PROZESS: Hausaufgaben

Pecha Kucha, Poster-Designer, Solarpappe

Pecha Kucha 
13.10.2025, Halle (Saale) 

Für die Hausaufgabe wurde ein Pecha-Kucha-Format vorbereitet, bei dem jede Präsentation aus 15 Folien bestand, jeweils auf 20 Sekunden begrenzt. Die Themen waren vorgegeben: “Solarlücken”, “Fassaden-Add-ons” und “Empowering Projects”. Die Gruppe traf sich dafür im Arbeitsraum, wo die Präsentationen nacheinander vorgestellt wurden.

Der Timer lief bei jedem Vortrag mit. Das kurze Zeitfenster machte es notwendig, Inhalte auf den Punkt zu bringen. Zwar gelang nicht jeder Übergang reibungslos, doch gerade das machte die Vorträge abwechslungsreich und amüsant.

Trotz gleicher Themenverteilung zeigten die Vorträge unterschiedliche Schwerpunkte und Herangehensweisen. Manche waren sehr kompakt vorbereitet, andere versuchten, den 20-Sekunden-Rhythmus möglichst flexibel auszunutzen. Dadurch ergab sich ein abwechslungsreicher Gesamteindruck, der die Vorbereitung der Gruppe gut widerspiegelte.

Poster-Designer
14.10.2025, Halle (Saale) 

Im Rahmen des Projekts setzten sich die Studierenden intensiv mit verschiedenen Designer*innen und Designstudios auseinander, um einen vertieften Einblick in unterschiedliche gestalterische Ansätze zu erhalten und neue Perspektiven auf das Thema “800 Watt Ästhetik im Wandel” zu entwickeln. Ziel war es, durch gezielte Recherche Inspiration zu gewinnen, Denkanstöße zu fördern und den fachlichen Austausch in der Gruppe anzuregen.

Die Aufgabe bestand darin, ein A1-Poster zu erstellen, das die gestalterischen Sichtweisen, Arbeitsweisen und Wertvorstellungen der jeweiligen Designer*innen möglichst umfassend und anschaulich darstellt. Die sorgfältige Auseinandersetzung mit den Inhalten spiegelte sich in der Qualität der Poster wider. Die erarbeiteten Informationen trugen dazu bei, das Verständnis für nachhaltige Gestaltung zu vertiefen und neue Impulse im Kontext der Energiewende zu setzen.

Thematisch reichte das Spektrum von naturbasiertem Design bis hin zu zukunftsweisenden Technologien. Beispielsweise wurde das Studio OXMAN vorgestellt, das mit Hilfe von Licht gesteuerte Seidenraupen zur Erzeugung gezielter Strukturen einsetzt. Ein weiteres Beispiel ist ecologicStudio, das mit Mikroalgen versetzte Raumtrenner entwickelt, die nicht nur Schadstoffe aus der Luft filtern, sondern gleichzeitig Biomasse zur Herstellung von Biopolymeren erzeugen können.

Neben innovativen Projekten wurden auch etablierte Designklassiker wie Konstantin Grcics Mayday, Ingo Maurers Blow Me Up oder Plopp von Stefan Diez thematisiert. Darüber hinaus fanden auch aktuelle, experimentelle Ansätze wie der Opencyclone, der Küchenmixer von OpenFunk oder das Circular Packaging Konzept von Indeed großes Interesse bei den Studierenden.

Solarpappe 
13.10.2025, Halle (Saale) 

Die Aufgabe Solarpappe bestand darin, sich ein eigenes, ideales Balkonkraftwerk vorzustellen – ganz frei von technischen Begrenzungen – und dieses anschließend als Modell aus Pappe zu gestalten. Im Zentrum stand die Frage, wie eine solche Anlage aussehen müsste, damit sie perfekt in den eigenen Alltag und Wohnraum passt.

Viele gingen zunächst der Überlegung nach, welcher Ort in der Wohnung oder am Haus besonders viel Sonnenlicht erhält. Einige entdeckten ihren Südbalkon oder ein großes Fenster als ideal, andere wiederum überlegten, ob ihr Solarpanel im Tagesverlauf seinen Standort wechseln könnte, um das Licht optimal einzufangen. Diese Freiheit erlaubte kreative Lösungen: mobile Module, die sich drehen oder ausklappen lassen, federleichte Konstruktionen oder sogar mögliche Montierungen an Zimmerwänden.

Auch die Frage nach Form und Farbe spielte eine große Rolle. Manche Modelle erinnerten an dekorative Elemente – farbige Rahmen, organische Formen oder Muster, die sich harmonisch in das Zimmerdesign einfügen. Andere Entwürfe setzten auf futuristische, klare Linien oder flexible Flächen, die sich wie Stoff bewegen lassen. Die Befestigung war ebenso offen gedacht: von magnetischen Halterungen über Klettflächen bis hin zu völlig freistehenden Modulen, die sich selbst stabilisieren.

In der praktischen Umsetzung mit Pappe zeigte sich, wie unterschiedlich die persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen sind. Während einige ihr Modell als festes Element eines Balkons inszenierten, probierten es andere mit einem tragbaren Mini-Kraftwerk. Die entstandenen A3-Poster kombinierten Fotos der gebauten Modelle mit kurzen Beschreibungen, die die Idee hinter jedem Entwurf erklärten.

So zeigte die Präsentation nicht nur eine Formvielfalt, verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten und die individuelle Beziehung zur Energiegewinnung, sondern auch, wie ein eigenes Balkonkraftwerk zu einem persönlichen, alltagstauglichen Gestaltungsobjekt werden könnte.