Solarpappe
13.10.2025, Halle (Saale)
Die Aufgabe Solarpappe bestand darin, sich ein eigenes, ideales Balkonkraftwerk vorzustellen – ganz frei von technischen Begrenzungen – und dieses anschließend als Modell aus Pappe zu gestalten. Im Zentrum stand die Frage, wie eine solche Anlage aussehen müsste, damit sie perfekt in den eigenen Alltag und Wohnraum passt.
Viele gingen zunächst der Überlegung nach, welcher Ort in der Wohnung oder am Haus besonders viel Sonnenlicht erhält. Einige entdeckten ihren Südbalkon oder ein großes Fenster als ideal, andere wiederum überlegten, ob ihr Solarpanel im Tagesverlauf seinen Standort wechseln könnte, um das Licht optimal einzufangen. Diese Freiheit erlaubte kreative Lösungen: mobile Module, die sich drehen oder ausklappen lassen, federleichte Konstruktionen oder sogar mögliche Montierungen an Zimmerwänden.
Auch die Frage nach Form und Farbe spielte eine große Rolle. Manche Modelle erinnerten an dekorative Elemente – farbige Rahmen, organische Formen oder Muster, die sich harmonisch in das Zimmerdesign einfügen. Andere Entwürfe setzten auf futuristische, klare Linien oder flexible Flächen, die sich wie Stoff bewegen lassen. Die Befestigung war ebenso offen gedacht: von magnetischen Halterungen über Klettflächen bis hin zu völlig freistehenden Modulen, die sich selbst stabilisieren.
In der praktischen Umsetzung mit Pappe zeigte sich, wie unterschiedlich die persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen sind. Während einige ihr Modell als festes Element eines Balkons inszenierten, probierten es andere mit einem tragbaren Mini-Kraftwerk. Die entstandenen A3-Poster kombinierten Fotos der gebauten Modelle mit kurzen Beschreibungen, die die Idee hinter jedem Entwurf erklärten.
So zeigte die Präsentation nicht nur eine Formvielfalt, verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten und die individuelle Beziehung zur Energiegewinnung, sondern auch, wie ein eigenes Balkonkraftwerk zu einem persönlichen, alltagstauglichen Gestaltungsobjekt werden könnte.