Film 2021)

 

Büroszenen … (Guido Englich, Anna Wagner, Petra Bott, Sanne Jünger, Wilfried Lembert … an der Konzeption für das „Wilkhahn-Konferenzhandbuch”)

 

… und auch ein Super-Ort für Partys

 

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hinten links erster stock

Vorher …
Lagerraum mit Preussischer Kappendecke

 

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Dokumentation Ausbau und Sanierung Projektraum in der Monumentenstrasse,
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hinten/links/erster/stock
Sanierung und Ausbau eines Projektraums in der Monumentenstrasse,
Berlin Schöneberg, 1994

Anfang 1994 wird der Raum unter unserem Büro in der Monumentenstrasse frei. Bislang wurde der Raum als Lagerraum genutzt. In der Struktur mit sichtbaren Stahlträgern als Unterzüge der Preussischen Kappendecke, mit Stahlstützen und umlaufenden Fenstern eignet sich der Raum für flexible Nutzungen. Wir beschliessen, diesen Raum ebenfalls zu mieten und die notwendigen Sanierungen durchzuführen: Einbau von neuen Fenstern, Heizung, Fussboden sowie einem Funktionsblock mit Küchenzeile und zwei Toiletten.

 

Nachher …
Raum mit offenem Grundriss für flexible Nutzung

 

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